Watch Me Bleed – Souldrinker

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Published on Oktober 23, 2009 with No Comments

Band: Watch Me Bleed
Titel: Souldrinker

Label: Silverwolf Productions
VÖ: 2009
Genre: Death/Thrash/Groove Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Watch Me Bleed nennt sich die deutsch – österreichische Fusion, welche sich aus ehemaligen Mitstreitern Namhafter Bands wie z.B. Symphorce, Chinchilla, Inzest und so weiter zusammen setzt. Der erste Langstreich von Chris Rodens (screams & whispers), Maggo Wenzel (growls & grunts), Markus Pohl (guit), Michael Vetter (bass) und Steffen Theurer (drums) „Souldrinker“ ist zwar schon seit einiger Zeit veröffentlicht, doch erst jetzt kam er in unsere Ecke um genauer durchgehört zu werden. Vorab möchten wir euch einen Einblick ins Album geben, mit einem kleinen Wink das schon fleißig am Nachfolgealbum gearbeitet wird. Was erwartet einen bei einer Zusammenarbeit welche eine Kombination von Musikern doch total unterschiedlicher Metal Stile beinhaltet. Nun ja kurz und bündig erklärt Messerscharf auf der einen Seite, melodisch auf der anderen, komplettiert wird dies noch viel Power im Rhythmus. Live als auch auf dem Silberling kann man seine Rübe ordentlich rotieren lassen, davon konnten wir uns selbst schon überzeugen.

„Rise“ kracht in einer Mischform daher die einem den lechzenden Sabber im Mund runter laufen lässt. Guter Brettersound trifft vehement auf eine gute Melodienunterwanderung. Die Duettvocals sind einfach eine gute Kombination. Auch vom rhythmischen weiß man mit einigen Geschützen aufzufahren. So ergibt sich ein Wechselspiel von dem man aber nicht überfahren wird, nein vielmehr hat man es geschafft eine gut zu folgende, breite Straße daraus zu pflastern.

Im Aufmarschtakt startet nun „Bloodred Rain“, welches eher in die wütendere Ecke driftet. Melodie wird zwar weiterhin zu Hauf verwerkt. Allerdings werden diese etwas zarter im Gesamtbild wieder gespiegelt. Vielmehr wird bei der Folgenummer auf eine kernig – groovige Kombination geachtet, welche durch dunkel – sachte Breaks unterbrochen wird. Auch so ergibt sich eine eher schärfere Spielweise die einem die Rübe bei voller Lautstärke weg knallt.

Etwas thrashiger geht es nun mit „SixSixSeven“ weiter. Guter Brettersound der uns in das Stück hinein geleitet. Auch bei der Weiterführung macht man vermehrt von dieser Technik Gebrauch. Verwässert wird dies durch einige Grooveinlagen. Wut und Hass haben sich bei den Musikern wohl lange aufgestaut und vor allem die Fronterfraktion lässt diesen freien Lauf. Abgerundet werden diese Hasstiraden durch sanftere Melodieschübe. Somit geleitet man uns von einem Wutpart sanft in den nächsten. Toller Kraftbolzen zu dem man aufgrund der dezenteren Tempoausrichtung gemächlicher mitwippen kann.

Klarer als auch flotter schiebt man uns nun „Where Darkness Hides“ in den Rachen. Deutlich Death, aber auch leicht Modern Thrash lastig kommt bei diesem Stück die Kombination daher. Kurze leichte, hymnische Breaks, mit melodischer Untermalung bilden immer wieder den Ausläufer, bevor erneut kräftig in die Saiten gegriffen wird.

Gemäßigter, mit leicht gezogener Bremse serviert man uns den Kraftstrotzenden Groover „The End of Everything“. Auch bei diesem Track rundet man die scharfen Ecken und Kanten mit sachteren Melodiebögen ab.

Von der Machart ähnlich kracht nun „Dead Sky, Black Sun“ daher. Prinzipiell wie schon erwähnt sind vergleichbare Strukturen erkennbar, allerdings kommt das Stück vorerst roher, rauer und ungeschliffener daher. Auch die ständigen Speedtempobreaks lenken alles stets in eine andere Richtung. Auch bei den Vocalbeiträgen zeigt sich das Duo deutlich schroffer. Rauer, endgeiler Abgehbolzen, mit leckeren Grooveabrundungen.

Zackiger, straighter und voll in die Fresse geht es mit „The Game is On“ weiter. Gute Abgehnummer, mit leichten Melodieeinlagen. Quer durch die Palette wird aber vermehrt der Tempopegel stark nach oben gehalten. Auch einige Circle Pit Einflüsse wurden gekonnt ins Gebräu drunter gemischt. Pressgenau und atemberaubend verprügelt man uns mit diesem Track recht ordentlich.

„Burn Down Hope“ ist zwar was das Tempo betrifft etwas mehr das Gegenteil, doch weiterhin baut man auf einen schroffen, rauen Härteeinfluss den man in guter Kombination mit einigen Melodiebeilagen komplettiert hat.

Im etwas klareren Spielgewässer kehrt man mit „All Red Roses Die“ zurück. Vor allem der Start ist von einer satten Melodieeinlage gesegnet. Den Spieß dreht man im Sekundentakt hin und her. Einmal zeigt sich die Truppe härter und schon findet man sich in doch wieder melodisch lastigen Ecken wieder. Vor allem die satten Solieinlagen hinterlassen einen sehr bemerkenswerten Wiedererkennungswert.

Mit „Jackhammer“ bietet man uns erneute, kräftige Abgehnummer, mit viel Tempo im Rücken. Doch auch gemäßigtere Wutbreaks erschließen sich einem durch die Palette.

Hymnisch wird der Rausschmeißer „The Bleeding Chalice“ begonnen. Doch die Weiterführung ist von einer erneuten Kurskorrektur gesegnet. Etwas erinnert mich das Stück wie eine raue, harte Version vonBrainstorm. Coole Mischform die man ans Ende gestellt hat und sich nach mehreren Durchläufen zu meinem absoluten Favoriten entwickelt hat. Farbenprächtig und Wechselhaft, trotzdem wird eine klare Linie gefahren der man nur zu gern folgt.

Fazit: Wer auf eine Mischung aus Härte, Power und Melodie liebt, dabei auch nicht an allerlei Grooveinlagen verzichten möchte der ist bei Watch Me Bleed genau richtig.

Tracklist:

01. Rise 04:29
02. Bloodred Rain 03:53
03. SixSixSeven 03:48
04. Where Darkness Hides 03:58
05. The End of Everything 04:00
06. Dead Sky, Black Sun 04:26
07. The Game is On 03:33
08. Burn Down Hope 04:17
09. All Red Roses Die 03:03
10. Jackhammer 02:59
11. The Bleeding Chalice 07:14

Besetzung:

Chris Rodens (screams & whispers)
Maggo Wenzel (growls & grunts)
Markus Pohl (guit)
Michael Vetter (bass)
Steffen Theurer (drums)

Internet:

Watch Me Bleed Website

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About Robert

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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