Tracklist
01. Demonical Redemption
02. Black Rising Suffering
03. Divine Blood Invocation
04. Last Groan Devoured by Death
05. Ominous Delusion
06. Embraced by Demons Spell
07. Nihilistic Torments
Besetzung
Demo – Guitars, Vocals
Anton – Vocals
Pio – Drums
Erik – Bass
Das slowakische Extreme Metal hat gerade eine Bereicherung erhalten mit einem neuen Album. Das Debütwerk von GOHOLOR, „Locus Damnatorum„, befördert sie in die erste Liga der Bands auf der lokalen Szene und kündigt sie als eine der interessantesten und authentischsten Bands auch auf breiterer Ebene an.
Klangmauer mit permanentem Vocal-Dialog
Ein sehr direkter Einstieg in den Eröffnungssong „Demonical Redemption„, sehr abrupt und aggressiv. Eine Klangmauer gemacht aus kontinuierlichem Gitarren-Fuzz, gnadenlosem Schlagzeug und zwei Vocal-Beiträgen, einer schreiend und einer knurrend, in permanentem Dialog. Der Klang ist technisch, dissonant, viel mehr in Black Metal Richtung geneigt musikalisch, mit klaren Einflüssen von Death Metal. Das Resultat ist dunkle Atmosphäre, kalte und abgrundtiefe Musik, aggressiv und infernalisch.
GOHOLOR kommen aus Michalovce, wurden 2010 von Demo (Gitarren/Screaming Vocals) und Anton (Growling Vocals) gegründet. Später traten Pio (Drums) und Erik (Bass) bei. In dieser Formel veröffentlichte das Quartett 2016 ihr Debüt-EP „In Saeculis Obscuris“ und jetzt, zehn Jahre danach, ihr Debüt-Full-Length.
Mit typischer Black Metal Tremolo-Leadgitarre macht „Black Rising Suffering“ einen Schritt näher an melodischeren Ansatz nach dem dissonanten Opener. Immer noch sehr dynamisch, mit Rhythmussektion, die gnadenlos hämmert und gutes Tempo setzt, kommen die Gitarren dünner und ziemlich im Hintergrund. Wieder setzen die Vocals den präsentesten Akzent im Song. Auch wenn nicht sehr fantasievoll im Song, wird der Vocal-Beitrag durch quasi-verhallte sekundäre Vocals gesetzt, die immer die primäre reflektieren, ein interessanter Ansatz, der nach ein paar Akkorden ziemlich vorhersehbar wird.
Die Produktion ist simpel, nicht mehr als die Band-Kompositionen und Vision zu respektieren, ein ziemlich roher Klang, der zur Band-Musik passt. Nicht überladen mit Ornamenten oder Komplikationen, ein ziemlich geradliniger Klang. Auch für den größten Teil ausbalancierter Klang zwischen Instrumenten, mit klarer Dominanz von den Vocals.
Technische Ausführung mit kreativem Ansatz
Hektische Riffs eröffnen „Divine Blood Invocation„, auch die Leadgitarre reflektiert den chaotischen Ansatz. Dennoch gute Dynamik, besser ausbalancierter Klang und sehr technische Ausführung. Schnelles Tempo, frenetisches Schlagzeugspiel, und die melodische Seite der Band ist hier besser ausgedrückt. Der Song ist gute Komposition, die Stärke der Band hier wird durch sehr technische Instrumentierung repräsentiert.
Überraschend melodisch, mit Akustikgitarren und fast melancholischem Akzent startet „Last Groan Devoured by Death„, und die folgenden Akkorde sind langsam, fast Doom-inspiriert. Die melodische Linie bleibt geladen mit Emotionen, die Drums, die langsam Power gewinnen, unterstreichen den melodischen Ansatz, auch die Vocals sind diesem untergeordnet, funktionieren jetzt mehr wie Kontraste. Ein interessanter Ansatz, ein guter Song, der gute kompositorische Fähigkeiten von der Band zeigt. Ein Highlight des Albums.
Nach dem ziemlich emotional geladenen vorherigen Song ist „Ominous Delusion“ aggressiver und wieder sehr technisch. Die Vocals kehrten zur verhallten Technik zurück, die Gitarren sind zurückgekehrt zu chaotischem, sehr technischem permanentem Geflecht komplexer Tremolo-gepickter Akkorde, die Drums hämmern, die Atmosphäre ist kalt, finster. Dennoch ein weiterer guter Song, der sich in viele Richtungen entfaltet.
„Embraced by Demons Spell“ kehrte zu Black Metal und chaotischem Klang zurück, weniger melodisch, mit erneuerter Kraft und auch Verzweiflung, die im Vocal-Beitrag gespürt werden kann. Und der finale Song „Nihilistic Torments“ ist ein weiterer voll dissonanter und sehr aggressiver Song, die Band ist langsam zum Eröffnungssong-Stil und Dynamik zurückgekehrt. Nicht weniger beeindruckend, eine volle technische Demonstration, die wieder überwältigend und abrasiv ist. Ein gutes Abschlussstück.
Kreisförmige Entwicklung mit subtilem Crescendo
Ein Album, das total dissonant startet, und während es fortschreitet, gewinnt die melodische Seite mehr und mehr Präsenz, mit einem Höhepunkt von Melodie und Atmosphäre in der Album-Mitte. Auf eine Weise eine kreisförmige Entwicklung des Albums, von dissonant, schnell und aggressiv zu melodischen und langsamen Klanglandschaften und zurück, der ganze Klang hat sich auf kohärente Weise entwickelt. Diese Veränderungen sind subtiler, als man annehmen sollte, ein sehr intelligentes und gut durchdachtes Crescendo.
Ein genießbares Hörerlebnis, auch ein Album, das weiter überrascht, man fühlt, als wäre der nächste Akkord vorhersehbar, die Band widerspricht dem sehr oft, und dennoch ist der Klang gut durchdacht, behält einen fließenden Fortschritt durch das ganze Album. Beeindruckendes Werk der Slowaken, ein Werk, das eine reife Band zeigt. Interessanter und fesselnder Klang, einnehmende Kompositionen, das Album als Ganzes ist sehr gute Arbeit.
Fazit: GOHOLOR liefern mit „Locus Damnatorum“ technisches Black/Death-Debüt, kreisförmige Entwicklung von dissonant zu melodisch und zurück, reif und intelligent.






