Bands: Ost+Front, Krankheit, Beating Signal Date: 27.11.15 Venue: Hamburg – MS Stubnitz


Im Rahmen der gemeinsamen Konzertreisen mit OST+FRONT, landete die Band KRANKHEIT am 27. November 2015 in Hamburg, auf ´nem Schiff. Genauer gesagt, auf der MS Stubnitz, einem ehemaligen Kühltransportschiff welches seit 1992 in mehreren Städten Europas im Hafen lag und die etwas andere Location für diverse Kulturangebote bietet.

Unter anderem finden auf der MS Stubnitz das „Full Metal Ship“ statt, die schwimmende W:O:A Warm Up Party, diverse Dance-Events sowie Rock / Metal-Konzerte.

Was von Beginn an auffiel, war das doch mühselige Hieven, Tragen und Schleppen des Equipments durch enge Durchgänge über knappe, schmale Treppenstufen auf eine durchschnittlich große Clubbühne.

Doch wer mal das seltene Gefühl erleben will, in einem alten „Fischkutterbauch“ zu spielen, muss diese Hürde nehmen…

Das Wasser war an dem Abend auch sehr ruhig, so dass überhaupt kein Geschaukel oder ähnliches zu spüren war. Im Backstagebereich zur Kombüse hin, wurde es sehr schräg…liegt aber wohl am generellen Aufbau des Schiffs, welches sehr gut vertaut am Kirchenpauerkai liegt.

bs4Nachdem die Band BEATING SIGNAL ihr Hörens- und sehenswertes Programm dem Publikum bot, vergingen trotz der Enge nur wenige Minuten, bis KRANKHEIT die Bühne enterten und mit dem neuen Song „Mammon“ fulminant den Hamburgern zeigten, dass sie eindeutig das „notwendige Übel“ sind. Die „Kranke(n)schwester“ läutete „Figaros Schlachtfest“ ein und es gab nicht wenige offene Münder und mitfilmende Cams im Publikum, welches das majestätisch-kranke Gebaren Sänger Chris´ und den ewig umtriebig, devot-zappelnden Gitarristen Roy, auf der Bühne verfolgte.

Weiter ging es mit „Die Antwort“, „MenschMaschine“ und „Für Elise“ wobei der folgende „Tausendfüssler“ von den Zuschauern aus meiner Sicht bis zu dem Zeitpunkt am meisten gefeiert wurde.

„Teufelneurose 488“ ist noch ein alter Bekannter vom Album „Sanatorium“ bevor KRANKHEIT dem „Krampus“ huldigen, der aktuellen Single und sehenswerten Clip.

k7_0Man merkt dem Song an, dass sich die Band Stück für Stück aus der Industrial-Ecke entfernt und sich mehr dem Darkmetal zuwendet. Aus meiner Sicht geht das auch in Ordnung, Stillstand ist der Tod, es lebe die Evolution!

Der letzte Song an dem Abend, bestätigt mein Denken, „Saat des Bösen“ ist auch neu und klingt verdammt düstermetallisch, gar heavy.

Grundsätzlich würde ich sagen, das KRANKHEIT auf der Bühne metallisch lebendiger klingen und konnten bei den Hamburger Szenner-Gängern einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.
Höflich und stark verschwitzt, verneigte sich die Band vor dem Publikum und ließ sich gut feiern.
Eine Menge Hamburger haben heute etwas verpasst…

Der Sound ist in einem Schiffsbauch nicht immer ideal, und auch das abgespeckte Licht war auffallend, doch als Fazit nicht arg störend.

Aber: die Band konnte im Norden auch endlich Präsenz zeigen, mit einer abgespeckt spektakulären Show punkten und für OST+FRONT ordentlich anheizen!
Mission erfüllt!

Auch wenn es ruhig 1-3 Songs mehr hätten sein dürfen…vielleicht in den nächsten 1-2 Jahren als Headliner auf dem Mera Luna Festival? 😉

(Anm. Redaktion, normalerweise verlässt ja der Kapitän als letztes das sinkende Schiff, dennoch überließ Leichtmatrose Totti alles weitere Smutje Ronja ;-))

Da mein Kollege Thorsten aus privaten Gründen leider früher gehen musste und nicht die Gelegenheit hatte sich die Hauptband anzusehen, werde ich ihn jetzt vertreten.

of10_0Ich hatte nun schon öfter das Vergnügen Ost+Front live zu erleben und es war wie immer ein ganz besonderer Abend – nicht zuletzt da das Konzert auch auf einer besonderen Location stattfand. Nämlich auf der MS Stubnitz in der Hamburger Hafen-City. Das Boot war sozusagen voll… und nach einem gelungenen Support von Beating Signal und den Österreichern Krankheit war die Stimmung in Höchstform.

Ost+Front lieferten wie immer ein originelles und geniales Programm. Wer die Band kennt, weiß was ich meine, denn ihre Erscheinung und die Theatralik ihrer Darbietung ist das, was einen Liveauftritt der Band besonders macht. Sobald ihr die Möglichkeit habt, Ost+Front mal live zu erleben, verpasst eure Chance nicht, es ist jede Reise wert.“

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