Tracklist
01. Braind Dead
02. Hard To Kill
03. Dead Kings
04. Mysteries Of Faith
05. Shadow Rising
06. The Undertaker
07. Blood For The Cross
08. Prophet Of Lies
09. No Future
10. Dawn Of The Undead
Besetzung
Andre „Hagen“ Waldvogel – Bass
Nici Gwerder – Drums
Beni Lüönd – Guitars
Philipp „Giacco“ Marty – Vocals
PAINKILLER aus der Zentralschweiz stehen für kompromisslosen Heavy- und Thrash-Metal mit klarer Kante. Die Band setzt sich zusammen aus Andre „Hagen“ Waldvogel am Bass, Nici Gwerder an den Drums, Beni Lüönd an den Gitarren und Philipp „Giacco“ Marty am Mikrofon. Seit Jahren arbeiten sie sich mit ehrlichem Sound und viel Energie durch die Szene. Mit ihrem neuen Album »Shadow Rising« liefern sie jetzt ein Werk ab, das genau dort ansetzt, wo viele Bands längst weichgespült klingen.
Ein Sound ohne Sicherheitsnetz
»Shadow Rising« ist kein Album, das sich anbiedert. Vom ersten Ton an regiert Druck. Die Gitarren sind scharf, die Rhythmussektion treibt gnadenlos nach vorne, und der Gesang bleibt roh und direkt. Hier wird nichts glattgebügelt. Stattdessen setzen PAINKILLER auf eine Mischung aus klassischen Thrash-Elementen und schweren Heavy-Riffs, die sofort zünden.
Die Produktion bleibt angenehm unpoliert. Alles wirkt bewusst kantig gehalten, was den Songs zusätzliche Wucht gibt. Gerade in einer Zeit, in der viele Releases klinisch sauber klingen, wirkt dieses Album fast schon trotzig. Und genau das macht seinen Reiz aus.
Themen mit Gewicht
Inhaltlich bewegt sich die Platte in dunklen Gefilden. Es geht um Manipulation, falsche Propheten und den schleichenden Zerfall von Ordnung. Dazu kommen persönliche Konflikte und eine Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät. Diese Themen sind nicht neu, aber PAINKILLER verpacken sie mit einer Direktheit, die hängen bleibt.
Philipp „Giacco“ Marty schafft es, die Inhalte glaubwürdig zu transportieren. Seine Stimme schwankt zwischen aggressivem Druck und kontrollierter Wut. Dabei bleibt er verständlich und verliert sich nicht in bloßem Geschrei.
Tracks im Fokus
Schon der Opener »Braind Dead« macht klar, wohin die Reise geht. Schnelles Tempo, bissige Riffs und ein Refrain, der sofort greift. »Hard To Kill« legt noch eine Schippe drauf und überzeugt mit einem starken Groove, der sich festsetzt.
»Dead Kings« und »Mysteries Of Faith« gehören zu den inhaltlich dichtesten Stücken des Albums. Hier zeigt die Band, dass sie nicht nur auf Geschwindigkeit setzt, sondern auch Atmosphäre aufbauen kann. Gerade »Mysteries Of Faith« lebt von seiner düsteren Spannung.
Der Titeltrack »Shadow Rising« bildet das Zentrum der Platte. Schwer, bedrohlich und mit einem Refrain, der lange nachhallt. Hier verdichtet sich das, was das Album ausmacht, Druck, Melodie und eine klare Aussage.
Mit »The Undertaker« und »Blood For The Cross« wird es noch einmal besonders finster. Die Songs wirken fast schon apokalyptisch und setzen auf massive Riffwände. »Prophet Of Lies« bringt das Thema Manipulation auf den Punkt und bleibt musikalisch angenehm variabel.
»No Future« fällt durch seine Direktheit auf. Kurz, schnell und ohne Umwege. Genau so, wie Thrash klingen soll. Der Abschluss »Dawn Of The Undead« rundet das Album stimmig ab. Ein Song, der nicht einfach ausklingt, sondern bewusst ein düsteres Gefühl stehen lässt.
Oldschool mit Haltung
Was »Shadow Rising« besonders macht, ist die Konsequenz und Aussagekraft. PAINKILLER versuchen nicht, Trends hinterherzulaufen, stattdessen setzen sie auf das, was sie ausmacht, ehrlichen Metal mit Ecken und Kanten.
Die Oldschool-Wurzeln sind deutlich hörbar, aber die Band wirkt dabei nicht angestaubt. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass hier Musiker am Werk sind, die genau wissen, was sie tun. Die Songs sind klar strukturiert, verlieren aber nie ihre Energie.
»Shadow Rising« ist ein starkes Album, das keine Kompromisse eingeht. Harte Riffs, rohe Power und eingängige Melodien greifen sauber ineinander. Die düstere Grundstimmung zieht sich konsequent durch alle Tracks und verleiht der Platte eine klare Identität.
Kleine Schwächen gibt es in der Abwechslung. Einige Passagen ähneln sich stärker, als es nötig wäre. Trotzdem bleibt das Gesamtbild überzeugend, weil die Intensität durchgehend hoch ist. Am Ende steht ein Album, das genau das liefert, was man sich von dieser Stilrichtung erhofft. Direkt, ehrlich und mit genug Substanz, um auch nach mehreren Durchläufen interessant zu bleiben.
Fazit: »Shadow Rising« von PAINKILLER ist ein Album, das Fans des Genres nicht verpassen sollten.






