BEHEMOTH, AT THE GATES,

WOLVES IN THE THRONE ROOM

13.01.19, Arena, Wien

Scheisswetter an einem lange herbei gesehnten Konzertabend heisst nicht, dass auch das Konzert selbst kacke sein wird. So geschehen am 13. Jänner dieses Jahres als die Journaille die große Freude hatte, eine der Bands die noch auf de rMust-See-Liste gestanden hatten, endlich live zu erleben: Behemoth, die sich mit At The Gates und den Amis Wolves In The Throne Room (WITTR) zum Stell-Dich-Ein in die Arena Wien bequemten.

 

Zuerst hatten WITTR, die ja selbst durchaus keine unbekannten Künstler sind, die ausverkaufte Arena auf Behemoth vorzubereiten. Draußen war Scheiss-Regenwetter, drinnen schufen die Amis eine Atmosphäre, die gediegen war, an Lagerfeuer und Sommernacht erinnerte. Guter Sound, eine nicht übermotivierte aber durchaus lebendige Band, die ihr Material routiniert darbrachte. Der einzige Kritikpunkt war in meinem Empfinden, dass sie aufgrund der Überlänge ihrer Atmo-BM-Songs nur eine Handvoll Stücke in ihr kurzes Set packen konnten. Sie sind schon ein heisser Tipp für ’ne ganze Show.

Als zweite ‚Opener‘, eigentlich schon erster Headliner (von Status und Laune-Machen her), betraten die Schweden At The Gates die Bühne. Ich war begeistert davon, wie hochenergetisch sie ihre Melange aus Klassikern und neuem Material in die Menge wuchteten.  Zwei klare Daumen nach oben. Auch ihr Publikum sah das so und ging ordentlich mit.

Nach einer weiteren kurzen Umbaupause waren dann die schwarzen Performance-Profis von Behemoth dran. Was sie in nur einer Stunde und ein bisschen was auffuhren, kann in der Extreme Metal-Landschaft derzeit als Messlatte in punkto Produktion, Design und Anspruch gelten. In all dem ist Nergal kein Zwergal. Die Songauswahl, von alten Brechern über Hits von The Satanist bis zu Stücken vom letzten Albumstreich I Loved You At Your Darkest reichend, überzeugte. Hatte ich nach den ersten paar Songs noch das Gefühl, dass das Ganze für Black Metal zu durchdacht, zu kühl, zu wenig räudig sei, riss mich die Show dann schließlich doch voll mit, als sie ihre Dramaturgie entfaltete.

Fazit: Hätte nicht viel geiler sein können. Behemoth als die derzeitige Speerspitze im Black Metal, dazu At The Gates und WITTR. Wermutstropfen bleibt, dass alle Shows recht kurz ausfielen.

Setlist Behemoth

01. Wolves ov Siberia
02. Daimonos
03. Ora Pro Nobis Lucifer
04. Bartzabel
05. Ov Fire and the Void
06. God = Dog
07. Conquer All
08. Ecclesia Diabolica Catholica
09. Decade of Therion
10. Blow Your Trumpets Gabriel
11. Slaves Shall Serve
12. Chant for Eschaton 2000

Zugabe:

13. Lucifer
14. We Are the Next 1000 Years

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Heavy Metal am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen.

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