Band: The Last Warning
Titel: Elegance Of Bloodiness
Label: 7Hard Records
VÖ: 2009
Spielart: Metalcore/Melodic Death
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Mit dem dritten Streich steht die Obdacher Metal Institution The Last Warning nun auf der Matte und serviert uns mit „Elegance Of Bloodiness“ eine melodische Death/Thrash Mixtur der etwas moderneren Art. Während viele Bands versuchen zu Core lastig zu klingen, weisen diese Steirer Metaller mit einem gemäßigten und gut gediegenen Einfluss auf. Ronald Sattler (guit & voc), Markus Zuber (drums), Stefan Reiter (bass), Stefan Lanz (guit) und Hans Jürgen Moitzi (voc) haben ihren dritten Silberling via 7Hard Records auf den Markt gebracht und diese Jungs sind eine weitere Bereicherung in der Metal Landschaft unserer Alpenrepublik.

Eröffnet wird er Reigen mit „The Rising“ welches zwar im Grundprinzip sehr melodisch durch die Boxen dröhnt, doch durch den sehr rohen Gesang des Fronters klingt man deutlich ungeschliffener und nicht zu glatt poliert. Auch der Rhythmus wird stät neu nachjustiert und so gibt es hier einiges fürs Gehör. Auf der einen Seite saubere Melodien und auf der anderen wieder bretternde, dunkle Härte welche man astrein miteinander verbindet. Etwas kantiger und deutlich speediger schiebt man gleich im Anschluss ohne Aufsehen „We All Are Murderer“ nach. Gutes wildes Geschmetter, welches eine gute Symbiose zwischen alten Thrash Traditionen und modernen Core Elementen ist. Dadurch kann man durchaus Generationen verbinden bzw. versöhnlich stimmen. So können alle Altersgruppen hier vereint die Rübe schütteln und zum wilden Spiel wird das für einige schmerzende Nackenmuskulaturen sorgen. Die wilde Karussell Fahrt wird zwar bei der Einleitung von „Lash“ etwas gebremst, doch bereits nach etlichen Sekunden wird erneut Schwung genommen und es geht auch schon wieder speedig weiter. Roh, wild und ungeschliffen ackert hier die Truppe und das mit viel Groove im Gepäck, welcher mit wilden Explosionen gezündet wird und nur durch viele satte Gitarrenmelodien gelöscht wird. Tolle Fusion von rauem groove und satten Melodien. Mit sägenden Riffs wird nun „Buried Alive“ eingeläutet, bei dem erst einmal viel dunkle, gemäßigtere Klänge als Eröffnung dienen. Nach etwa 40 Sekunden wird aber auf das gemäßigte Spiel gepfiffen und die Styrian Metaller preschen wieder mit einem guten Bretterspiel und liefern quer durch die Bank viel Abwechslung, was auch am stäten Gesang liegt, denn man brüllt hier nicht nur sinnlos in der Gegend rum, sondern verfeinert den Song mit schönen klaren Gesangspassagen. Wie ein Blitzgewitter geht es nun mit „Collapse“ weiter, welches deutlich melodiöser ausgefallen ist. Was auch an vielen Gitarrenmelodien liegt die man uns hier im satten Soundkleid präsentiert. Lediglich der Fronter pfeift hier auf Melodie und brüllt sich hier einen Ast ab, obwohl er auch hier zeigt dass er durchaus in der Lage ist, mit starkem klaren Gesang zu überzeugen. Sehr variabel was uns hier von ihm gezeigt wird. Zwar katapultiert er seine Mannschaft mit den Brüllorgien in den rauen, bretternden Bereich, doch dominant bekommen viele Melodieparts und Passagen immer wieder die Oberhand. Sattes Soundgebräu was uns hier beschert wird und durch die Soundvielfalt entpuppt sich der Song zu meinem ganz persönlichen Favoriten auf diesem Machwerk. Ein kurzes Intermezzo wird uns mit „Interlude“ geliefert. Ein schönes klassisches Klavierstück welches uns hier als Ruhepause gegönnt wird. Doch schon gehen die Steirer Burschen mit den Pferden durch und knallen uns „When Angels Fall“ vor den Latz, welches ein sehr ungeschliffener Härtebolzen ist. Die Melodielinien kommen zwar dezent zum Einsatz, doch weites gehend regieren hier bretternde, brachiale Klänge, die mit viel Groove gespickt wurden. Beim darauf folgenden „Drive Far Away“ steht aber wieder mehr Melodie im Vordergrund, auch wenn hier ordentlich im rauen Bretterstil gezockt wird. Schöne Mixtur aus brachialer Härte und tollen Melodien die man uns hier ins Gehör drückt. Stäte Kurswechsel im Tempobereich erweitern das Klangbild und setzen dem ganzen noch die Krone auf. Zu Beginn von „Dark Rock Song“ wird erst einmal eine doomige, melodische Breitseite geliefert, bevor eine Initialzündung erfolgt und man wider im wilden, galoppierenden Stil dahin schrettert was das Zeug hergibt, vor allem viel traditionelle Thrash Gitarrenfragmente versprechen für den besonderen Hörgenuss. Die Unterbrechung wird uns hier von etlichen stampfenden Parts offeriert, bevor man wieder ordentlich auf die Tube drückt. Mit „Discredit“ knüpft man nahtlos am Vorgänger an und ackert erst einmal im selben Fährwasser und dies wird auch nur durch kleine Nuancen verlassen. Dennoch nach etlichen Sekunden wird es deutlich rauer und dunkler. Der Melodieanteil harmoniert ein weiteres Mal sehr gut mit vielen brachialen Rhythmuselementen und alles in allem heißt es auch hier: Liebe Metalgemeinde let’s bang our head until everything hurts!!!!! Die deutliche Bremse wurde beim darauf folgenden „Life Screws Us All“ gezogen. Mit einem rauen, mittleren Bretterspiel wird hier aufgewartet, wobei klare Melodielinien hier deutlich ins Hintertreffen geraten sind. Dadurch wirkt hier alles rauer, roher und ungeschliffener. Zum Schluss gibt es erneut ein sehr melodisches Stück mit viel Tempo und rotzigem Thrashflair im Blut. „Confrontation“ ist eine gute Moshpitnummer zu der man ordentlich abgehen kann. Kurze Melodiehalte werden genutzt, um uns satte Gitarrenmelodien aufs Auge zu drücken, bevor man wieder zur wilden Rauferei im Pit bittet.

Fazit: Sehr geil was uns hier aus der Steiermark geboten wird und uns einmal mehr im Gedanken bestärkt das die steirischen Bands viel Eisen zum Frühstück essen, wie erklärt man sich sonst diese hülle an qualitativen Bands. Superber Death Thrash Happen mit viel Melodie und modernen Elementen gespickt. Wer auf Bands wie Trashcanned und so weiter steht wird hier ein weiteres Mitglied in der Familie wieder finden. Da bleibt mir nur zu sagen: Support the Austrian Metal League.

Tracklist:

01. The Rising 04:02
02. We All Are Murderer 03:06
03. Lash 04:12
04. Buried Alive 03:45
05. Collapse 03:43
06. Interlude 01:00
07. When Angels Fall 03:40
08. Drive Far Away 03:39
09. Dark Rock Song 03:58
10. Discredit 03:42
11. Life Screws Us All 04:19
12. Confrontation 04:21

Besetzung:

Ronald Sattler (guit & voc)
Markus Zuber (drums)
Stefan Reiter (bass)
Stefan Lanz (guit)
Hans Jürgen Moitzi (voc)

Internet:

The Last Warning Website

The Last Warning @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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