Band: CORELEONI 🇨🇭
Titel: Generection
Label: Reigning Pheonix Music
VÖ: 11/09/26
Genre: Hard Rock

Tracklist

01. Last Goodbye
02. Generation Rock
03. Howling At The Moon
04. Lady Marmalade
05. Believe
06. Vision
07. Rock ‚N‘ Roll Rebel
08. Don’t Tell Me
09. I’m Afraid I’m In Love
10. Yearning

 

Besetzung

Eugent Bushpepa – Vocals
Leo Leoni – Guitar
Jgor Gianola – Guitar
Mila Merker – Bass
Alex Motta – Drums

 

Bewertung:

4,5/5

Rockmusik ohne Ablaufdatum

Es gibt Bands, bei denen man nach wenigen Sekunden weiß, woher der Wind weht. CORELEONI gehören definitiv dazu. Ein markantes Gitarrenriff, eine große Melodie, ein Sänger mit ordentlich Druck in der Stimme und schon ist klar! Hier wird Hard Rock gespielt, der seine Wurzeln nicht versteckt. Warum auch?

Hinter CORELEONI steht mit Leo Leoni schließlich jemand, der diese musikalische Sprache nicht erst lernen musste. Als Gründungsmitglied von GOTTHARD hat der Gitarrist die Entwicklung des melodischen Hard Rocks selbst über viele Jahre begleitet. Mit CORELEONI hat er seit 2017 ein Projekt geschaffen, das sich zunächst stark mit der eigenen musikalischen Vergangenheit beschäftigte. Auf „Generection“ geht der Blick nun deutlich stärker nach vorne.

Das Album ist das vierte Studioalbum von CORELEONI und gleichzeitig das zweite mit Eugent Bushpepa am Mikrofon. Gemeinsam mit Jgor Gianola an der zweiten Gitarre, Mila Merker am Bass und Alex Motta am Schlagzeug bildet er eine Besetzung, die inzwischen hörbar zusammengewachsen ist.

Keine Nostalgieveranstaltung

Was bei „Generection“ sofort auffällt, ist der Druck. CORELEONI klingen nicht so, als wollten sie lediglich beweisen, dass sie die guten alten Zeiten kennen. Die Band will Rock spielen, der heute funktioniert. Das gelingt vor allem deshalb, weil die Songs nicht versuchen, auf Teufel komm raus modern zu klingen.

„Last Goodbye“ eröffnet das Album mit einem klassischen Hard-Rock-Fundament und setzt gleichzeitig eine erste Duftmarke für das, was folgt. Gitarren mit ordentlich Biss treffen auf eine eingängige Gesangsmelodie. „Generation Rock“ geht noch einen Schritt weiter und dürfte sich live ziemlich schnell zu einem der Stücke entwickeln, bei denen die Köpfe automatisch mitnicken.

Danach wird es mit „Howling At The Moon“ etwas atmosphärischer. Genau solche kleinen Richtungswechsel verhindern, dass „Generection“ irgendwann wie ein einziges langes Gitarrenriff wirkt. CORELEONI wissen, wann sie Gas geben müssen und wann ein Song etwas mehr Luft gebrauchen kann.

Eugent Bushpepa passt perfekt

Ein wesentlicher Faktor ist Eugent Bushpepa. Der Sänger besitzt eine kräftige, charaktervolle Stimme, die dem Material ordentlich Leben einhaucht. Dabei muss er nicht permanent zeigen, was er stimmlich kann. Viel wichtiger ist, dass er die Songs trägt und ihnen Persönlichkeit gibt.

Bei „Believe“ funktioniert das besonders gut. Die Nummer setzt stärker auf Melodie und Emotion, ohne in klebrigen Pathos abzurutschen. „Vision“ schlägt eine ähnliche Richtung ein und zeigt die ruhigere Seite des Albums.

Dann wird wieder aufgedreht. „Rock ‚N‘ Roll Rebel“ ist genau das, was der Titel verspricht: schnörkelloser Rock mit ordentlich Vortrieb. „Don’t Tell Me“ hält das Niveau und erinnert daran, dass guter Hard Rock manchmal gar nicht mehr braucht als ein starkes Riff, einen guten Refrain und eine Band, die ihr Handwerk beherrscht.

Warm, analog und trotzdem kräftig

Auch die Produktion passt hervorragend zum Material. „Generection“ wurde bewusst mit einem analogen Einschlag versehen. Das sorgt für Wärme und erinnert an die großen Rockproduktionen vergangener Jahrzehnte. Gleichzeitig ist der Sound keineswegs muffig oder nostalgisch abgeriegelt.

Die Gitarren kommen präzise und druckvoll aus den Boxen, das Schlagzeug hat ordentlich Punch und der Bass bleibt dort, wo er hingehört, untenrum für Stabilität sorgend, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

Gerade dieser Sound ist ein angenehmer Gegenentwurf zu Produktionen, bei denen inzwischen jedes Instrument bis zum Anschlag glattgebügelt wird. Bei CORELEONI darf es noch ein wenig rauer und organischer klingen. Das passt zur Musik.

Eine Band, die gemeinsam wächst

Spannend ist auch die stärkere Beteiligung der gesamten Besetzung am Songwriting. Leo Leoni bleibt natürlich die prägende Figur, doch „Generection“ vermittelt nicht den Eindruck, dass hier ein Gitarrist seine Ideen von einer austauschbaren Begleitmannschaft umsetzen lässt.

Die Band spielt als Einheit. Das hört man besonders in den rhythmisch stärkeren Passagen. Mila Merker und Alex Motta bilden ein solides Fundament, während Leoni und Gianola genügend Raum bekommen, um die Songs mit ihren Gitarren zu prägen.

Mit „I’m Afraid I’m In Love“ folgt später noch eine Nummer, die etwas mehr Gefühl zulässt. Gerade hier zeigt sich, dass CoreLeoni nicht ausschließlich über Härte funktionieren. Den Abschluss bildet „Yearning“, ein Stück, das die melodische Seite der Band noch einmal schön zusammenfasst.

Classic Rock für mehrere Generationen

„Generection“ trägt seinen Titel nicht zufällig. Das Album versucht tatsächlich, eine Verbindung zwischen unterschiedlichen Rockgenerationen herzustellen. Für ältere Fans gibt es genügend vertraute Zutaten, während jüngere Hörer eine Produktion bekommen, die trotz ihrer klassischen Ausrichtung keineswegs verstaubt wirkt.

Und genau darin liegt die große Stärke der Platte. CORELEONI kopieren nicht einfach die Vergangenheit. Sie nehmen das, was an klassischem Hard Rock funktioniert, und setzen es mit einer hervorragend eingespielten Band neu zusammen.

Natürlich erfinden CORELEONI das Genre nicht neu. Das müssen sie aber auch nicht. „Generection“ lebt von guten Songs, starken Gitarren, einer überzeugenden Stimme und diesem ganz speziellen Gefühl, das entsteht, wenn Rockmusik noch nach Band und nicht nach Produktionssoftware klingt.

Für Fans von melodischem Hard Rock ist das Album deshalb eine ziemlich sichere Bank. Wer auf große Refrains, knackige Gitarren und den Sound klassischer Rockproduktionen steht, dürfte hier kaum enttäuscht werden.

Fazit: „Generection“ von CORELEONI ist ein kraftvolles Album, das sowohl eingefleischte Fans als auch Neueinsteiger begeistern wird.

Internet

CORELEONI - Generection - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.