Band: W.I.L.D. 
Titel: Purgatorius
Label: Overpowered Records/Cargo
VÖ: 28.07.17
Genre: Death/Thrash Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

WILD - Purgatorius album artwork, WILD - Purgatorius album cover, WILD - Purgatorius cover artwork, WILD - Purgatorius cd coverErneut ein Stück Edelstahl als dem Land der G’schtis. Genauer gesagt aus Lille im Bereich Nord-Pas-de-Calais. Ein schönes Stück Erde, welches des Weiteren ebenfalls einige gute Bands vorzuweisen hatte, zumindest in der jüngsten Vergangenheit. W.I.L.D. zelebrieren seit 2011 eine gut durchdachte Mischung des Death/Thrash Metal. Der Debütschlag „Agony of Indecision“ ging dabei leider unter und somit ist für viele Kollegen, so wie für mich das Langeisen „Purgatorius“ das erste Stell dich ein mit den Franzosen.

Ihre Auftritte mit Größen wie No Return, Yyrkoon, Textures, Dagoba und Black Bomb A hat man zwangsläufig verinnerlicht. Keine Frage, dass man nicht die Anbiederung auspackt, wohl im Kontrast dazu etliche Einflüsse, welche im Sound der neuen Platte Einzug gehalten haben. Die Einleitung mag noch einigermaßen Irreführend sein, da hier Ruhe ausgestrahlt wird, jedoch ziehen die Gewitterwolken bereits im Hintergrund auf. Der Ausbruch ist dann umso harscher und die Jungs prügeln sich mit viel Kraft und ungestümer Härte den Weg frei.

Das Mischkonzept in Sachen Death/Thrash Metal ist nicht nur ausgezeichnet, nein mit vielen Zusätzen, sogar kleineren diabolischen Melodieeinlagen werden alle Register gezogen. Den Rock ’n‘ Roll Anteil, welcher im Beipackzettel angemerkt wird konnte ich für meinen Teil nicht finden. Ist im vorliegenden Falle nicht schlimm, und zwar, weil die Nordfranzosen eine gute abgeschmeckte Mischform des Genres auf weißen, mit enormen Erweiterungen auf. Somit eine kurze Suche nach etwas was sich nicht erschließen will, dafür dann mit anderen Neuentdeckungen im Death/Thrash Genre.

Die Soundexperimente sind uneingeschränkt kurz, hingegen umso massiver eingefädelt worden und man zeugt von einer gekonnt durchdachten Spieltechnik im Härtebreich. Geprügelt wird schon, wenn, dann wie im vorliegenden Falle mit viel Stil. Das macht richtiggehend Laune sein Haupt bis zum Exzess mitzubeuteln. Die Dominanz wird von Song zu Song abgewechselt, mal ist der Death vordergründiger, mal zur Abwechslung der Thrash Metal. Besonders bei letztgenannten Einfluss offerieren die Burschen ein eher Old School lastiges Spiel. Die Genossen des Metal seien versichert, es handelt sich hierbei nicht um eine altbackene Sache, nämlich durch das ausgeklügelte Mischkonzept beweist man viel Einfallsreichtum einzelne Generationen des Death und Thrash Metal zu vereinen. Gut abgeschmeckt serviert man einen brillanten Konsens in Sachen Mix-Metal des Härtestahls.

Da kommt wirklich was Heißes aus dem idyllischen Landstrich der G’schtis auf uns zu und diesem Mischkonzept sollte man sich als Genre Fan nicht verschließen, denn die Burschen haben einen mächtigen Langstreich vorzuweisen. Kein tausendmal durchgekautes Mischverhältnis, sondern ein Gebräu das mit einem hauseigenen Rezept ordentlich brodelt.

Technik, sowie pure Härte alle Einflüsse und Techniken wurden von W.I.L.D. auf „Purgatorius“ zu einem facettenreichen Härteschlag vermischt.

Fazit: Eine enorm aufstrebende Death/Thrash Combo, welche mit dem Zweitwerk eine Lawine des Jubels und Bangen auslöst.

Tracklist:

01. A Beginning That Isn’t One
02. Drugs by Way of Food
03. Purgatorius
04. Washout
05. The Cave
06. Trapped
07. The Blind Man
08. A Painful Past
09. Holy Grail
10. A Ray of Hope
11. An End That Isn’t One

Besetzung:

Jérôme Thilly (voc)
Fred Patalas (guit)
Mat Chiarello (guit)
Thomas Verdonck (bass)
Thomas Patalas (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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