Band: VALKYRIE’S FIRE 🇺🇸
Titel: Out of Darkness
Label: Eclipse Records
VÖ: 18/09/26
Genre: Symphonic Power Metal

Tracklist

01. In Spirit, In Shadow
02. Evermore
03. Valkyrie’s Fire
04. Cascade
05. Burning Sky (feat. Mikael Sehlin)
06. Shattered
07. I See The Angels Fly
08. Skylark
09. Labyrinth
10. Bone And Thorn
11. Dark Moon
12. Nocturne
13. I Will Rise Again

 

Besetzung

Bettie Floyd – vocals
Adam Sanders – vocals
Joey Grimaldi – guitar
Ryan Metroka – drums
Dave Hale – bass
Salem Belladonna – keys, Cello

 

Bewertung:

3/5

Nashville und Symphonic Power Metal sind auf den ersten Blick nicht unbedingt zwei Begriffe, die man sofort miteinander verbindet. Die amerikanische Stadt ist schließlich vor allem als Heimat des Country bekannt. VALKYRIE’S FIRE wollen das offenbar ein wenig ändern und schicken sich an, mit ihrem Debüt „Out of Darkness“ eine eigene Duftmarke in der amerikanischen Power-Metal-Landschaft zu setzen. Die Voraussetzungen dafür sind durchaus vorhanden. Was am Ende fehlt, ist allerdings genau jener Funke, der aus einem ordentlichen Debüt eine wirklich starke Platte macht.

Bereits „In Spirit, In Shadow“ stimmt mit seinen orchestralen Klängen auf eine entsprechend dramatische Reise ein. Danach geht es mit „Evermore“ direkt in die Vollen. Gitarren, Keyboards, symphonische Elemente und die beiden Stimmen von Bettie Floyd und Adam Sanders bilden das Grundgerüst des Albums. VALKYRIE’S FIRE wissen ziemlich genau, wie Symphonic Power Metal funktionieren muss. Das Problem ist eher, dass man vieles davon schon einmal gehört hat.

„Valkyrie’s Fire“ gehört zu den Stücken, bei denen die Band ihre Stärken am deutlichsten ausspielen kann. Treibende Drums, melodische Gitarren und ein großer Refrain sorgen für die nötige Portion Pathos. Auch „Cascade“ setzt auf diese Mischung und funktioniert vor allem dann gut, wenn man sich auf die klassische Seite des Genres einlässt. Wirklich überraschen kann die Band dabei allerdings nicht.

Eine interessante Abwechslung bringt „Burning Sky“. Hier bekommt das Album durch den Gastauftritt von Mikael Sehlin eine zusätzliche vokale Farbe. Das Stück wirkt dadurch etwas lebendiger und hebt sich aus dem ansonsten recht geschlossenen Klangbild heraus. Genau solche Momente hätte man sich auf „Out of Darkness“ häufiger gewünscht.

Denn grundsätzlich haben VALKYRIE’S FIRE einiges zu bieten. Die Instrumentierung ist ordentlich, die Produktion lässt die einzelnen Elemente sauber zur Geltung kommen und auch beim Zusammenspiel gibt es nichts auszusetzen. Joey Grimaldi liefert eine solide Gitarrenarbeit, Ryan Metroka und Dave Hale halten das rhythmische Fundament zusammen und Salem Belladonna sorgt mit Keyboards und Cello für die symphonische Seite. Gerade das Cello bringt gelegentlich eine angenehme zusätzliche Tiefe in die Arrangements.

„Shattered“ und „I See The Angels Fly“ schlagen anschließend wieder die melodischere Richtung ein. Beide Songs besitzen ihre Momente, bleiben aber letztlich ziemlich nah an den bekannten Genreformeln. „Skylark“ macht es ähnlich. Große Melodien, dramatische Übergänge und ein Refrain mit entsprechendem Nachdruck gehören hier zum Pflichtprogramm.

Etwas spannender wird es bei „Labyrinth“ und „Bone And Thorn“. Vor allem letzterer Song bringt mehr Dunkelheit und Atmosphäre ins Spiel. Hier merkt man, dass VALKYRIE’S FIRE durchaus in der Lage sind, über das reine Abarbeiten der typischen Power-Metal-Zutaten hinauszugehen. „Dark Moon“ führt diesen Ansatz weiter und sorgt für etwas Abwechslung, ohne das Album stilistisch aus der Bahn zu werfen.

Mit „Nocturne“ wird es anschließend ruhiger. Der Titel passt dabei durchaus zum Charakter des Songs, bevor „I Will Rise Again“ den Schlusspunkt setzt. Erwartungsgemäß darf es zum Ende noch einmal groß und hymnisch werden. Ein passender Abschluss, der allerdings ebenfalls nicht mit einer großen Überraschung um die Ecke kommt.

Gesanglich funktioniert das Zusammenspiel von Bettie Floyd und Adam Sanders gut. Gerade die Kombination aus unterschiedlichen Stimmen gibt VALKYRIE’S FIRE eine eigene Note. Trotzdem bleibt auch hier noch Luft nach oben. Manchmal hätte etwas mehr Mut bei den Arrangements und bei der Dynamik der Songs gutgetan. Nicht jeder große Refrain wird automatisch zu einem starken Refrain, und genau daran scheitern einige Passagen des Albums.

„Out of Darkness“ ist deshalb kein schlechtes Debüt. Ganz im Gegenteil. Die Band kann spielen, die Songs sind sauber produziert und das musikalische Konzept steht. Nur fehlt über weite Strecken der eigene Stempel. Zu viele Elemente erinnern an das, was man aus dem Symphonic- und Power-Metal bereits kennt. Dadurch bleibt nach dem Ende des Albums weniger hängen, als es angesichts der durchaus vorhandenen Qualität möglich gewesen wäre.

VALKYRIE’S FIRE haben mit „Out of Darkness“ einen soliden ersten Schritt gemacht. Jetzt muss die Band zeigen, ob sie beim nächsten Mal mutiger wird und stärker auf die eigenen Stärken setzt. Das Potenzial ist jedenfalls vorhanden. Für den Moment reicht es für ein ordentliches, aber eben nicht herausragendes Debüt.

Fazit: VALKYRIE’S FIRE setzen mit „Out of Darkness“ ein deutliches Zeichen in der amerikanischen Power Metal-Szene.

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VALKYRIE'S FIRE - Out of Darkness - CD Review

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Robert
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.