Band: Zeno Morf
Titel: Kingdom Of Ice
Label: Pure Steel Publishing
VÖ: 2014
Genre: Heavy Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Daniel

Da liest man des öfteren Geschichten von Promoschreiben die einen das Blaue vom Himmel versprechen und beim Hören ist die Entäuschung des Rezensenten dann natürlich umso größer. Im hier vorliegenden Fall könnt ihr vor Neid erblassen liebe Kollegen! Auf dem Beipackzettel wird unter anderem mit “ zwöf lupenreinen, unverfälschten Heavy Metal – Krachern bei denen kein überzeugter Headbanger enttäuscht wird “ mächtig gekleckert, zu meiner Überraschung wird auf dem angepriesenen Produkt dann aber auch ordentlich ran geklotzt. Nach einem instrumentalen Opener („Souls Of The Frozen Sun“) der auch auf Grave Diggers Excalibur – Album hätte stehen können stampfen mir beim ersten Track „Hammersquad“ in bester Accept – Manier tonnenschwere Riffsalven entgegen die, untermalt von fetten Chören und treibender Rhythmusarbeit, im Chorus ordentlich an Fahrt aufnehmen. Auch das groovende „Blackout“ fasziniert mit diesen Trademarks und grüßt vor allem bei den Vocals Chris Boltendahl und seine Mannen. Für die Stimme Erik Westerlunds ist eine melodische Version von Chris Boltendahl sowieso ein guter Vergleich, aber nicht das Ihr jetzt denkt hier wird fleißig abgekupfert: die Norweger können ihre Einflüsse gewiss nicht verleugnen, an Kingdom Of Ice begeistert aber vor allem die Art wie diese zu einem vollkommen eigenständigen Profil gemischt werden. Hier treffen die schnittigen Riffs früherer Grave Digger auf den über alles erhabenen Pomp von Accept und das Ganze wird in den Instrumentalpassagen mit großartigen Iron Maiden – Gedächtnisparts aufgelockert. Solche eingängigen Hymnen wie „Kingdom Of Ice“, die an die Glanztaten Running Wilds anknüpfenden „Home Of The Brave“ und „A Question Of Fate“, das mit Blastparts angereicherte „Coming Home“ und vor allem „Beetween The Twillight And The Dead“ schreiben momentan allenfalls Grand Magnus. Zeno Morf können einfach alles: neben den erwähnten Songs gibt es mit „Carved In Stone“ auch Doom der Marke Cathedral/Black Sabbath (dessen herrlich eingebundenes Iron Maiden – Zitat die Atmosphäre noch mehr verdichtet) und Melancholie al a Anathema (hier natürlich mit ordentlich Stromgitarre) mit „Lost“. Metalherz, was willst du mehr?

Mit ihrem dritten Werk werden Zeno Morf jeden begeistern dessen Herz für traditionellen Heavy Metal im Stil von Grave Digger und Accept schlägt! Kingdom Of Ice kann mit den erwähnten Szenegrößen locker mithalten, hat bis auf den als Bonustrack deklarierten Rausschmeißer „Uncle Sam“ nur Killer am Start sowie eine sehr gelungene Produktion. Die knallt nicht nur angemessen fett, sie ist auch schön transparent: hier klingen die Drums noch nach Drums und die Gitarren und der Bass stehen gleichberechtigt nebeneinander. Solche Veröffentlichungen bereichern die Szene und halten die beste Musik der Welt am Leben.

Tracklist:

01. Souls Of A Frozen Sun
02. Hammersquad
03. Blackout
04. Kingdom Of Ice
05. Carved In Stone
06. The Home Of The Brave
07. Beetween The Twilight And The Dead
08. Lost
09. A Question Of Faith
10. Coming Home                                                                                                                              11. Our Own Worst Enemy                                                                                                                 12. Uncle Sam

Besetzung:

Erik Westerlund (voc, guit)
Johnny Sorensen (guit)
Vidar As (bass)
Trygve André Tvedt (drums)

Internet:

Zeno Morf @ MySpace

Zeno Morf @ Twitter

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