Band: Svartsot
Titel: Maledictus Eris
Label: Napalm Records
VÖ: 2011
Genre: Folk Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die dänischen Folkloristen Svartsot are Back in Buisness. Nach gut einem Jahr stehen die Jungs wieder auf der Matte, mit dem nächsten Langeisen in der Hinterhand. Selbiges nennt sich„Maledictus Eris“ und dabei wird Geschichte in musikalischer Form groß geschrieben. Die Dänen tragen uns den Schwarzen Tot in Dänemark (14. Jahrhundert) vor. Na da will einer sagen Geschichte macht keinen Spaß. Mit den Dänenkriegern tut es das auf alle Fälle.

„Staden…“ ist ein Intro das bestens auf die musikalisch erzählende Geschichte vorbereitet. Klanglich genau Getreu dem Motto Tod und Leben im Mittelalter.

Sehr heroisch nimmt man mit „Gud Giv Det Varer Ved!“ den Fortgang vor. Der hymnische Happen kommt reichlich mit Melodien gespickt daher. Nerviges Gedudel? Nein eher im Gegenteil durch harsche Shouts verbindet man nette, fröhliche Melodien und barschere Einflüsse sehr gut.

Genau umgekehrt verhält es sich nun bei „Dødedansen“. Die Melodien sind gänzlich gewichen und dienen nur mehr zur Abrundung, welche man sehr hymnisch verpackt hat. Den Rest erschlägt man mit einer sehr preschenden Rhythmik die sehr gut zum Bangen und Abhotten geeignet ist.

Angeknüpft wird nun durch den hymnischen Mitgröl Track „Farsoten Kom“. Vor allem im Refrainteil gibt es eine Vielzahl von Mitmachthematiken, wo man lauthals das Hejeo mitgrölen kann. Partycharakter hat der Track allemal, dennoch darf man ihn nicht als Mitsaufsong abstufen, denn dafür brüllt und growlt der Frontmann hier viel zu eisern sich durchs Geschehen.

Deutlich folkloristischer wagt man nun im Anschluss den Anfang. „Holdt Net Af En Tjørn“ kommt zusätzlich noch mit einer schönen Melange aus epischen und bretternden Fragmenten daher. Gut miteinander verwoben offeriert man uns eine farbenbunte Nummer.

Wieder etwas weg von diesem Gewässer erschließt sich einem „Den Forgængelige Tro“ deutlich kompakter. Die Folklore Einflüsse wurden durch satte Melodien (mal mehr, mal weniger hymnisch). Die Stampfende Hymne bietet nun viel Spielraum sich einzuharken, zu feiern und die Fäuste zu recken.

„Om Jeg Lever Kveg“ wurde nun mit mehr Feuer unterlegt. Das Tempo wurde um etliche Nuancen gesteigert und so befindet man sich wieder auf einer äußerst schneidigen Fahrt. Melodien und folkloristische Flötenspielereien verhindern das zu starke abdriften in den harten Bereich. Auch hier offeriert uns die Truppe eine gute Mischung, bei der allerdings der schroffere Bereich die Richtung angibt.

Nahtlos wird nun durch „Kunsten At Dø“ angeknüpft. Vorerst sieht man sich einem beschaulichen, stark Medival beeinflussten Spiel gegenüber. Gemütlich versprüht man hier Lagerfeuerromantik. Sehr kauzig zeigt sich hier die Vocalausrichtung. Eher in Richtung Finnland geht es hier, denn durch zahlreiche Einflüsse der alten Riege und vielen eignen Innovationen klingt das Stück sehr typisch nach diesem Landstrichs Europas. Im Mittelteil kommen die Dänenjungs wieder deutlich borstiger daher und somit unterstreichen sie ihr Können doppelt. Denn hier nervt nichts und bevor man alles zu stark Folk lastig ausrichtet, kehrt man dem Ganzen mit einer Kehrtwendung den Rücken und spielt sich deutlich härter durchs Geschehen.

Weg vom schwarzen Gewässer hinüber zu deutlich klareren Gefilden wird mit „Den Nidske Gud“ die Ablöse eingesetzt. Erneut kommen viele hymnische Sounds zum Tragen und diese verfeinert man gekonnt mit superben Melodielinien. Doch auch hier weiß man wann und wo rechtzeitig der Harte Moment einzusetzen ist. Dieser kommt und dabei schlägt man sehr wild um sich.

Gemächlicher wird nun der Anfang bei „Spigrene“ bestritten. Sanfte, fast schon idyllische Klänge kommen hier aus den Boxen. Klingt wie ein solider Folksong, was auch den klaren Gesangsbeitrag ausmacht der hier im Vordergrund steht. Somit kann man sich getrost zurück lehnen und fantasievollen Träumereien hingeben.

Alle Reserven werden nun bei „Og Landet Ligger Så Øde Hen“ ins Rennen geworfen. Mit geballter Folk als auch dunkler Macht wird hier der Abschluss abgehalten. Vor allem die schroffen, rauen Linien glänzen ganz besonders hervor. Absoluter Mördertrack, mit viel wiedererkennungswert.

Fazit: Gegenüber vom Album im letzten Jahr konnte man einen gehörigen Zahn zulegen. Dies sieht man gerne und so setzen sich die Dänen im Gegensatz zu vielen Szenekollegen an die Spitze. Denn hier nervt man nicht und durch die doch sehr harte Ausrichtung des Albums bietet man eine besonderen Gegenpol zu den folkloristischen Einflüssen.

Tracklist:

01. Staden… 0:48
02. Gud Giv Det Varer Ved! 4:26
03. Dødedansen 4:59
04. Farsoten Kom 4:32
05. Holdt Net Af En Tjørn 4:26
06. Den Forgængelige Tro 4:46
07. Om Jeg Lever Kveg 3:22
08. Kunsten At Dø 5:04
09. Den Nidske Gud 4:49
10. Spigrene 4:13
11. Og Landet Ligger Så Øde Hen 4:46

Besetzung:

Thor Bager (voc)
Cris J.S. Frederiksen (guit & mandolin)
James Atkin (bass)
Hans-JørgenMartinus Hansen (whistles, Swedish bagpipes)
Danni Lyse Jelsgaard (drums)

Guest: 

LasseLammert (additional guit)
Uffe Dons Petersen (guest voc)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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