Band: TEMPLE OF DREAD 🇩🇪
Titel: Dreadspawn Dominion
Label: Testimony Records
VÖ: 07/08/26
Genre: Death Metal

Tracklist

01. Wings of Immortality (Intro)
02. Dreadspawn Dominion
03. Born to Rot
04. Hybrid Horde Eternal
05. Death March
06. Blood Pyre
07. Scorched by Cosmic Fire
08. Rites of Blasphemy
09. Artisan of Oblivion
10. Infernal Eternity

 

Besetzung

Jens Finger – vocals
Markus Bünnemeyer – guitars
Jörg Uken – drums, keys
Daniel Maurer – guitars
Andi Bauer – bass

 

Bewertung:

4/5

Death Metal mit Wucht und Atmosphäre

Als Markus Bünnemeyer 2017 auf der Nordseeinsel Spiekeroog TEMPLE OF DREAD ins Leben rief, stand die Richtung von Anfang an fest. Kompromissloser Old School Death Metal. Gemeinsam mit Sänger Jens Finger und Schlagzeuger Jörg Uken entwickelte sich aus dem Projekt innerhalb weniger Jahre eine Band, die sich in der europäischen Szene einen ausgezeichneten Namen erarbeitet hat. Bereits die ersten Veröffentlichungen Blood Craving Mantras, World Sacrifice und Hades Unleashed fanden viel Zuspruch. Mit Beyond Acheron und God of the Godless wurde der eigene Stil schließlich um dunklere und atmosphärischere Facetten erweitert. Genau diesen Weg setzt „Dreadspawn Dominion“ so fort.

Das Quintett mit Jens Finger (Gesang), Markus Bünnemeyer und Daniel Maurer (Gitarren), Andi Bauer (Bass) sowie Jörg Uken (Schlagzeug und Keyboards) liefert ein Album ab, das die Tradition des klassischen Death Metal respektiert und gleichzeitig genug eigene Akzente setzt, um nie austauschbar zu wirken.

Ein gelungener Einstieg

Das kurze Intro „Wings of Immortality“ bereitet den Boden für das, was folgt. Statt einfach nur als Lückenfüller zu dienen, erzeugt es eine düstere Spannung, die nahtlos in den Titeltrack übergeht. „Dreadspawn Dominion“ legt ohne Umschweife los und zeigt sofort, worauf sich die Hörer einstellen dürfen. Messerscharfe Gitarren, ein druckvoller Rhythmus und ein Sänger, der mit seinem markanten Growling jede Zeile glaubwürdig transportiert.

Von Beginn an fällt auf, dass die Band ihren Sound weiter verfeinert hat. Die Stücke besitzen mehr Tiefe als auf den ersten Alben, ohne dass die rohe Energie darunter leidet. Atmosphärische Passagen werden gezielt eingesetzt und verleihen den Songs zusätzliche Spannung, anstatt sie unnötig aufzublähen.

Kraftvoll, abwechslungsreich und präzise

Mit „Born to Rot“ zieht das Tempo deutlich an. Rasende Riffs treffen auf punktgenaue Drums, während Jens Finger seine Vocals mit beeindruckender Konstanz über das Geschehen legt. Der Song gehört zu den härtesten Momenten des Albums und zeigt, dass TEMPLE OF DREAD nichts von ihrer Durchschlagskraft verloren haben.

Noch spannender entwickelt sich „Hybrid Horde Eternal“. Hier beweist die Band ein gutes Gespür für Dynamik. Schnelle Ausbrüche wechseln sich mit schweren Midtempo-Passagen ab, wodurch der Song ständig in Bewegung bleibt. Gerade diese Wechsel sorgen dafür, dass das Album auch über die gesamte Laufzeit interessant bleibt.

„Death March“ setzt auf einen schwereren Groove und entwickelt dabei eine bedrohliche Intensität. Die Gitarren bauen einen massiven Klangteppich auf, während das Schlagzeug mit kleinen Akzenten immer wieder neue Impulse setzt.

Mehr als nur klassischer Death Metal

Obwohl TEMPLE OF DREAD ihre Wurzeln nie verleugnen, klingt „Dreadspawn Dominion“ so erfreulich eigenständig. Das liegt vor allem an den feinen Details. Die beiden Gitarristen ergänzen sich hervorragend und streuen immer wieder melodische Leads ein, die den Songs zusätzlichen Charakter verleihen. Gerade dadurch wirkt das Album lebendig und entwickelt über die gesamte Spielzeit hinweg eine angenehme Dynamik.

Mit „Blood Pyre“ folgt einer der eingängigsten Titel der Platte. Das prägnante Hauptriff bleibt sofort hängen, ohne dabei an Härte einzubüßen. Kurz darauf öffnet sich „Scorched by Cosmic Fire“ stärker den atmosphärischen Elementen. Dunkle Melodien und ein dichter Klang verleihen dem Stück eine fast beklemmende Wirkung.

Auch „Rites of Blasphemy“ überzeugt mit seinem direkten Ansatz. Hier regieren kompromisslose Gitarren und ein treibendes Schlagzeug, das den Song unaufhaltsam nach vorne trägt. Trotz aller Härte bleibt jedes Instrument sauber voneinander getrennt. Die Produktion klingt druckvoll, transparent und verzichtet auf übertriebene Effekte.

Ein starkes Finale

Die beiden letzten Stücke „Artisan of Oblivion“ und „Infernal Eternity“ fassen noch einmal vieles zusammen, was das Album auszeichnet. Rasante Passagen wechseln sich mit schweren Grooves ab, während die Gitarren immer wieder kleine melodische Akzente setzen. Dadurch entsteht ein stimmiger Abschluss, der Lust auf den nächsten Durchlauf macht.

Besonders deutlich wird auf den letzten Songs, wie routiniert die Musiker inzwischen zusammenspielen. Niemand drängt sich in den Vordergrund. Stattdessen arbeiten alle Instrumente sauber zusammen und stellen den jeweiligen Song in den Mittelpunkt. Genau das macht „Dreadspawn Dominion“ so überzeugend.

TEMPLE OF DREAD bleiben ihrer musikalischen Linie treu und zeigen gleichzeitig, dass Entwicklung auch innerhalb des klassischen Death Metal möglich ist. „Dreadspawn Dominion“ so verbindet brachiale Härte mit einer dichten Atmosphäre und einem starken Gespür für eingängiges Songwriting. Die Band verlässt sich nicht allein auf Geschwindigkeit oder technische Finessen, sondern legt den Fokus auf Songs, die auch nach mehreren Durchläufen im Gedächtnis bleiben.

Wer traditionellen Death Metal mit zeitgemäßer Produktion und einer spürbaren Portion Atmosphäre schätzt, wird an diesem Album seine Freude haben. TEMPLE OF DREAD liefern kein Genreexperiment, sondern eine durchdachte und kraftvolle Veröffentlichung, die ihre Stellung in der Szene eindrucksvoll untermauert.

Fazit: TEMPLE OF DREAD beweisen mit „Dreadspawn Dominion“ erneut ihre Meisterschaft im Genre.

Internet

TEMPLE OF DREAD - Dreadspawn Dominion - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.