Band: ST. JAMES
Titel: Resurgence
Label: Sleaszy Rider
VÖ: 16.12.16
Genre: Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

St James - Resurgence album artworkIrgendwie rattert es bei mir, wenn ich den Bandnamen St. James lese. Laut Angaben ist dies eine Debütscheibe. Eh halt, also ganz so die Wahrheit spricht der Beipackzettel nicht. Kurz nachgeforscht, wusste ich doch, dass mir der Name was sagt. Handelt es sich um das von John James und Chris James ins Leben gerufene Projekt. Bereits mit dem 1989 veröffentlichten Silberling „Crimes Of The Heart“ konnte man einzelne Achtungserfolge erzielen. Genau diese Scheibe liegt auch irgendwo in meiner Sammlung, heißt für mich, dass ich sie echt mal aufräumen sollte. In Bezug auf die Truppe hat sich seit diesem Release nicht mehr dementsprechend viel getan und es wurde sehr still. Ein neues Jahr, ein neues Glück. In der Besetzung John James (voc & harmonica), James Jacobs (guit & mandolin), Robert Jacobs (bass) und Carl Canedy (drums) versucht man einen neuerlichen Gehversuch. „Resurgence“, was trefflich Wiederbelebung heißt, nennt sich der neueste Titel der US-Rocker. Ganz klar sind die Einflüsse aus der 80er Ära zwischen Bon Jovi, Van Halen, Aerosmith, Def Leppard und Skid Row angesiedelt. Sowieso vorhersehbar was man hier bekommt.

Kein lauwarmes aufwärmen, sondern eine Wiederbelebung des alten Sounds. Die genannten Bands in allen Ehren, aber Beispielsweise Bon Jovi ist ja nur mehr eine Farce an sich. Somit darf sich der geneigte 80er Hard Rocker uneingeschränkt mit diesem Machwerk suhlen und das bis zu einer Hörorgie. Hard Rock mit ordentlichem Hang zu Klischees, wie sie glatt von vielen 80er Bands gelebt wurden. Eine Zeitreise somit, welche rundweg begeistert. Keine Frage, jüngere Fans werden hier etwas skeptisch gucken, sollen dessen ungeachtet durchaus einen Testversuch starten. Eine gute Lehrstunde des Old School Hard Rock aus den Staaten, welcher eben den oben genannten Bands für einen bahnbrechenden Erfolg verhalf. Fragt man sich, warum es nicht ebenfalls St. James mit dieser Art der Musik geschafft haben. Wenn man sich in dieses Machwerk rein hört, stellt man fest, alle Trademarks wurden gut ausgerichtet und der Charme, sowie der Spirit wurde in die heutige Zeit befördert.

So neu sind nun daneben die Songs nicht mehr, denn quer verteilt, wurden etliche Tracks einfach mit neuem Sound auf diesen Silberling verpackt. Eine Mogelpackung? Nein, heißt hier die Antwort, bekanntlich an das Material der Truppe ist es ausnehmend schwer dranzukommen Somit für all jene, die schon immer auf der Suche nach Material von St. James waren. Im Gegensatz dazu desgleichen für die Fraktion, welche neues Kraftfutter für ihr Gehör sucht. Gesetz dem Fall, man steht vollends auf den 80er Hard Rock Sound. Wenn dies der Fall ist, steht einem Schritt zum nächsten Plattenladen nichts im Weg.

Ob man in der heutigen Zeit noch einen Blumentopf gewinnen kann, wird die Zeit zeigen. Für die musikalische Zeitreise absolut toll und abermals frage ich mich, warum war den Jungs niemals ein breiter Erfolg hold.

Die Amis gehen somit auf „Resurgence“ keinen allzu großen Experimenten nach, haben allerdings die Stücke leidenschaftlich schön aufpoliert. Durchwegs Perlen des 80er Rocks, welche es schwer zu ergattern gibt. Somit dürfte man eigentlich keine große Abwechslung und Eingängigkeit erwarten und sogar hier gibt es einige Songklassen, welche viele Szenekollegen echt alt aussehen lassen. Eine logische Konsequenz wäre gegenwärtig, diesen Sound weiter zu forcieren und mit neuem Klangmaterial anzurücken. Wünschenswert wäre es allemal, besonders für die Fangemeinde des 80er Hard/Melodic Rock und der AOR Fraktion. Schöne Ecken und Kanten, nicht zu poliert gehen alle Songs superb ins Gehör.

Fazit: Wirklich eine superbe Wiederbelebung einer längst vergessenen Band.

Tracklist:

01. Attitude
02. Worth Fighting For
03. This Distance
04. Let It Rain
05. What’s Your Situation
06. The Road
07. Rattled Bad
08. Castles in the Sand
09. Shelter Me
10. Somewhere Between Here and There
11. Toughest I can Take
12. In Your Heart
13. Aint It Sad
14. Princess of Pain
15. Crimes of the Heart
16. Inside The Outside
17. Fluffy Through The Hoop

Besetzung:

John James (voc & harmonica)
James Jacobs (guit & mandolin)
Robert Jacobs (bass)
Carl Canedy (drums)

Internet:

ST. JAMES @ Facebook

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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