Metalnight Oberwart 2025 – Fünf Bands, ein Abriss: Ein Abend voller Energie im OHO
29. November 2025, Oberwart – Ein Rückblick von einem, der mitten drin war.
Die Metalnight im OHO hat sich längst als Fixpunkt im burgenländischen Konzertkalender etabliert – doch was sich an diesem Abend abspielte, übertraf selbst hohe Erwartungen. Das Venue war bis zum Rand gefüllt, die Stimmung von Beginn an elektrisierend, und das Publikum zeigte schon beim Einlass, dass es bereit war für ein volles Brett Metal. Fünf Bands, fünf unterschiedliche Spielarten harter Musik – und ein gemeinsamer Nenner: pure Energie.
PROSTRIDERS – Hard ’n’ Heavy zum Startschuss
Für mich persönlich begann der Abend mit einem besonderen Moment: Erstmals durfte ich nicht nur als Redakteur vor, sondern auch auf der Bühne stehen. Mit meiner Band ProstRiders eröffneten wir die Metalnight mit einer kompromisslosen Ladung Hard ’n’ Heavy. Die Reaktion des Publikums war überwältigend – bereits bei den ersten Riffs gingen die Köpfe im Saal im Takt, und die Stimmung war so heiß wie die Scheinwerfer über uns. Ein besserer Start in den Abend war kaum vorstellbar.
KILLER SICK – Ungarischer Thrash voller Adrenalin
Weiter ging es mit Killer Sick, einer jungen Truppe aus Ungarn, die bewies, dass Thrash Metal dann am besten funktioniert, wenn er schnell, roh und voller jugendlicher Energie ist. Die Jungs lieferten ein pfeilschnelles Set ab, das keinen Millimeter nachgab. Circle Pits, fliegende Haare, Fäuste in der Luft – Killer Sick hatten das Publikum in Sekunden auf ihrer Seite.
MORTE SILMORIS – Thrash wie man es mag
Auch die dritte Band kam aus Ungarn: Morte Silmoris. Ihr Stil? Ein donnernder Thrash-Sound, der an die Größen der 80er erinnert – vor allem an Megadeth. Präzise Gitarrenarbeit, treibende Drums und eine charismatische Bühnenpräsenz machten ihren Auftritt zu einem der Highlights des Abends. Wer klassischen Thrash liebt, kam hier voll auf seine Kosten.
XENOCRACY – Melodic Death Metal aus dem Burgenland
Heimischer wurde es mit Xenocracy, die das Burgenland mit Stolz vertraten. Ihre Mischung aus Melodic Death Metal, technischer Finesse und treibender Wucht brachte frischen Wind in den Abend. Das Publikum feierte die Band ausgelassen und ließ sich besonders von den melodischen Leads und dem wuchtigen Growl-Gesang mitreißen. Ein starkes Set, das zeigte, wie viel Qualität die regionale Szene zu bieten hat.
VENTHORY – Dunkles Finale aus Graz
Den Abschluss bildeten Venthory aus Graz – und sie verwandelten das OHO in eine düster-schöne Klanglandschaft. Ihr Mix aus Black und Gothic Metal sorgte für eine atmosphärische, beinahe rituelle Stimmung. Nebel, schwarze Outfits, frostige Riffs und monumentale Vocals – ein perfekter Abschluss für eine vielfältige Metalnight, die jede Spielart gebührend feierte.
Fazit
Die Metalnight 2025 im OHO war ein voller Erfolg: großartige Bands, ausgelassenes Publikum und eine Atmosphäre, die man nur schwer in Worte fassen kann. Fünf Acts, fünf Identitäten – aber eine gemeinsame Leidenschaft, die den gesamten Abend zusammenhielt.
Wer nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst. Und wer da war, weiß: Oberwart hat an diesem Abend gebrannt. Horns up

