Band: Vallenfyre
Titel: Splinters
Label: Century Media
VÖ: 2014
Genre: Doom / Death Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Lex

Mit „Splinters“ liegt das Zweitwerk der Mannen um Greg Mackintosh vor, seines Zeichens als Gründungsmitglied von Paradise Lost bekannt. Auch die anderen Mitglieder zocken nicht gerade in unbekannten Kapellen. Aber bevor ich mit der tausendsten Ausführung über die Entstehungsgeschichte des Projekts und Referenzen der Mitstreiter frustrierte Gähn-Anfälle auslöse, gleich weiter mit der aktuellen Langrille. Gleich vorweg folgende Anmerkung: Paradise Lost waren noch nie mein Bier und das Debut von Vallenfyre ist mir ebenfalls unbekannt.

Das vorliegende Werk „Splinters“ jedenfalls lava-walzt sich überwiegend death-doomig durch die Old School Botanik des Extrem Metal, in der einst keltische Frostbäume, bathorische Schlachtblüten und dergleichen gediehen. Der Doom wird glücklicherweise durch einen gewissen Groove und kantige Riffs getragen sowie durch die markanten, erdigen als auch überwiegend verständlichen Growls von Mackintosh spannender gemacht. Gelegentlich gibt man sich dem Old School Grind hin, so geschehen beim Opener „Scabs“ (ab etwa 45 sec) und auch bei „Instinct Slaughter“.

Man muss schon ein gewisses Ohr für solche langsam walzenden Eisenpanzer haben, wie sie Vallenfyre hier bieten. Mir ist das eine angenehme Abwechslung zum sterilen Hochglanz-Riffing mit Designer-Geröhre, das man sonst oft im extremen Bereich geboten bekommt.

Ein gutes bis sehr gutes, kauziges Album im waldschratigen Langsam-Röhr-Todesbereich mit Dauerrotationsqualitäten. Geeignet für erfahrene, dreckige Metal Soldiers, die ihren Job ernst nehmen und einen längeren Aufenthalt in solch einem Schützengraben auch auf sich nehmen. Die kommen dann mit neuen Heldenliedern aus der Schlacht von Splinters zurück.

Tracklist:

01. Scabs
02. Bereft
03. Instinct Slaughter
04. Odious Bliss
05. Savages Arise
06. Aghast
07. The Wolves Of Sin
08. Cattle
09. Dragged To Gehenna
10. Thirst For Extinction
11. Splinters

Besetzung:

Greg Mackintosh (Vocals, Guitars)
Hamish Glencross (Guitars)
Scoot (Bass)
Adrian Erlandsson (Drums)

Internet:

Vallenfyre Website

Vallenfyre @ Facebook

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Wenn mir irgendwas von Manowar nicht gefällt, konsumiere ich es solange, bis ich endlich nach mehreren Durchläufen erkenne, welche Großtat die New Yorker wieder geleistet haben. Leider habe ich diese Geduld nicht bei anderen Bands, tut mir leid für euch.

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