Band: The Order Of Apollyon
Titel: The Flesh
Label: Listenable Records
VÖ: 2010
Spielart: Black/Death Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Metal Made in Belgium wird ja immer populärer. Seit sich Aborted und Konsorten aufgemacht haben im Handstreich das restliche Europa für Furore zu sorgen, schicken sich immer mehr Bands aus dem Land der Schokolade und des Chemo Biers an die Metal Welt auf sich aufmerksam zu machen. Die heutige Band die ich euch vorstellen möchte nennt sich The Order Of Apollyon und ist bei Listenable Records unter Vertrag. Ehemalige Mitglieder bzw. noch Members von Aborted, Acerkocke und Cradle of Filth haben sich auf einen Haufen zusammen getan und haben nun ihr Debüt Werk „The Flesh“ aus dem Schmiedeofen gezogen. Das dabei die Einflüsse aller drei Bands sich sehr stark bemerkbar machen ist so klar wie das Amen im Gebet. B.S.T. (voc), James McIlroy (guit), Peter Benjamin (bass) und Daniel Wilding (drums) bieten eine Mischform die nicht unterschiedlicher sein könnte. Harte Bolzerei trifft auf tiefgründige Soundspielereien, wem dies gefällt kann bei der Truppe und ihrer Langrille nichts falsch machen.

Dezent im leichten Thriller Film Musik Flair eröffnet man das Eisen mit „God Speaks“. Weiters wird hier eine Aufmarschrichtung eingeschlagen die sehr wuchtig aus den Boxen knallt. Dazu versetzt man das Ganze noch mit leichtem Bombast Touch und fertig ist eine sehr wegbereitende Einleitung für die kommenden Tracks.

Recht witzig wenn eine belgische Truppe einen Song in Deutsch, wie beim folgenden „Ich bin das Licht“ einstanzt. Eine ordentlich, ratternde Maschinerie lässt man hier anlaufen und wie schon erwähnt ist das Mischverhältnis aus allen drei genannten Bands merklich erkennbar. Die Mannschaft bolzt und ackert sich hier mit einem brutalen Lächeln im Gesicht durchs Geschehen und immer wieder werden messerscharfe Breaks abgeliefert und mit reichlich anderen Ingredienzien erweitert. So kommt hier nicht nur die brutale Härte zum Tragen, nein auch viele groovige, als auch eisige Black Metal Blast Beats vereint man gekonnt mit dem eher in den Death Metal einzustufenden Sound. Komplettiert wird dies noch mit satten Melodiesolis, bevor man den Hörer wieder dominant in den Würgegriff nimmt und merklich herber weiter Stoff gibt was das Zeug hergibt.

„Word“ kommt nun ebenfalls etwas farbenbunter daher. Wohl aber wird das Tempo um einige Nuancen nach dem dunkel – melancholischen Start gesteigert. Eine wahre Nackenfräße pfeffert man uns hier um die Ohren. Auch legt man hier einen leichten Bombasttouch darüber, dieser ist aber stark in den Hintergrund gestellt worden und dient nur zur Untermalung. Somit kredenzt man uns eine weitere Runde in Sachen bretternde Härte, zu der man seine Rübe ordentlich durchschütteln kann.

Mit mehr Groove im Gepäck schickt man nun „Never“ ins Gefecht. Das Death Metal lastige Spiel erinnert mich persönlich sehr stark an Kataklysm, was eindeutig am Gitarrenspiel liegt. Doch schlicht und einfach ein Gebretter zu bieten ist den Belgiern zu wieder und so wird der Track ein weiteres Mal reichlich ausgeschmückt und mit vielen Erweiterungen versehen. Die Tempowechsel sind hier etwas abrupter ausgefallen und so kommt einem das Ganze wie eine Berg und Talfahrt vor. Vor allem der tiefgründige Sound, der streckenweise etwas Doom lastiger ausgefallen ist sei hier ganz besonders hervor gehoben.

Zackiger und wesentlich straighter geht die Karussell Fahrt mit „Fifth“ weiter. Auch hier kommt ein guter Groove Schöpfer in die Soundsuppe und das weiß zu gefallen. Immer wieder wird zwischen Death und Black Metal hin und her gewechselt und somit dürfte das Ganze beide Genre Fans begeistern können. Ruckartige Wechsel stehen auch hier im Vordergrund, dennoch findet man sich recht schnell bei all diesen zurecht und kann der Linie im Stück sehr gut folgen.

Der Nachfolger „White Dust“ prescht nun mit einer mehr galoppierenden Schlagseite daher. Etwas simpler und straighter ist hier die Mischung ausgefallen. Verspieltheit findet man hier weniger, dafür aber pure, messerscharfe Härte die ihren Angriff auf unsere Nackenmuskulatur startet.

Vehement mündet der Vorgänger ins nun folgende „Four Beasts“. Etwas langatmiger wird hier der Start vollzogen. Doch lange brauchen wir auch hier nicht auf reinrassiges Brettergebolze warten. Sehr adrett vereint man hier die Einflüsse aus dem Death als auch Black Metal Bereich sehr ausgewogen und knallt uns diese mit einer Wucht in die Fresse.

Mit „Flesh Of Yhvh“ drücken die Manneken noch mehr auf die Tube. Eindeutig regieren hier die Black Metal Blast Beats den Rhythmus. Doch auch der Death Metal Einfluss kommt nicht zu kurz, auch wenn er etwas mehr ins Hintertreffen gerät.

Eine düstere Soundeinleitung als Ruhephase und Stimmungsmacher beschert man uns nun bei „Ex – Voto“. Nach gut einigen Sekunden wird klar dass es sich hier um einen reinrassigen Stimmungsmacher handelt und man fast 4 Minuten ein Soundepos als Abwechslung offeriert das viel her gibt.

Zum Schluss knallt man uns nun „L’Orgueil“ vor den Latz, welches mit einem doomigen Mörderriff begonnen wird. Ganz behutsam führt man uns in die Verabschiedung ein, nach gut einer Minute ist aber dann auch schon wieder Schluss mit Lustig und harsche Riffs und bretternde Rhythmik bläst man uns mit viel Tempo um die Köppe. Noch einmal zieht die Truppe alle Register um uns den finalen Todesstoß zu versetzen.

Fazit: Tolle Mischform die zu gefallen weiß. Death und Black Fans gleichermaßen werden hier bedient. Gesetz dem Fall das man mit der Mischung sein Auslangen hat. Wer sich angesprochen fühlt kann sich das Album getrost zulegen.

Tracklist:

01. God Speaks
02. Ich bin das Licht
03. Word
04. Never
05. Fifth
06. White Dust
07. Four Beasts
08. Flesh Of Yhvh
09. Ex – Voto
10. L’Orgueil

Besetzung:

B.S.T. (voc)
James McIlroy (guit)
Peter Benjamin (bass)
Daniel Wilding (drums)

Internet:

The Order of Apollyon @ MySpace

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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