Band: Suspyre
Titel: When Time Fades…
Label: Sensory Records
VÖ: 2008
Genre: Progressive/Symphonic Metal

Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Symphonischer progressiver Metal muss nicht zwangsläufig aus Europa kommen oder? Richtig den die Amerikaner Suspyre beweisen das auch diesen Klängen jenseits des großen Ozeans gefrönt wird, als auch gut klingt. Es gibt wohl derzeit wenige Bands die eine solche Soundgewalt auffahren wie diese Herrschaften aus New Jersey. Seit 2001 werkeln sie schon, sind aber immer noch ein Geheimtipp in der Szene. Dies soll sich aber mit dem neuesten Output „When Time Fades…“ ändern. Eingezimmert wurde das Machwerk durch Gregg Rossetti (guit), Rich Skibinsky (guit), Clay Barton (voc), Andrew Distabile (bass) und April Sese (keys). Nun denn frisch ans Werk und genau gelauscht.

„Possession/The Negative“ heißt der Opener und hier wird schon eines klar diese Herrschaften aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten sind nicht von schlechten Eltern. Ein recht rauer, druckvoller Sound bläst hier dem Hörer um die Ohren. Dieser wird immer wieder durch feine melodische Keyboardklänge, als auch progressiven Elementen gleichermaßen angereichert. Die kräftige Stimme des Fronters passt sich dem Material sehr gut an und vor allem versucht dieser Sänger nicht gleich in die Hohen Sphären aufzubrechen, sondern besticht mit einem sauberen, als auch rauen Organ gleichermaßen. Deutlich mehr Bombast wird nun beim Nachfolgetrack „Evolutions“ aufgefahren. Viele Synthyklänge geben sich immer wieder die Hände mit Klängen die fast schon Filmmusikcharakter aufweisen. Viel Verspieltheit zeigt man hier und das Ganze hat noch einen Schuss raue Härte bekommen, welches den Track sehr komplex erscheinen lässt. Die vielen Ideen die hier verarbeitet wurden, hat man in detailgenauer Arbeit wie Mosaikstücke eingefädelt und unterm Strich kommt ein monumentaler Track dabei raus. Nach diesen flotten Stücken, geht man es nun zu Beginn von „Lighted Endrhyme“ recht beschaulich an. Dennoch lange bleibt man nicht in diesen Gefilden. Eher im Gegenteil sehr speedig ertönt diese Nummer. Viele Wechsel hat man hier ausgearbeitet. Einmal mehr glänzt dieser amtliche Sound den man auffährt und einen nur niederknien lässt. Die Äxtemänner sind gute Virtuosen und servieren uns einen Riff Leckerbissen nach dem anderen. Sehr viele progressive Arrangements werden hier aufgefahren, man kann aber beruhigt zuhören ohne gleich von überladenen Sounds erschlagen bzw. verwirrt zu werden. Das druckvolle raue Zwischenstück das an vierter Stelle steht, nennt sich „Maniac Manic Point Check“ und passt sich nahtlos dem restlichen Material an. Eine richtige Symphonic Metal Oper ist nun „Siren (One Last Breath)“ geworden. Mit Chorgesängen beginnt man diesen 10:16 Minuten Opus, der es in sich hat. Etwas mehr Filmmusikcharakter lässt man hier durchblicken. Man startet zwar etwas beschaulicher, steigert dies aber immer wieder bis man wieder auf flotten Pfaden ist. Das Saxophon gehört für mich zu meinen geheimen Hassfavoriten unter den Musikinstrumenten. Diese Klänge passen hier aber recht gut dazu und besänftigen mich. Bei diesem Track bleibt einem nur eines übrig, fassungslos dem Sound dieser Truppe lauschen und die Songideen die hier umgesetzt wurden zu genießen. Ein ebenfalls ruhiger Beginn ist nun bei „Reign“ auszumachen. Doch hier verweilt man nur kurz und brettert richtig flott daher. Die Violinenarrangements lassen etwas Folkcharakter aufkommen. Dennoch würde ich diesen Track eindeutig in die Symphonic Metal Ecke geben. Zwar kommen die progressiven Elemente auch hier zum Vorschein wurden aber eher in den Hintergrund gerückt. Mit akustischen Gitarrenklängen läutet man nun „Fallen Stars“ ein. Danach folgen sehr liebliche, verträumte Vocals. Diese Richtung behält man auch bei und serviert uns so eine recht ruhige Nummer zur Entspannung. Genug gerastet, denn mit „A World With No Measures“ hat man wieder mehr Feuer unterm Hintern. Hier dröhnt man ordentlich rau aus den Boxen und die Geschwindigkeit lädt einmal mehr zum unverminderten Kopfschütteln ein. Kann man von diesem theatralischen Sound dieser Truppe eigentlich genug bekommen? Nein eher nicht, denn man verlangt nach immer mehr und genau das bieten die Amerikaner zur Genüge. Überladen, nein keine Angst zu keinem Zeitpunkt wirkt man so, eher im Gegenteil die Herrschaften besitzen ein Händchen für Ausgewogenheit. Was zusätzlich immer wieder zum Tragen kommt, ist der Düstersound der an und ab erklingt und die Tracks um Zacken aufwertet. „The Light of the Fire“ startet ebenfalls sehr balladesk, doch hat man hier nicht die Rechnung mit dem Wirten gemacht. Nach etwa 1:50 Minuten galoppieren Suspyre recht schnell und hart daher. Die eingesetzten Growls passen sehr gut dazu und denke mir eine ausgewogene Mischung davon in allen Tracks würde das Material um einiges mehr druckvoll erscheinen lassen. Sehr komplex und mit vielen progressiven Klängen erstrahlt nun „Apparitions“. Viel Druck wird auch hier gemacht und dennoch zeigt man sich hier etwas verspielter und experimentierfreudiger als bei so manch anderem Song. Zu guter letzt serviert man uns noch einmal einen sehr langen Output, welcher sich „Let Freedom Ring (The Heart of It All)“ nennt und mit einer Spielzeit von 11:12 Minuten glänzt. Hier werden noch einmal sämtliche Geschütze aufgefahren und man bekommt als Bonus noch einmal einen Track mit viel Metal Oper Charackter. Alle ihre Roots werden hier immer wieder verarbeitet und man glänzt mit sehr vielen Wechseln zum richtigen Zeitpunkt.

Fazit: Sehr beeindruckendes Teil welches uns hier Suspyre kredenzt haben. Viele bombastische, progressive, symphonische, als auch raue und harte Elemente wurden zu einem Soundgemisch verarbeitet, welches sich sehr lecker anhört. Sicher kein Album zum schnellen Reinhören, dennoch wer es wagt wird von dem Material dieser Truppe hellauf begeistert sein.

Tracklist:

01. Possession/The Negative 05:34
02. Evolutions 06:11
03. Lighted Endrhyme 07:40
04. Maniac Manic Point Check 01:53
05. Siren (One Last Breath) 10:16
06. Reign 07:46
07. Fallen Stars 03:42
08. A World With No Measures 06:16
09. The Light of the Fire 08:56
10. Apparitions 06:10
11. Let Freedom Ring (The Heart of It All)

Besetzung:

Gregg Rossetti (guit)
Rich Skibinsky (guit)
Clay Barton (voc)
Andrew Distabile (bass)
April Sese (keys)

Internet:

Suspyre Website

Suspyre @ Facebook

Suspyre @ Myspace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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