Bands: Tarja, Angra Date: 15.10.16 Venue: Backstage, München

Mit Songs des vor kurzem erschienenen neuen Albums „The Shadow Self “ im Gepäck, hat es die finnische Sängerin Tarja mit ihrer Band, am 15. Oktober auch nach München ins Backstage verschlagen.

Einlass: 19:00, Beginn: 19:30;  hätte alles auch wie geplant funktioniert, wären nicht alle Parkplätze komplett überfüllt gewesen. Nicht nur die Parkplatzsuche wurde zum Problem (gefühlt in ganz München kein einziger freier Platz), auch die Schlange, zum Backstage Werk war enorm. Mit so einem Andrang haben wahrscheinlich auch die Veranstalter nicht gerechnet. Immerhin, das Werk war schön kuschelig voll, geschätzt etwa 1000 bis 1200 Zuschauer.
Wie vorher schon beschrieben war es mir unmöglich, pünktlich zur ersten Band, „Scarlet Aura“ eine aus Bukarest stammende Femal-Fronted Melodic Metal Band, zu erscheinen. Dennoch, den letzten Song hab ich grade noch so mitbekommen und es wirkte so, als ob sie ihren Job, die Menge richtig anzuheizen und auf den nächsten Act vorzubereiten, sehr gut gemacht haben.

Als Very Special Guest waren die Brasilianer von „Angra“ mit von der Partie. Mit symphonisch-progressiven und dabei stets melodiösen Power-Metal gaben sie die Richtung für den weiteren Verlauf des Konzertabends vor. Die 1991 gegründete Band überzeugt Live nicht nur musikalisch, es werden auch traditionelle südamerikanische Instrumente auf die Bühne mitgenommen, die auch optisch eine sehr große Wirkung haben. Der Percussionist spielt auf Trommeln, Rasseln und auf Instrumenten die einer Triangel ähneln, das macht Performancetechnisch schon was her. Aber noch viel besser wäre es gewesen, wenn man die Trommelshow nicht nur gesehen hätte. Die restlichen Instrumente übertönten den Percussionisten einfach zu sehr, so dass man von ihm fast nichts hörte. Dennoch die Stimmung konnte nicht besser sein.

Gut eingeheizt wartete die Menge voller Vorfreude auf den Hauptact. Tarja schritt auf die Bühne und dass sie jetzt nun schon seit 20 (!) Jahren im Geschäft ist, sah man der immer noch jung wirkenden Frau überhaupt nicht an. Mit der Metal-Sopran Mischung führte uns Tarja ebenso kraft- wie gefühlvoll mit neuem Material und Klassikern durch den Abend. Nicht nur Hits aus ihrer Solokarriere wurden dargeboten, es schlichen sich auch einige alte Nightwish Songs unter die Tracklist. Langeweile hatte an diesem Konzertabend keine Chance, ob böse, kräftige Sounds oder eine kleine Akustik Session, es wurde alles geboten. Nicht nur Tarja war topmotiviert, witzelte und agierte mit dem Publikum, auch ihre Bandkollegen (diese Tour bestehend aus: Kevin Chown, Timm Schreiner, Christian Kretschmar, Alex Scholpp und Max Lilja) beherrschten ihre Instrumente schon fast perfekt und doch spielten sie mit so einer Leichtigkeit und Freude, dass es schon ansteckend war. 🙂

Am Ende, bekamen die Fans noch ihre geforderte Zugabe und spazierten dann glücklich und zufrieden aus dem Backstage Werk und konnten sich schon mal aufs nächste Konzert freuen.

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