Band: Wildside
Titel: Speed Devil
Label: Escape Music
VÖ: 2010
Genre: Melodic Hard Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Ex-Pagan’s Mind Schlagwerker Thorstein Aaby scharrte 2005 eine neue Truppe um sich. Selbige benannte man mit Wild Side. Im Gegensatz zu den ehemaligen Kollegen vollzieht aber der Ex nun mit seinen Kollegen auf dem Album „Speed Devil“ eine Rockschiene, die man wirklich dem Titel entsprechend mit einem flotten Tempo eingestanzt hat. Joachim Berntsen (voc), Tom Grana (guit), Jon Aarseth (guit), Stian Stensrud (bass) und Ronni Arntzen (drums) stehen am 21.05.2010 auf der Matte mit einem knackigen Silberling im Gepäck die vor allem Freunde der rassigen Rockkunst der Spätachtziger erfreuen wird.

Ein bedrohliches – bombastisches Intro hat man an den Beginn mit „Paranoia Circus“ gestellt. Genau was der Titel aussagt schallt hier sehr kräftig. Etwas psychodel aber sehr interessant.

Sehr speedig und mit viel Feuer walzt man mit „Live Forever“ alles Platt. Sehr amerikanisch orientierter Rocker den man uns hier vorsetzt. Klare Gesanglinien vereint man mit einem sägenden Gitarrenbrett. An und ab unterbricht man dieses flotte Spiel, vor allem in den Refrainpassagen und dabei lässt man reichlich Chorgesänge schallen.

„Mine Tonight“ wird mit einem Basssolo eingeläutet. Auch der Rockfaktor schnellt ganz steil ohne Zuckungen nach oben. Etwas melodischer ist das Stück allerdings ausgefallen und verdrängt so etwas mehr die sägenden, zackige Gitarrenarbeit. Vom Tempo her hält man sich auch etwas bedeckter. Gesanglich erinnert mich der Fronter etwas an eine bodenständigere Version des ehemaligen High Tension Fronters Armin Weishaar. Sehr wechselweise wird uns dieser Song zum Besten gegeben. Dabei bietet man hymnische, aber auch etwas verträumte Anleihen die man gekonnt aufeinander abgestimmt hat und dazu oftmals kräftiger durchstartet.

Straighter, kerniger, aber auch flotter geht es im Programm mit „Play With Me“ weiter. Quer durchs Beet pflügt die Mannschaft mit temporeicher Rockkunst die Soundlandschaft durch. Guter shakiger Rhythmus der hier mit viel Herzblut vorgetragen wird.

Ein dröhnender Soundklang dient bei „Need To Deliver“ als Einleitung. Auf diese baut man auf und zeigt sich vorerst etwas dunkler angehaucht. Doch auch im Gesamteindruck wird es gemächlicher, zwar nicht im romantischen Style aber doch merklich ruhiger.

Der Titel „Wild One“ sagt es schon aus und gleich vom Fleck weg gehen die Pferde mit den Jungs durch. Flotter Rocker den man uns hier zum Abgehen vorsetzt. Die klaren Soundausrichtung bestimmt hier die Richtung und zu dieser kann man sein Haupt sehr gut durchschütteln. Im Old School Style wird uns dies präsentiert und das wird vor allem ältere Fans der Spätachtzigerphase freuen wie ein Kleinkind vorm Christbaum.

Stampfender Rocksong steht nun mit „Eagle“ ins haus. Was zu Beginn sehr rau und geschliffen gestartet wurde, wird mit einem Ruck klarer. Dennoch hat man hier die Gitarren tiefer getrimmt eingesetzt was das Soundbild sehr wechselnd klingen lässt.

Mit mehr Wind im Rücken schlittert nun „Won’t Let U Go“ daher. Noch um einen Tick klarer, aber auch hymnischer hat man dieses Stück ausgerichtet. Zum Abhoten allemal tauglich.

Schleppender im Pferdetrab wird nun „Devil In Disguise“ nachgeschoben. Gemächliche Rockkrunde die man dem Hörer an dieser Stelle gönnt. Kurze Chor verstärkte Passagen bereichern das Klangbild, aber vom Grundgedanken hat man fast alles eher simpler eingesetzt. Nicht stupide, aber einfacher halt.

Im Anschluss drückt man mit „Always Be Me“ wieder bedeutender die Tube. Zwar lässt man sich zu einigen verträumten Stopps hinreißen, wo es auch etwas hymnischer klingt, doch schon legt die Mannschaft wieder einen Zahn zu und geht dabei etwas mehr ab.

Balladeskes Gitarrenspiel gönnt man uns als Einführung von „Love For You“. Man bleibt auch in der Schmuseecke. Dabei musiziert die Truppe sehr herzhaft und liebevoll. Für Tagträumer und gemütliche Lebenslagen sehr passend.
Sehr Zahning wird das Album mit „Speed Devil“ abgerundet. Erdiger Hard Rock Song der bestens zum Abgehen gedacht ist. Flotte Rhythmen im treibenden Stil knallt man uns hier vor den Latz und zu diesen kann man sehr gut seine Rübe durchschütteln.

Fazit: Für alle Fans des Hard Rock der Spätachtziger ist das Album passend zu recht geschnitzt worden. Diesen kann man das Album sehr empfehlen.

Tracklist:

01 Paranoia Circus 0:50
02 Live Forever 4:19
03 Mine Tonight 4:46
04 Play With Me 3:46
05 Need To Deliver 3:50
06 Wild One 4:44
07 Eagle 3:45
08 Won’t Let U Go 3:37
09 Devil In Disguise 4:38
10 Always Be Me 3:24
11 Love For You 3:38
12 Speed Devil 4:24

Besetzung:

Joachim Berntsen (voc)
Tom Grana (guit)
Jon Aarseth (guit)
Stian Stensrud (bass)
Ronni Arntzen (drums)

Internet:

Wild Side Website

Wild Side @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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