AZZAYA – Infernal Blasphemia

cover artwork AZZAYA Infernal Blasphemia

Band: AZZAYA 🇵🇹
Titel: Infernal Blasphemia (EP)
Label: Maledict Records, War Prod
VÖ: 29/11/25
Genre: Black Metal

Bewertung:

3/5

AZZAYA, das portugiesische Projekt, oder Band, oder besser mit ihren eigenen Worten definiert: „Azzaya ist eine kollektive Entität, die darauf versessen ist, die übelste Raw Black / Death Metal Propaganda zu verbreiten.“ Sie kehren mit einem neuen Album zurück, einer EP: „Infernal Blasphemia„. Mit denselben okkulten und satanischen Visionen wie ältere Werke, auch musikalisch in denselben Gefilden sehr verzerrter Gitarren und geschrienen Vocals.

Kraftvoll, aber kaum genießbar

Der Titelsong „Infernal Blasphemia“ beginnt mit einem sehr kurzen Dialog über Satan, doch plötzlich setzt die Musik ein – sehr aggressiv, geschriene gutturale Vocals und sehr dichte Instrumentierung, massiver lärmender Sound. Nicht melodisch, aber sehr aggressiv. Der Rhythmusgitarren-Sound ist wirklich seltsam – entweder ein Produktionsproblem oder tonnenweise Effekte auf dem finalen Gitarrensound geladen. Ein kraftvoller, aber nicht sehr genießbarer Start.

AZZAYA stammen aus Portalegre im Osten Portugals, 2021 gegründet. Gabriel Warmann – auch bekannt als Retrofornicator (auch von Forgotten, ex-Malade) – ist der Gründer und Hauptmusiker hinter der Band. Der Rest der 2024 etablierten Besetzung besteht aus André Marmelo an den Gitarren, Luis Simão am Bass und Francisco Gandum am Schlagzeug. Bei den meisten Songs werden für die Vocals Gastmusiker eingeladen, die den Gesamtsound enorm unterstützen.

Mit distanter Black-Metal-Atmosphäre kommt „Black Death Assault„. Derselbe dichte und unklare Gitarrensound macht deutlich, dass dies die künstlerische Vision ist. Aber keine, die der Musik hilft. Klanglich ist schwer zu unterscheiden, was hinter der Lärmwand steckt. Vocals zwischen cleanen, aber geschrienen Vocals und tiefen, kaum hörbaren Growls des Gastmusikers Alexandre Clément (Law of Contagion). In Black Metal als Struktur und melodischer Linie verankert, aber mit unzähligen anderen Einflüssen, die den finalen Sound definieren.

Massive Verzerrung verschleiert alles

Die Produktion ist überhaupt nicht gut. Die Verzerrung ist immens, der resultierende Sound wird fast unerkennbar, so laut wird er. Vocals sind manchmal zu laut und manchmal kaum hörbar. Instrumente alle zu eng zusammengemischt ohne Unterscheidung zwischen ihnen. Und die Rhythmusgitarre, die so verzerrt und mit Effekten transformiert ist, macht den Rest der Band kaum unterscheidbar – distante Drums und fast kein Bass, nur die brummende Gitarre. Aber sicher repräsentiert es genau den Sound, den sie haben wollten, denn für Produktion, Mixing und Mastering ist derselbe Gabriel Warmann verantwortlich.

Melodischer und etwas klarer bringt „Life for a Life“ eine sorgenvolle Atmosphäre und eine klare Tremolo-gepickte Leadgitarre. Der Stil ist zweifellos Black Metal, aber bevor man den Moment der Ruhe genießen kann, ist der Song bereits vorbei – das war nur ein kurzes Intermezzo, bevor die aggressive Musik in „The Fall of Man“ zurückkehrt. Mit Vocals von Gabriel, die an Fernando Ribeiro von Moonspell erinnern, aber mehr wegen der Haltung und Technik als der Qualität. Immer noch ohne klare melodische Linie, wechselnde Passagen – manche sehr laut und aggressiv, im Refrain fast nur Vocals. Stilistisch zurück zum Sound der ersten Songs, mehr heruntergestimmte Riffs und vage Black-Metal-Einflüsse.

None Shall Serve“ wieder eine sehr kurze – 3 Sekunden – gesprochene Passage, wieder über Satan und Freiheit, und sofort weiter zum nächsten Song „Of Blood, Gold and Eternal Darkness“ – viel langsamer, fast Doom Metal am Anfang, aber mit Momenten furiöser Ausbrüche. In-your-face, bellende Vocals, hier ist der Gastvocalist Nelson Rodrigues (Nonservant), aber auch mit einem melodischen Chor in der Mitte des Songs. Der Gastvocal beeindruckt mit sehr tief gepitchten Shrieks, auch eine gute Leadgitarren-Passage. Ein besser komponierter Song, komplexer, mit reicherer Instrumentierung – der Höhepunkt der EP.

Der finale Song „Satanik Tekvin IV“ ist wirklich nur eine Sammlung von Geräuschen und gesprochenen Vocals, und alles endet mit einem langen, viel zu langen Gitarrenbrummen – derselbe Ton für die Hälfte des Songs. Bizarre künstlerische Vision.

Haltung da, Umsetzung mangelhaft

Die Haltung ist vorhanden, aber Produktion und Komposition helfen dem Endprodukt nicht. Black Metal im Kern, verzerrt und laut als musikalisches Endprodukt – vielleicht würde weniger Einsatz von elektronischen Effekten und Software-Transformationen des Sounds die Musik authentischer machen.

Unausgegoren, gehetzt, mit zu vielen Problemen, um ein wichtiges Werk zu sein. Fehl am Platz wirkende gesprochene Passagen – nun ja, die unterstreichen die satanische und okkulte Vision der Band, helfen aber musikalisch nicht. Im Gegenteil, sie betonen die Produktionsprobleme und verleihen dem gesamten Album eine seltsame Aura. Mit einigen interessanten Passagen, verborgen unter Schichten von Lärm und Verzerrung – ein experimentelles Album.

Fazit: „Infernal Blasphemia“, AZZAYAs neueste EP, leidet unter Problemen wie unklarer Instrumentierung und schlechter Produktion.

Tracklist

01. Infernal Blasphemia
02. Black Death Assault
03. Life for a Life
04. The Fall of Man
05. None Shall Serve
06. Of Blood, Gold and Eternal Darkness
07. Satanik Tekvin IV

Besetzung

Gabriel Warmann – Guitars, Bass, Vocals, Drums, Choirs

André Marmelo – Guitars
Luis Simão – Bass
Francisco Gandum – Drums

Guest vocals on track 1: Matt Priso (SIK, Spells ov Torment)
Guest vocals on track 2: Alexandre Clément (Law of Contagion)
Guest vocals on track 5: Hugo Santos (Gandur)
Guest vocals on track 6: Nelson Rodrigues (Nonservant)
Guest vocals on track 7: Luis Simão and André Marmelo (Azzaya)
Guest guitar solo on track 5: Nuno Romero (Critical Hazard, Legacy of Payne, Stone of Patience)

Internet

AZZAYA – Infernal Blasphemia CD Review

Related Articles

- Advertisement -spot_img

Latest Articles