FOSSILIZATION – Advent Of Wounds

cover artwork FOSSILIZATION Advent Of Wounds

Band: FOSSILIZATION 🇧🇷
Titel: Advent Of Wounds
Label: Everlasting Spew Records
VÖ: 13/02/26
Genre: Death/Doom Metal

Tracklist

01. Cremation Of A Seraph
02. Disentombed And Reassembled By The Ages
03. Scalded By His Sacred Halo [feat. Justin Stubbs]
04. Terrestrial Mold
05. Servo
06. While The Light Lasts
07. Temple Of Flies And Moss

Besetzung

V – Vocals, Guitars, Bass, Synthesizers, Percussions
Z. – Drums

Bewertung:

2/5

Die brasilianische Death/Doom Metal Band FOSSILIZATION ist mit ihrem zweiten Album „Advent Of Wounds“ zurückgekehrt, mit demselben Sound, in dem Death Metal mit Doom-Strukturen und -Rhythmen in einer koordinierten Anstrengung verbunden wird, um eine erdrückende und verstörende Atmosphäre zu kreieren.

Brutaler Angriff, dann Doom-Passagen

Ein unerwartet direkter und aggressiver Start ins Album – „Cremation Of A Seraph“ ist ein brutaler Angriff von den ersten Akkorden an. Gnadenlose Drums, tiefe Growls, dissonante Gitarren, infernalische Musik. Aber nach der ersten massiven Wall of Sound beruhigt sich die Atmosphäre leicht in der Mitte des Songs, atmosphärischer und minimalistischer. Sicher, das ist nicht hier, um zu bleiben – der massive und gewalttätige, dissonante Sound kehrt bald zurück, um mehr bestrafende Momente zu kreieren, mit hämmernden Drums, die den mahlenden Sound alles zermalmend halten.

Und das Album setzt sich brutal und gnadenlos fort mit dem nächsten Song „Disentombed And Reassembled By The Ages„, aber hier wird der Doom-Ansatz endlich mehr als nur eine kurze alternative Passage. Der Song wird langsamer, aber immer noch geladen mit soliden Riffs und mit den jenseitigen Growls, die die gewünschte verstörende Atmosphäre bringen. Und der Song ist hoffnungslos, massiv und verhallend, bis der Sound sich komplett in Stille auflöst in den letzten Sekunden des Songs.

FOSSILIZATION kommen aus São Paulo und sind ein Zwei-Mann-Projekt, mit dem Gründer V (Thiago Oliveira), der Vocals, Gitarren, Bass, Synthesizer und Percussions spielt, und dem Neuankömmling Z. (Fernando da Silveira), der für Drums verantwortlich ist. 2020 gegründet, gewannen sie Aufmerksamkeit mit dem Debütalbum „He Whose Name Was Long Forgotten“ und auch mit dem folgenden Full-Length „Leprous Daylight„. Jetzt mit einem neuen Drummer wurde der ganze Sound noch bestrafender und wahnsinnig gewalttätiger.

Hypnotische Gitarren gegen infernale Drums

Langsamer, technischer kommt „Scalded By His Sacred Halo„, mit beeindruckenden Gitarren-Skills, sehr technisch, und die verhallte Lead-Gitarre kommt mit viel Melodie und Atmosphäre. Verantwortlich für den aggressiven Teil des Sounds bleiben hier ausschließlich die Drums, mit einem infernalischen und schnellen Ansatz. Die hypnotischen Gitarren liefern viel melodische Qualitäten im Song, ansonsten nur pure Aggression. Der Song featured einen Gastmusiker, den versierten Justin Stubbs (Encoffination, Father Befouled, Occulsed, ex-Dawn of Orion, ex-Hills of Sefiroth, ex-Vomitchapel, ex-Cryptorchidism).

Die gewalttätige Musik setzt sich ohne Zeichen von Schwäche fort für die nächsten Songs. „Terrestrial Mold“ meist Uptempo, aber mit ambienten aber gruseligen Passagen, repetitiv, aber geladen mit einer trostlosen aber erdrückenden Atmosphäre. „Servo“ eröffnet mit Blasinstrumenten und unterstreicht die groteske, morbide Atmosphäre, die der Song induziert. Auch wenn die Gitarren und Vocals zusammen eine interessante, aber typische Doom-Atmosphäre kreieren, spielt wieder die Drum etwas Eigenes, verschiedene musikalische Ideen zwischen den zwei Mitgliedern. Und am Ende ein weiterer Song, ruiniert durch die Drums.

Katastrophale Produktion mit unerträglichen Drums

Die Produktion ist keine gute, auch wenn die Musik pure Gewalt ist – die Produktion sollte in der Lage sein, die Instrumente ein wenig zu unterscheiden, nicht alles auf maximale Lautstärke zu setzen und alles ohne Unterscheidung zu mixen. Der Sound ist für viele Teile unangenehm, zu dicht, keine Unterscheidung zwischen Instrumenten, und die Drums sind einfach unerträglich. Fühlt sich an wie ein Drummer, der eine Technik kennt und weiter mit maximaler Geschwindigkeit draufhaut, unabhängig vom Song, Melodie oder Atmosphäre. Und das passiert mit den Drums, die zu sehr im Vordergrund sind und im Grunde alles andere überdecken. Ein definitives Produktionsproblem.

While The Light Lasts“ will melodischer kommen, aber die Band versteht darunter, mehr gruselige Sounds und mehr dämonische Vocals hinzuzufügen. Und wieder die Drums, die hart zuschlagen, aber mit null Verbindung zur Musik. Klar verankert in Doom Metal für die meiste Zeit, ein Song, der den Rest des Albums durch einen langsamen und atmosphärischen, Doom-beladenen Ansatz kontrastiert. Nicht viel Musik hier, eine zerbrechliche und zögerliche Intention in Doom-Territorien.

Der finale Song „Temple Of Flies And Moss“ bringt die unkoordinierte Instrumentierung zurück, und wie zuvor versucht das brutale Drumming, den Mangel an Fantasie zu kompensieren. Makaber, dunkel, mit einem Hauch Melodie, wenn die Lead-Gitarre versucht, den Sound zu dominieren, aber nichts kommt klar außer den Drums. Enttäuschendes Ende eines schwachen und katastrophal produzierten Albums.

Gewalt ersetzt fehlende Inspiration

Die Drums lenken kontinuierlich die Aufmerksamkeit des Hörers ab durch massiven und gewalttätigen Drumming-Stil. Es gibt Momente, wo das einfach zu viel ist. Zu laut, ohne jede Spur von Finesse oder meistens ohne Verbindung zur Musik. Ein klarer Konkurrent für den ganzen Rest der Musik, unglücklich und ungünstig für die Band.

Keine Musik für schwache Nerven, es ist pure Gewalt, und wenn es das nicht ist, ist es sehr gruselig und unangenehm. Ein zu extremer Sound, eine falsche Attitüde, und im Fall von FOSSILIZATION funktioniert das nicht. Weil die Musik nicht besonders gut komponiert ist und die sehr dichte Produktion nichts unterscheidbar macht. Wenn schwache Kompositionen zu Aggression und Lautstärke greifen, werden sie kaum als gute Musik betrachtet, selbst im weiten Bereich des Metal. Sicher gibt es Ausnahmen auf dem Album, kurz und meist verloren im zu engen Sound, aber die machen das Hörerlebnis nicht zu einem angenehmen.

Fazit: FOSSILIZATION kompensieren mit „Advent Of Wounds“ fehlende Inspiration durch gewalttätige und disharmonische Sounds – katastrophal produziert.

Internet

FOSSILIZATION - Advent Of Wounds - Album Review

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