Band: Tengger Cavalry
Titel: Blood Sacrifice Shaman
Label: Metal Hell Records
VÖ: 17.07.15
Genre: Pagan Folk Black Metal
Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Die Kavallerie reitet wieder, seit meiner Feuertaufe mit Tengger Cavalry war ich immer Feuer und Flamme, wenn es etwas Musikalisches aus China mit dieser Truppe gab. „Blood Sacrifice Shaman“ ist aber nicht ein neues Album, sondern der Re-Records ihres Debüst. Gut das kenne ich gar nicht und so erfreue ich mich durchaus und man kann diesen Rundling als neues Werk gelten lassen. Die Burschen stehen und standen immer für einen gewaltigen Schuss aus dem Folk Metal. Nun gut die nicht unbedingt massentauglichen, folkloristischen Instrumente mögen zwar hier durchaus behilflich gewesen sein, das man nicht einfach den skandinavischen Kollegen nacheiert, aber eben diese so einzusetzen und dann auch noch einen gewaltigen Metal-Klangteppich daraus zu knüpfen, dazu braucht es schon ein gutes Händchen. Das haben die Steppenmetaller auch und somit preschen die Burschen mit ihrem neu aufgelegten Debüt hervor, wie Atilla und seine Hunnen bzw. Dschingis Khan. Die Untermalung mag zwar im Gegensatz zu den Nachfolgealben etwas ungehobelter wirken und den Großteil zeigt die Truppe einen sehr dunkel angehauchten Sound, doch dabei polieren uns die Chinesen amtlich die Fresse. Man hat sehr wohl seine Klasse und alleine schon die übereifrigen, rasanten Parts reißen mit, aber und da hinkt man doch den anderen Silberlingen die gefolgt waren etwas hinten nach, man konzentriert sich zu stark auf das schlagende, flinke Gebretter, sodass man schier den roten Faden verliert. Keine Frage auch mit dem neuaufgenommenen Debüt der Chinesen gibt es einen tollen Folk Metal Output, welcher aber aufgrund der zu preschenden Parts und Rhythmen schlussendlich doch zu einem Kraftakt beim Hören wird. Hoffe nicht, dass man sich dies als Hauptaugenschein für seine kommenden Releases nimmt, denn die Formation hat mit „Ancient Call“ und „The Expedition“ superbe Meisterwerke vorgelegt, wo die Mixtur deutlich besser zur Geltung kam. Der Re-Release sollte dennoch in keiner Sammlung der Fans dieser Band fehlen, denn das Debüt wurde mit einem satten Sound aufgenommen und birgt gute Soundideen, welcher aber auf die Dauer zu schretternd und bretternd umgesetzt wurden.

Fazit: Der Re-Release kann sich durchaus sehen lassen. Wurde das Debüt damals vom Fronter im Alleingang eingespielt, so zeigt es sich anno 2015 sehr harmonisch. Die zu wilde Raserei und das Fehlen der ursprünglichen Vocals ist doch etwas schade und somit leider nicht der komplette Burner, was sie ja bis dato bei uns immer waren.

Tracklist:

01. Soyombo (Hymn Of The Mongolian Totem)
02. Tengger Cavalry
03. Horseman
04. Rootless
05. The Wolf Ritual
06. The Native
07. Blood Sacrifice Shaman
08. Hero
09. Spirits
10. Tengger Cavalry (2009)
11. Blood Sacrifice Shaman (2009)

Besetzung:

Mural (dombra)
Hasi (mornin khuur)
Nature Zhang (voc & guit)
Wang Wei (bass)
Ding Kai (drums)
Wang Xin (mornin khuur)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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