Band: Svölk
Titel: Svölk ‚Em All
Label: Napalm Records
VÖ: 2011
Genre: Heavy/Stoner Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Svölk? Ist da etwa Folk/Pagan Metal dabei? Nein durchaus nicht, sicher stammen den Herrschaften aus dem hohen Norden und demnach, als auch unweigerlich schallt das Album mit einem sofort in dieses Landeck zu einzustufenden Klang. Allerdings vermögen die Jungs mit ihrem nordischen, eisigen Stoner Rock deutlich neuere Schneisen zu schlagen. Ganz so neu ist das Album „Svölk ‚Em All“ eigentlich gar nicht mehr. Es handelt sich nämlich um einen Re-Issue aus dem Jahr 2009. Gut das Album befindet sich nicht in meinem Besitzt und so sind die Tracks durchaus komplettes Neuland für mich. Der derb – rotzige Rhythmus bringt Wände locker und ohne lange Anstrengung sofort wie eine Abrissbirne zum Einstürzen und gelungen wurden melodische Strukturen eingewoben um nicht nachhaltig zu bitter zu klingen. Dieses Mischverhältnis drückt aber genau deswegen dermaßen auf die Gehörmuscheln das man vor Lust nur so aufschreit. Herzergreifend einerseits, andererseits wieder härter durchgreifend, abgeschliffen von leicht hymnischen Klangfacetten wird das Album vom ersten bis zum letzten Track zu einem wahren Hörschmaus. Die eher simpel gehaltenen Grundlinien werden ums gewisse Maß verstärkt und das vollendete Konzept ist äußerst bemerkenswert. Klassik und Hardrock werden zusätzlich hinzuverschmolzen und das daraus geschmiedete Langeisen ist ein richtig aufgeputztes Stahlbecken das es in sich hat. Zur doch eher simplen Rhythmik werden vielfältig – markante Köstlichkeiten hinzugeflochten sodass man erst nach dem dritten – vierten Durchlauf hinter gewisse verborgene Soundschätze drauf kommt. Auch vom Tempo her werden einige Unterbrechungen bzw. Veränderungen durchgemacht. Was vorerst mit einem Arsch tretenden Tempo begonnen wird mündet bis zum Ende hin eher im zäh schleppenden Bereich und umgekehrt. Das sogenannte durchgebrannte Wechselspiel haben die Osloer Recken ordentlich drauf und machen darum auch keinen Hehl. Vielmehr bauen sie darauf straightere Attacken hochwertiger aufzumotzen, wie einen Oldtimer. Altbacken oder abgestaubt klingt man allerdings dadurch nicht. Durch die Querverweise durch den Rock Bereich, auch in den amerikanischen Sektor bietet man einige Orientierungen und durch klitzekleine Moderne Anstriche wird das Material richtig gehend aufgefrischt. Somit bietet man einer kernigen – herzhaften Fusion aus Tradition und Moderne. Rotzfrech und mit einem eisigen Beigeschmack macht dieses Eisenklangfutter richtig Laune. Insgesamt Svölk klingen wie eine überlegene Maische aus Metallica, Down, The Sword und vielen überlegenen klassischen Rock-Bands, welche aber zur gleichen Zeit durch die Boxen galoppieren. Dies mag verwirrend klingen, tut es aber nicht, denn während andere Truppen an solch einem Projekt bzw. Einfallsreichtum scheitern und sich verzetteln, wirkt das Material der Norweger pressgenau vermischt.

Fazit: Ein Multi Genre Gewürz das man sich nicht entgehen lassen sollte. Markerschütternde Had Rock Klänge und Stoner Rock Partien prasseln hier hernieder. Das dürfte vor allem die genannten Genre Fans durchaus interessieren. Durch ihre, sehr eigenständig – unterschiedliche Mischung vermögen es die Norweger spielend eine breite Fanschar aus diesen Bereich oder der genannten Bands zu begeistern. Hut ab, das machen ihnen nur wenige vor bzw. nach!!!!!

Tracklist:

01. 52 5:26
02. This Is It 4:22
03. Anchor 5:07
04. Sweet Agony 3:28
05. Miss Alcohol 6:19
06. 12 Times The Pain 3:28
07. End Of Days 4:43
08. Inferno 5:51
09. Dead:30 3:28
10. Time For The Dying 5:34
11. Warm Within 5:03
12. Overload 7:02

Besetzung:

Knut Erik Solhaug (voc)
Jo Inge Hemstad aka Jengt Castral (guit)
Martin Østerhaug (guit)
Halstein Røyseland (bass)
Jørgen Seger Haave (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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