Band: Wizard
Titel: Thor
Label: Massacre Records
VÖ: 2009
Genre: Epic Power Metal
Written by: Robert
Bewertung: 4/5

Man muss schon schmunzeln wie lange schon die German True Metaller Wizard getreu dem Motto „True Metal is our Law“ arbeiten. Sie sind ihren Roots stets treu geblieben und haben den authentischen Horizont trotz einiger düsterer und rauer Elemente nie aus den Augen gelassen. Somit steht nun Album Nummer acht bereit um die Kuttenträge in die nahegelegenen Plattenläden pilgern zu lassen um sich den achten Streich Namens „Thor“ zu krallen. Während andere Szenekollegen den Bogen deutlich überspannt haben, sind Sven D’Anna (voc), Dano Boland (guit), Michael Maass (guit), Volker Leson (bass) und Snoppi Denn (Sören van Heek) (drums) immer auf der Suche danach gewesen, neue Fans in ihren Reihen zu versammeln. Dies wird ihnen mit ihrem neuesten Machwerk sicher gelingen, denn wenn sogar unsere Rosi einem Power Metal Album was abgewinnen kann, dann muss es viele neue Massen an Fans rekrutieren können soviel ist schon mal sicher.

Die Einleitung erfolgt durch das recht flotte und sägende „Utgard (false games)“. Ein Track der viele Trademarks aus den 80ies durchblicken lässt. So sind einige Parallelen zu Priest, als auch Saxon erkennbar. Doch auch vom Gesang her hat man ein wenig von Hammerfall abgefärbt. Dennoch die Truppe in die Chor lastige Power Metal Ecke zu drängen wäre zu Einfach. Deutlich und viele düstere Elemente wurden hier in den Gesamtsound eingewoben. Doch für alle True Metaller, keine Angst man hält auch weiterhin den Banner stolz und kräftig hoch, nur viele düstere Arrangements wurden hier eingebaut, was sich im Gesamten sehr gut und etwas moderner anhört. Etwas fröhlicher, als auch heroischer geht es nun mit „Midgard’s Guardian“ weiter. Man mag es vielleicht nicht gerne hören, aber diese Formation ist schon sehr vom rhythmischen von den schwedischen Szenekollegen beeinflusst. Vor allem bei diesem Stück sind viele Eckpfeiler auszumachen. Anyway trotz alledem macht dieses Nummer sehr viel Spaß und verleitet unvermindert zum Fäuste recken und zum ordentlichen Abbangen. Stimmlich hat nun der gute Sven eigene Wege eingeschlagen, die wir von ihm seit „Son of Darkness“ gewohnt sind. Alles in allem macht diese flotte Hymne sehr viel Spaß und trotz der deutlichen Parallelen zu anderen Szenekollegen, können die Burschen viel Eigenpotential aufweisen. Sehr Speed Metal lastig galoppiert nun „Asgard“ aus den Boxen. Deutlich mehr Speed Metal Fragmente werden hier in den Vordergrund gerückt. Dadurch ist ihnen eine sehr gute Headbangernummer gelungen, aber auch die kurzen heroischen Ausbrecher machen viel Laune und verleiten zum lauten Mitgegröle. Sehr ruhig und beschaulich startet nun „Serpent’s Venom“. Tiefgründige und raue Vocals paaren sich hier mit einem ruhigeren theatralischen Sound. Der heroische Faktor wird hier sehr groß geschrieben und auch einige flottere Ausbrecher verhindern einen zu großen Kitschfaktor. Mit einer sehr ungewöhnlichen und modernen Soundeinleitung wird nun bei „Resurrection“ weiter gemacht. Danach gibt es aber bestes speediges Power Metal Kraftfutter zum Rübeschütteln bis der Nacken schmerzt. Vor allem die hämmernden Gitarrenlinien sind ein Ohrwurm für jeden, der auf eine superbe Mischung aus True und Power Metal steht. Um Ecken galoppierender und Midtempo lastiger dröhnt nun „The Visitor“ aus den Boxen. Hier handelt es sich um einen sehr Chor lastigen Track, der mich vor allem bei den Chorarrangements an ältere Blind Guardian Stücke erinnert. Doch deutlich rauer wird hier gewerkelt und nur eben der Refrain erinnert ein wenig an die Krefelder Metal Institution. Zackiger und temporeicher geht es nun über zu „What Would You Do?“. Einer sehr nordisch wirkenden, speedigen Power Metal Nummer mit viel Feuer unterm Hintern. Viele düstere Gesangslinien sind vor allem im Refrain Part eingebaut worden, die das Ganze etwas komplexer wirken lässt. Das längste Stück auf dem Output ist nun der zweite Part des Utgard Epos. Selbiger nennt sich „Utgard (The Beginning)“ und ist eine sehr monumentale Nummer mit vielen Ideen. Vor allem sehr gute Seitenarbeit, die hier etwas melodischer wirkt, als bei den übrigen Stücken. Deutlich stampfender wirkt diese Nummer und auch einige moderne Vocalverzerrungen machen das Stück recht farbenfroh. Sehr doomig und düster startet nun „Stolen Hammer“. Man erinnert mich ein wenig an alte Gassenhauer von Bathory. Doch hier wird deutlich flotter im Anschluss der Marsch geblasen und man donnert sehr flott daher und lädt zum ordentlichen Abbangen ein. Von der Machart sehr ähnlich ist nun „Lightning“ ausgefallen, nur die doomigen Einflüsse sind hier komplett außer acht gelassen worden. Der Abschluss erfolgt durch den stampfenden Track „Pounding In The Night“. Die Eröffnung ist vor allem durch die Chorgesänge sehr heroisch ausgefallen. Zum Ende hin hat man noch mal eine etwas gediegenere Midtemponummer gepackt. Hätte mir persönlich einen flotten, speedigen Abschluss gewünscht, aber auch dieses Heroische Midtempostück macht sehr viel Laune.

Fazit: Die Meckerer wird man auch 2009 nicht loswerden. Man sticht aus der breiten Masse raus, auch wenn man bei „Thor“ deutlich mehr und stärker erkennbare Eckpfeiler ausmachen kann, als bei den Vorgängeralben. Dennoch sehr gutes True/Power Metal Kraftfutter das in keiner Sammlung der Kuttenträger fehlen sollte.

Tracklist:

01. Utgard (false games)
02. Midgard’s Guardian
03. Asgard
04. Serpent’s Venom
05. Resurrection
06. The Visitor
07. What Would You Do?
08. Utgard (The Beginning)
09. Stolen Hammer
10. Lightning
11. Pounding In The Night

Besetzung:

Sven D’Anna (voc)
Dano Boland (guit)
Michael Maass (guit)
Volker Leson (bass)
Snoppi Denn (Sören van Heek) (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.