Bands: Metal Church Date: 07.05.16 Venue: Musikzentrum, Hannover

Was für ein fettes Konzertwochenende…
Zuerst pusten mir die Donnermuddis die Gehörkanäle frei, dann rühren mich D-A-D mit ihrer einzigartigen Nostalgie-Show beinahe zu Tränen und gestern standen die Zeichen auf METAL!!!
Metal Church ließen sich in Hannover blicken, am Mikro der Rückkehrer Mike Howe, der bereits vor 20 Jahren das Mikrofon-Zepter schwang.

Ein seltsamer Konzertbeginn…
Nach einem sehr relaxten kurzen Interview betrat ich die fast volle Location, rempelte und drängelte mich in die Front-Line um zu hören, das der „Metal-Schorsch“ gefordert wird!
Hmm…woher wissen die alle meinen 2. Vornamen? 😀

Es gab auch 2 Vorbands, die ich aus Gründen des Interview-Timings nicht sehen konnte. Doch ich wurde von so einigen informiert, dass ich wohl auch nichts verpasst habe…was letztendlich auch Geschmackssache ist, aber gut, was soll´s…

Pünktlich um 22 Uhr begann der Metal-Reigen, bzw. pünktlich um 22 Uhr durfte ich die ersten Male Bierduschen ohne Ende genießen. Ist immer schlecht mit Bier in der Hand die Arme hochzureißen, den Pommesgabel-Gott zu huldigen, usw…naja, um 22.03 Uhr roch ich dann wie der Putzeimer aus einer versifften 24-Stunden-Hafenkneipe! Egal, denn die Amerikaner legten mit „Fake Healer“ voller Spielfreude los und unter tosendem Jubel (und weiteren Bierduschen) wurde die Rückkehr von Mike Howe frenetisch gefeiert.

Metal ChurchEr genoss es auch sichtlich und bestens bei Stimme, brannten Metal Church ein Feuerwerk der Hits nieder.
Mit „In Mourning“ & „Start The Fire“ ging es laut weiter, die Band schonte weder sich, noch das Publikum. Es wurde gehüpft (!?), gebangt, mitgegröhlt und immer wieder gingen die Arme hoch…(und mein Duft wurde jedes Mal aufgefrischt!).
„Reset“ (der Album-Opener des aktuellen Dreher „XI“) war der 1. wirklich neue Song und wurde vom Publikum nicht minder bejubelt. Die Band genoss sichtlich den Jubel und Alarm, den das Publikum vor Freude machte, als es Schlag auf Schlag mit Songs aus der Mike Howe Ära weiterging, als da wären „Godz Of 2nd Chance“ & „Date With Poverty“. Auch der nächste (neue) Song „No Tomorrow“ verschaffte keinen Anwesenden Ruhe oder Atempausen, die Metalparty ging weiter und es wurden mit „Watch The Children“ & „No Friend Of Mine“ zwei weitere Klassiker gespielt, die auch wirklich nur mit Mike Howe am Mikrofon funktionieren. Das Solo im letztgenannten Song trieb den einen und anderen Besucher dann mal auf´s Klo oder zur Bar (um Nachschub zu organisieren, damit ich auch wirklich wie ein Fass Bier rieche 😉 !).
„Killing Your Time“ war dann die letzte Nummer vom neuen Album, der Live sehr gut funktionierte (die Hannoveraner kannten sich bestens mit dem neuen Material aus!) bevor es dann auf die Zielgerade ging!

Metal Church„Beyond The Black“, „Badlands“ & „Human Factor“ beschlossen dann einen sehens- und hörenswerten Gig, der garantiert nicht nur den niedersächsischen Metallern bestens in Erinnerung bleiben wird. Von im Interview erwähnten Jetlag der Band, war definitiv NICHTS zu spüren, zu sehen oder zu hören.

Nach „Human Factor“ (lt. Setlist der letzte Song in der Zugabe) bin ich schnurstracks raus an die frische Luft, ich konnte mich selbst nicht mehr riechen und wollte nur noch schnellstmöglich richtig duschen…

Setlist:

01. Fake Healer
02. In Mourning
03. Start The fire
04. Reset
05. Gods of Second Chance
06. Date With Poverty
07. No Tomorrow
08. Watch The Children Pray
09. No Friend Of Mine
10. Killing Your Time
11. Beyond The Black

Zugabe:

12. Badlands
13. The Human Factor

Fazit: Metal Church haben bei sehr gutem Sound und ebenso guten Lichtverhältnissen alles richtig gemacht und den Fans ein paar Songs geboten, die man lange nicht mehr Live gehört hat.
Ich überlegte kurz, ob ich persönlich nicht doch noch die eine und andere Perle geduscht, ääähhhh gehört hätte doch sind Lieder wie zum Beispiel „Gods Of Wrath“, „Ton Of Bricks“ oder „The Dark“ in den letzten Jahren öfter mal im Live-Programm aufgetaucht. Unter Umständen hätten mir noch einige Songs vom (leider viel zu unterbewerteten) Album „Hanging In The Balance“ sehr gut gefallen, die habe ich das letzte Mal vor über 20 Jahren das letzte Mal Live gehört.

Andererseits: Mike Howe ist zurück. Vielleicht geht auf der nächsten Tour mehr?
Vielleicht entschließt sich die Band, auch mal ein komplettes Album zum Jubiläum durchzuzocken?
Man sollte ja niemals nie sagen! Aber von Enttäuschung keine Spur, ganz im Gegenteil war ich sehr glücklich über das, was ich eben (musikalisch) erlebt habe…sieht man mal von dem Geruch ab!

Liebe Metalfreaks, Fans, Biertrinker: Bevor die Arme in den Himmel schießen, bitte das Bier irgendwo abstellen oder austrinken! Auf dem 1,5 Stunden langen Heimweg wie ein „Barlappen“ zu riechen, ist nur bedingt lustig, und das auch nicht für mich…

Und nochmal ein kleiner Kurs wie „Metal Church“ ausgesprochen wird:
METTÄLL TSCHÖRTSCH!!! Nicht Metal Schorsch…der bin ich ja schon, hahaha 😀

Wieder einmal frage ich mich, warum es diese Band nie wirklich an die Spitze des Metal geschafft hat…
Superbe Musiker, eingängige Hymnen, Tourfreudigkeit,…
Bleibt nur zu Hoffen, dass dieses Bandkonstrukt ein paar Jahre mehr Bestand hat denn vom Album bis zur Tour läuft es doch vom Feinsten für Metal Schorsch, äähhh Church…
Und ich bin sehr gespannt, wann und wo das Filmmaterial zum Einsatz kommt, welches mit der „Go-Pro“ (auf dem Bass montiert) aufgezeichnet wurde!

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