Tracklist
01. All Will Die
02. Amok
03. Under The Reign Of A Psychopath
04. End Of The Night
05. The Decline
06. In The Name Of God
07. Into The Abyss
08. This Rotten Core
09. In The Silence
10. The Ending Calls
Besetzung
Sebastian Ernst – Guitar
Torsten Feichtinger – Bass
Dennis Marschallik – Vocals
Dominik Erbach – Drums
Andreas Leyer – Guitar
Ruhrpottstahl mit Biss
2015 formierte sich mit IGNITION eine Band, die ihre Wurzeln tief im klassischen Heavy- und Power- Metal verankert hat. Entstanden aus ehemaligen Mitgliedern von SYNASTHASIA und BLOOD OF GOD, verfolgt die Truppe von Beginn an einen klaren musikalischen Ansatz. Ehrlicher, kraftvoller Metal ohne unnötige Kompromisse. Mit ihrem neuen Album »All Will Die« präsentieren die fünf Musiker eine Platte, die traditionelle Tugenden des Genres mit modernen Einflüssen verbindet und dabei erstaunlich vielseitig ausfällt.
Aufgenommen wurde das Werk im bandeigenen Don Phallus Studio. Für Mix und Produktion zeichnete Sänger Dennis Marschallik verantwortlich, während das Mastering von Dennis Koehne übernommen wurde, der bereits für Größen wie SODOM, LACUNA COIL, CALIBAN, ORDEN OGAN oder EXUMER tätig war. Entsprechend druckvoll und ausgewogen fällt der Klang des Albums aus.
Tradition trifft Moderne
Bereits der Titeltrack »All Will Die« macht deutlich, wohin die Reise geht. Kraftvolle Riffs, ein markanter Gesang und eine Produktion mit ausreichend Druck bilden die Grundlage für den Sound der Band. Dabei orientieren sich IGNITION zwar hörbar an US-Power-Metal-Größen wie JAG PANZER, greifen aber ebenso Elemente deutscher Genrevertreter wie BRAINSTORM oder früher BLIND GUARDIAN auf.
Besonders gelungen ist die Verbindung klassischer Metal-Strukturen mit moderneren Einflüssen. Immer wieder schimmern rhythmische Akzente und Gitarrenarrangements durch, die an Bands wie TRIVIUM erinnern, ohne den traditionellen Charakter der Songs zu verwässern. Dadurch entsteht eine spannende Mischung aus Vertrautem und Eigenständigem.
Aggression, Melodie und Atmosphäre
Mit »Amok« und »Under The Reign Of A Psychopath« schlägt das Album zunächst eine deutlich härtere Richtung ein. Die Songs leben von aggressiven Riffs und treibenden Rhythmen, behalten dabei jedoch stets ihre melodische Ausrichtung. Besonders die Gitarrenarbeit überzeugt durch zahlreiche Details und starke Harmonien.
»End Of The Night« sorgt anschließend für etwas mehr Dynamik innerhalb des Albums. Hier zeigen IGNITION ihr Gespür für eingängige Refrains und atmosphärische Passagen. Der Song besitzt Ohrwurmpotenzial, ohne in Klischees abzurutschen.
Ein weiteres Highlight folgt mit »The Decline«. Die Kombination aus druckvollem Groove, melodischen Leads und überzeugenden Gesangslinien funktioniert hervorragend. Marschallik präsentiert sich über die gesamte Spielzeit als vielseitiger Frontmann, der sowohl kraftvolle als auch emotionale Momente glaubwürdig transportiert.
Starke zweite Albumhälfte
Während viele Debütalben im hinteren Bereich etwas an Spannung verlieren, gelingt IGNITION genau das Gegenteil. »In The Name Of God« und »Into The Abyss« gehören zu den stärksten Stücken der Platte. Hier zeigt sich besonders deutlich, wie souverän die Band unterschiedliche Facetten des Heavy Metal miteinander verbindet.
»This Rotten Core« punktet durch seine düstere Grundstimmung und einen markanten Refrain. Die beiden Gitarristen Sebastian Ernst und Andreas Leyer liefern dabei einige der stärksten Leads des Albums ab. Ihre Soli wirken nie aufgesetzt, sondern fügen sich organisch in die jeweiligen Songs ein.
Mit »In The Silence« folgt ein atmosphärischer Moment, der dem Album zusätzliche Tiefe verleiht. Die Band nimmt bewusst etwas Tempo heraus und setzt stärker auf Stimmung und Melodie. Dadurch entsteht ein wirkungsvoller Kontrast zu den härteren Nummern.
Den Abschluss bildet »The Ending Calls«, das noch einmal viele Stärken der Platte zusammenführt. Kraftvolle Riffs, eingängige Melodien und eine überzeugende Dramaturgie sorgen für einen gelungenen Schlusspunkt.
Handwerklich auf hohem Niveau
Was bei »All Will Die« besonders auffällt, ist die handwerkliche Qualität. Die Musiker verfügen über reichlich Erfahrung und wissen genau, wie ein starker Metalsong aufgebaut sein muss. Die Gitarren liefern zahlreiche abwechslungsreiche Ideen, während die Rhythmussektion aus Bassist Torsten Feichtinger und Schlagzeuger Dominik Erbach für ein stabiles Fundament sorgt.
Auch produktionstechnisch gibt es kaum Anlass zur Kritik. Der Sound besitzt genug Härte für moderne Metalfans, wahrt aber gleichzeitig die Transparenz und Natürlichkeit klassischer Produktionen. Gerade diese Balance macht einen großen Teil des Reizes aus.
Mit »All Will Die« gelingt IGNITION ein bemerkenswert starkes Power-Metal-Album. Die Band verbindet klassischen US-Power Metal, deutsche Heavy-Metal-Traditionen und moderne Einflüsse zu einem eigenständigen Gesamtbild. Dabei überzeugen sowohl das Songwriting als auch die technische Umsetzung.
Wer Bands wie JAG PANZER, BRAINSTORM, frühe BLIND GUARDIAN oder moderne Power-Metal-Interpretationen mit einer Prise Thrash schätzt, sollte diesem Album unbedingt eine Chance geben. IGNITION liefern ehrlichen Metal aus dem Ruhrgebiet, der kraftvoll, abwechslungsreich und voller Leidenschaft klingt.
Fazit: IGNITION setzen mit »All Will Die« ein deutliches Zeichen. Rohheit, Ehrlichkeit und Leidenschaft sind die Grundpfeiler ihrer Musik.






