Band: Syrach
Titel: A Dark Burial
Label: Napalm Records
VÖ: 2009
Genre: Death/Doom Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Dreckigster Doom/Death wird uns Ende Juli aus dem Hause Napalm Records geliefert. In Form des zweiten Langeisen der Bergener Syrach. Wohlgemerkt gibt es einige Doom Fragmente im Sound von Adam Suleiman (drums), Rolv-Erik „8-Ball“ Berge (guit), Kenneth „Ripper“ Olsen (voc),Ørjan „Hjarandr“ Setvik (bass) und Gjermund (session guit) doch so gänzlich schleppend wie man es von diesem gewohnt ist wird dennoch nicht gezockt. Herbe, dreckige Soundeinfälle wurden hier mit etlichen Passagen des Doom Metal auf einen Konsens gebracht und unterm Strich bekommen wir zwar Material für die Magengrube, doch auch einige Bangerattitüden sind hier auszumachen und schlussendlich kommt der Output am 24.07.09 raus ist aber eher sehr eisig und verleiht dem Ganzen einen kalten Herbstschauer. So darf die Gemeinde gespannt sein was uns mit „A Dear Burial“ erwartet.

Mit einem recht galoppierenden, als auch stampfenden Tempo wird der erste Song mit Namen „Curse The Souls“ vom Stapel gelassen. Man offeriert uns hier eine recht breite Mischung und hat sich selbst bei allen Tracks eine längere Spielzeit eingeräumt als man es von sonstigen Alben gewohnt ist. So spielt und kokettiert man hier kreuz und quer und lässt immer wieder wütende, deutlich flottere Ausbrüche zum Vorschein, welche man durch infernale Doomriffs unterbricht. Sehr schleppend und nordisch geht es nun über zu „The River’s Rage“. Vor allem gewisse Parallelen zu alten Bathory Sachen sind hier nicht zu leugnen, wobei man hier deutlich räudiger daher kommt. Was auch am sehr rauen Organ des Fronters liegt, der wie ein Köter ins Mikro bellt und von seinen Mannen im besten, nordischen Doom Stil begleitet wird. Im Mittelteil geht es sehr heroisch zu und zum Ende hin wird dann noch mal etwas Dampf gemacht. Ruhig und melancholisch, mit Meeresrauschen ist nun die Einführung zum Song „A Dark Burial“. Mit einem Donnerschlag wird nun nach etwa einer Minute der aufwühlende Part eingeläutet. Doch auch hier verlässt man dreckig, schleppende Gefilde nicht und somit bekommen wir einen Song der sehr viel Düsternis versprüht und auch ordentlich runter zieht. Wer solche Momente manchmal braucht, für den ist dieser Track genau das Richtige. Nahtlos leitet man nun zur längsten Nummer des Albums über. Selbige nennt sich „A Mourners Kiss“ und wird mit herrlichster Doomgitarrenarbeit eröffnet und auf der etwas flotteren Variante wird auch weiterhin festgehalten. Nach und nach gibt es noch einige Temposchübe die sehr verhalten immer mehr Oberwasser bekommen. Somit sei man auch nicht abgehalten zu den Klängen sein wallendes Haar zu schütteln. Eisig und düster ist auch hier das Erfolgsrezept und wer auf Tracks mit einer breiten Düstermarke steht der ist hier genau richtig. Die Norweger haben hier ihre eignes Düster/Doom Monumentalwerk auf das Album gestellt und dies sollte man bei voller Lautstärke genießen. Zum Ende hin gibt es wieder etwas für die tiefgründige Seele und dabei wird man durch den Soundklang dieses Opus ordentlich nach unten gezogen. Gut fröhlicher wird es auch mit „In Darkness I Sigh“ nicht, wobei man aber hier etwas flotter zu Werke geht und diese Korrektur etwas mehr fürs geneigte Bangen ausgerichtet wurde. Das Gebräu aus bretternden, harten und doomigen Momenten wurde nahtlos mit einer Soundbrücke verbunden und weis mit viel eisigem Charme zu bezaubern. Als Abschluss gibt es nun noch „Ouroboros“ das sehr verhalten und mit vielen progressiven Soundspielereien wird uns hier eine Einleitung geboten bei der man sich sehr experimentierfreudig zeigt. Vor allem durch gewisse Arrangements wirkt das Ganze sehr orientalisch, bevor man nach etwa 1:30 Minuten mehr druck macht. Dennoch die Versuchstaktik wird weiterhin vollends ausgereizt, auch wenn man dies deutlich temporeicher durchführt. Dadurch wurde ein sehr langes Instrumental auf den Silberling gepackt, wo sich die Norweger vom Experimentellen her vollends ausleben. Für meinen Teil etwas zu überladen und auch kann ich persönlich mit so langen Instrumentalstücken nicht viel anfangen, aber wem es gefällt der kann sich hier ordentlich beschallen lassen.

Fazit: Gutes Düstermaterial für die dunklen Gefühle was uns hier beschert wird. Dennoch das Material ist eher für jene Personengruppe geschaffen, die mit fröhlichen Arrangements nicht viel anfangen kann.

Tracklist:

01. Curse The Souls 09:44
02. The River’s Rage 05:25
03. A Dark Burial 07:58
04. A Mourners Kiss 11:43
05. In Darkness I Sigh 06:30
06. Ouroboros 04:33

Besetzung:

Adam Suleiman (drums)
Rolv-Erik „8-Ball“ Berge (guit)
Kenneth „Ripper“ Olsen (voc)
Ørjan „Hjarandr“ Setvik (bass)
Gjermund (session guit)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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