„Thion“ das neueste Werk der deutschen Melodic Death/Thrasher Act of Creation ist in trockenen Tüchern. Durchaus ein guter Grund mehr über die Jungs und ihre Zukunftspläne zu erfahren.

Beginnen wird doch erst einmal mit der Vorstellungsrunde.

Uwe : Guude Robert ! Ich bin der Uwe – Mikrophon und Texte

.
Casi: Casi, Gitarre und Live 2.te Stimme.
Chris : Chris, RH & Lead Gitarre.
Mario: Ich bin der Mario und bediene den Bass.
Tim : Servus, Tim , Drums .

Nicht zu vergessen ist unser Maskottchen und imaginäres Bandmitglied Jordan, der die Studio Vocals
übernimmt.

Wie lange gibt es Euch bereits – auch in dieser Formation, Namen, weitere Bands, in denen Ihr tätig seid, usw…)!?

Tim: In dieser Formation gibt es uns noch nicht sehr lange. Casi ist Gründungsmitglied und macht mit Chris seit ca. 2 Jahren Musik. Letztes Jahr stieß Casis alter Weggefährte Uwe zu uns und vor einem halben Jahr Ich und Mario fast zeitgleich. Uwe,Mario und Casi kennen sich schon sehr lange aus der Vorgängerband E 605, sind also gute Freunde. Für frischen Wind haben ich und Chris dann gesorgt 🙂

Thion nennt sich euer neuestes Album. Wie lief der Songwritingprozess ab?

Casi: Meist habe ich eine ungefähre Vorstellung wie ein Song Stilistisch ausgerichtet sein sollte.
Ich lege dann das Grundgerüst mit Klicks und RH Gitarre und die anderen Ergänzen den Song durch ihre Einflüsse und Ideen.

Bei der Song Reihenfolge, auf CD und live, entscheiden wir zusammen durch welche Songanreihung ein gewisser Fluss entsteht.

Warum gab es eine 5 jährige Pause?

Casi : Da wir auf dem Land leben sind die wirklich guten Musiker sehr dünn gesät. Timo hatte Lay Down Rotten bedingt leider keine Zeit mehr für AOC, Kai hat ein Haus gekauft an dem sehr viel zu machen ist und ich habe die Meisterschule begonnen. Dadurch blieb mir leider neben Familie, Arbeit,Umbau und Schule keine Zeit mehr für die Musik. Da ich auch nie etwas halbherzig mache, lag die Band erstmal auf Eis.

Was sind aus Eurer Sicht die gravierenden Unterschiede zu den Vorgänger-Alben?

Chris : Thion ist deutlich atmosphärischer, düsterer und progressiver ausgefallen, was natürlich auch dem textlichen Konzept des Albums (Nach Eintritt des Todes) geschuldet ist.

Sind die Ideen ganz frische Songs oder sind auch Ansammlungen von früheren Songideen mit an Bord?

Uwe : Es sind einige ältere Ideen dabei, jedoch auch nagelneue. Zum Beispiel bei „Ewiger Frieden“ war schon seit Jahren klar, das der Song entstehen muss – dieses mal hat er zum Thema gepasst und wurde umgesetzt. Das gleiche gilt für Erde Brennt und Tagtraum sowie Ein kleines Dankeschön und – ach, die Ideen für fast alle Songs standen schon länger, blos das Thema von „Dämon“ ist aktuell hochgekommen, obwohl es ja schon immer Glaubenskriege gab und deswegen immer aktuell ist.

Hattet Ihr soundtechnisch eine bestimmte Marschrichtung vor Augen oder habt Ihr es „einfach fließen lassen?

Tim : Am Schlagzeug hatte man schon eine gewisse Richtung, an welche sich der Song anglich .
Einige Parts wurden im Studio noch spontan geändert.

Casi: Soundlich hatte ich eine feste Vorstellung wie unsere Songs klingen sollten. Der Sound sollte auf gar keinen Fall matschig und überkomprimiert werden sondern druckvoll und klar, so das man jedes einzelne Instrument ohne Probleme raushören kann und es trotzdem mächtig klingt.
Da wir alle Songs mi Bandeigenen Studio Vorproduzieren kamen wir unserer Vorstellung schon sehr nahe. Da wir auch immer mit den selben Leuten am Sound arbeiten ist eine gewisse Vertrautheit gegeben . Thilo und Eroc wissen meist wo wir hinwollen.

Was würdet Ihr behaupten, welche Bands oder Erlebnisse / Gegebenheiten haben auf euer Songwriting Einfluss genommen?

Tim: Für mich war es von Anfang an Slipknot mit Joey Jordison, der mich am Schlagzeug sehr geprägt hatte. Im laufe der Zeit kamen für mich auch viele spielerische Einflüsse aus dem DeathCore hinzu.

Casi : Musikalisch prägte uns natürlich der Speed/ Death/ Thrash aus den 80ern.
Da wir meist persönliche Themen in den Texten behandeln verwenden wir unsere täglichen Erlebnisse und Gefühle um diese musikalisch umzusetzen.

Das Lyrik Konzept werden ja in deutscher Sprache verfasst. Gibt es einen Grund für euch alles in Deutsch zu singen?

Uwe: „Aber ja ! Unsere Texte handeln hauptsächlich von den heftigsten menschlichen Emotionen – Hass, Wut, Liebe Angst usw. – Emotionen können wir eben am besten in unserer Muttersprache wiedergeben und die ist nun mal deutsch. Wir wollen, dass unsere Texte verstanden werden , denn sie sind uns sehr wichtig ! Die Sprache hat außerdem den schönen Nebeneffekt “ hart“ zu klingen.“
Trotzdem werden wir auch wieder ein Album in Englisch machen….z.B. um die “Secret….” Story fortzusetzen.

Wer kümmert sich um Eure multimedialen Auftritte?

Chris : Das haben Mario, Tim und ich zum größten Teil unter uns aufgeteilt. Mario kümmert sich um den Videoschnitt, Tim managed den Bereich Social Media und ich betreue die Website und den Webshop.

Mich würde sehr Eure Meinung zum Thema CD Verkäufe & illegale Downloads interessieren.

Tim: Für uns sind Illegale Downloade sehr ärgerlich. Viele wissen evtl nicht wie viel Zeit, Geld und Mühen wir in unser Album gesteckt haben. Deshalb sollte man auch als Fan seine Band unterstützen und ihnen zeigen, das man selbst bereit ist dieser unter die Arme zu greifen.

Casi: Wir haben aber Glück im Metal Bereich zu agieren, wo Downloads als Hörprobe angesehen werden und bei gefallen die CD gekauft wird. So entsteht uns eigentlich kein großer Verlust dadurch. Im Pop/Rock Chartbereich sieht das allerdings ganz anders aus .

Welche klassischen Metal-Bands haben dich/euch persönlich inspiriert?

Tim: Die Bands die uns musikalisch im wesentlichen beeinflusst haben sind Bolt Thrower, Slayer, In Flames, Blind Guardian und Fear Factory.

Was sind die Pläne für Act Of Creation für die Zukunft, Gigs, Festival, etc.?

Tim: Im Moment proben wir intensiv unser Liveset den wir ab Sommer präsentieren können. Der grösste Wunsch von Tim ist mal mit AOC auf dem Summer Breeze zu spielen. Wir waren ja schon mit E 605 dort zu Gast. Desweiteren haben wir das Songwriting für die nächste CD begonnen dessen lyrisches Konzept “Auferstehung/Erneuerung/Wiederkehr” behandeln wird . Damit schließen wir die Trilogie (Sterben – ES/Tod – Thion/ Wiederkehr – nächste CD) textlich ab.
Im Mai kommt unser nächstes Video. Zeitgleich sind wir in der April Ausgabe vom Legacy mit CD Beitrag,Inti usw. vertreten und sind zum Wolle in seine Metal Only Sendung zum Live Interview geladen (29.04. 20.00-24.00 Uhr).

Sind CD´s / Alben nur noch bessere Visitenkarten für Konzerte auf denen man sein Merch gewinnbringend verticken kann?

Mario: Auf gar keinen Fall ! Ich denke das es für jeden echten Metalhead auch in Zukunft ein MUSS ist die Scheiben seiner Lieblingsbands in seiner Sammlung stehen zu haben. Sie sind etwas, was man im Gegensatz zu Konzerten immer wieder und überall hören kann und auf CDs können wir unsere Visionen am besten als Gesamtkonzept präsentieren.

Platz für die berühmten letzten Worte an die Leserschaft

Uwe : Vielen Dank für das interessante Interview – wir bleiben am Ball – „Thion“ wird nicht das letzte sein, was man von uns gehört habt. Die Reise durch die Schattenwelt nimmt ihren Lauf…Stay tuned 
and see you live !

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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