cover artwork VITAMIN X Ride The Apocalypse

Band: VITAMIN X 🇳🇱
Titel: Ride The Apocalypse
Label: Svart Records
VÖ: 13/03/26
Genre: Hardcore/Thrash Metal

Tracklist

01. Chop Chop Chop
02. Ride The Apocalypse
03. Sociopath
04. Unleash The Wolves
05. Sirens Call
06. Devolution
07. Bite The Hand That Feeds
08. Brain Freeze
09. Genetic Mutation
10. Symphony Of Doom
11. Wanna Be Me
12. Break Away
13. W.A.R.
14. Toxic Reality
15. Fear
16. It Never Ends
17. Over The Line

Besetzung

Marko – Vocal
Alex – Bass
Marc – Guitar
Danny – Drums

Bewertung:

4/5

Thrash Metal gemixt/angereichert mit Hardcore kann in sehr energetischer Musik resultieren, voll von Dynamik und Power, und das ist, was die holländische Band VITAMIN X es geschafft hat, in ihrer bereits beeindruckenden Diskografie bis jetzt zu präsentieren. Das siebte Album “Ride The Apocalypse” kommt nun, um ihre Attitüde zu unterstreichen und ihren Platz in der Szene zu zementieren. Und sie versprechen: „Vitamin X betritt ein neues Kapitel – schärfer, schneller und verheerender als je zuvor.

Entschlossener Punk-Einfluss mit Thrash-Wurzeln

Und das Album kommt tatsächlich mit sehr dynamischem Sound, kurze Songs, aber voll von Energie. Ein leicht zögerlicher Start, aber mit dem ersten wirklich überzeugenden Song, dem Titeltrack „Ride The Apocalypse„, bringen sie kurze Riffs, konfrontative Attitüde und geschriene Reime. Guter Rhythmus, eingängiger Refrain, aber das Unvergesslichste ist ihre Attitüde und Energie. Derselbe gute Ansatz in „Sociopath„, mit entschiedenem Punk-Einfluss, aber auch mit einem Hauch der frühen Tage von Thrash Metal, als die Stile viel verbundener waren als jetzt. Gute Stimmung.

Seit über zwei Jahrzehnten ist VITAMIN X eine Kraft, mit der in Crossover Hardcore Punk gerechnet werden muss. Neben der frühen Welle moderner Crossover- und Thrash-Revival-Bands aufkommend, entwickelten sie einen Sound, der schnell, tight, soziopolitisch und immer Spaß macht. „Wir starteten diese Band mit der Idee, Spaß und Politik in Hardcore zurückzubringen und Leute zum Denken und Lachen gleichzeitig zu bringen.“ Die Band wurde 1996 in Amsterdam gegründet, mit zwei der originalen Mitglieder immer noch aktiv und mit der Band performend, Vocalist Marko Korac und Gitarrist Marc Emmerik. Ein paar Jahre später trat Bassist Alex Koutsman den Reihen bei, und schließlich komplettierte 2011 Drummer Danny Schneiker das Lineup.

Die Songs sind kondensiert, kurz und fokussiert und zeigen eine kohärente Vision. „Unleash The Wolves“ mit Gang-Shouts, einem simplen Refrain und einem Uptempo-Rhythmus, der mit langsamen, aber effektiven Riffs alterniert, und permanent zorniger Vocal. Gute Instrumentierung, ein prominenter Bass und eine technische Gitarre, die die guten Riffs permanent hält, aber auch mit kurzen und scharfen Solos beeindruckt.

Typische Produktion mit Old-School-Charakter

Die Produktion ist typisch für das Genre, nicht zu klar, mit etwas Rauheit. Nicht übermäßig komplizierte Songs helfen auch dabei, einen direkten und effizienten Sound zu erreichen. Um mehr mit dem Old-School-Sound zu resonieren, ist die Dynamik des Sounds nicht ganz bemerkenswert, in typischer Manier bleibt auch der Bass zu sehr im Hintergrund oder überlappt mit den Drums. Der zentrale Platz im Rampenlicht wird permanent von der Vocal-Performance eingenommen und auch von der Gitarre, die verschiedene Ansätze durch das Album präsentiert.

Einige Songs kommen auch mit einer melodischen Linie, andere sind klar in Hardcore Punk verwurzelt, wie „Bite The Hand That Feeds“ mit Beastie Boys Vibe, aber sehr gesundem Sound. Wechselt verschiedene Tempos, ohne die rasende Atmosphäre zu verlieren, die sie schaffen. Ein spaßiger Song für den Hörer, aber man kann das Vergnügen spüren, das sie beim Komponieren und Aufnehmen des Tracks haben. Ein klares Highlight.

Ein viel technischerer Ansatz kommt auch in einigen Passagen und zeigt, wie komplex ihr Sound ist – „Brain Freeze“ bringt eine gute Demonstration von Drumming-Technik und eine bemerkenswerte Bass-Performance, „Genetic Mutation“ wieder beeindruckende Basslinie, die sich in einem Ausbruch von Shouts und frenetischen Rhythmen entwickelt und auch den Drums erlaubt zu glänzen. Scheinbar simple Musik, aber dahinter, was an der Oberfläche ist, steckt gutes technisches Können.

W.A.R.“ kommt mit wahnsinnig schnellem Tempo, das sich in eine Doom-beladene Passage transformiert, ein interessanter Übergang, oder „Fear“ fast Rock’n’Roll, aber mit einem Hauch Raserei. Final Song „Over The Line“ kommt als guter Abschluss, angepisste Attitüde, aber mit melodischer Instrumentierung, geschrien, aber energetisch und lebendig.

Vergnügen am Musikmachen spürbar

Das ganze Album ist voll von guten musikalischen Ideen, behält auch einen sehr variierten Ansatz, viele verschiedene Sound-Explorationen, aber alle mit einem gemeinsamen Faden, repräsentiert durch Attitüde und Energie. Ein Album, das einmal mehr die Band-Qualitäten betont, und auch wenn es nicht notwendigerweise ihr bestes Album oder ihr schwereres ist, ist es ein gutes Werk. Lassen wir es einfach neben dem Rest ihrer Werke stehen, was keine kleine Sache ist, so eine gute Diskografie hinter sich zu haben.

Meist ein Hardcore Punk Album, sie halten ihre Wurzeln sehr tief in der originalen Hardcore-Musik der 80er. Man hätte ein bisschen mehr Thrash-Sound geschätzt mit mehr Fokus auf Gitarren und speziell Riffs. Aber sie zeigten durch das Album, wie viel Spaß sie beim Machen ihrer Musik haben, eine Attitüde, die durch jeden Song übermittelt wird. Das Album ist kein revolutionäres Werk, aber ein genießbares und unterhaltsames Hörerlebnis.

Fazit: VITAMIN X liefern mit „Ride The Apocalypse“ energetische Mischung aus Thrash und Hardcore – kurz, dynamisch und mit ansteckender Attitüde.

Internet

VITAMIN X - Ride The Apocalypse

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