Band: AS LIONS
Titel: Selfish Age
Label: Better Noise/Eleven Seven Records
VÖ: 20.01.17
Genre: Alternative/Modern Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

AS LIONS - Selfish Age album artwork, AS LIONS - Selfish Age album cover, AS LIONS - Selfish Age cover artwork, AS LIONS - Selfish Age cd coverWenn Newcomer gleich renommierte Produzenten wie, David Bendeth (Of Mice & Men, Paramore, Bring Me The Horizon) und Kane Churko (Five Finger Death Punch, Disturbed, In This Moment) für sich gewinnen können. Dann ist dies einerseits ein Glücksgriff, da man hier definitiv eine starke Unterstützung hinter sich hat. Andererseits veredelten diese beiden Alben der genannten Interpreten und somit wird desgleichen einiges an Wiedererkennugnswerten im Sound der Briten vorhanden sein. Vor allem was den Groove betrifft, schlittert man tatsächlich im Fährwasser von Five Finger Death Punch und Disturbed. Mit den erstgenannten haben die Jungs die meisten Parallelen aufzuweisen. Würde aber sogleich von einer zu harschen Kritik, zwecks Kopie und Innovation absehen. Der Grund liegt im Detail! Gewiss sind die Soundzüge zu 5FDB sehr stark, dagegen spielen die Briten deutlich frischer und die harten Fragmente, vor allem seitens des Gesangs sind nicht vorhanden.

Tourneen mit Trivium, Five Finger Death Punch und Shinedown haben allemal ihre Spuren hinterlassen, man muss den Herrschaften im Gegensatz dazu attestieren, man ist ausnehmend bemüht frisches Blut einfließen zu lassen. Dieses strömt enorm und so bringt man etliches an frischen Soundattitüden im Bereich des Modern/Alternative Metal zum Vorschein. Harmonisierende Melodien, pushende Groove Attacken, allesamt gut hörbar und wissen ferner zu reizen. Bei weit idyllischeren Parts zeigen die Jungs ebenfalls ihr gutes, qualitativ hochwertiges Händchen. Das reißt einen wirklich vom Hocker und man hechtet hoch, um glatt zu den Attacken abzugehen, wie Schmidts Katze.

War schon die Debüt EP „Afermath“ ein brillanter Griff, demgemäß konnte man sich bis zum Release von „Selfish Age“ merklich steigern. Gesanglich, ja wie beurteilt man jemanden, welcher der Sohn von Bruce Dickinson ist. Gut mit seinem Vater an sich und seiner Vorliebe des Gesangs, hat der Filius nichts zu tun. Vielmehr setzt Austin auf eigene Akzente und in diesem Bereich hinkt er seinem Vater in nichts nach. Für den Genrebereich in dem er und seine Mitstreiter agieren, hat er eine Stimme, welche passt, wie die Faust aufs Auge.

Bedeutet nicht, dass man nur auf die Stimme des Fronters baut. Gibt es sicherlich bei anderen Kapellen. In diesem Falle greifen alle Arrangements und Gesangseinlagen gekonnt ineinander. Wie bereits bei The Raven Age (Band von Steve Harris Sohn George Harris) hat man selbstverständlich Väter, welche die Szene des Metal prägen, doch wie eben bei genannter Band, ist auch As Lions eine legitime Formation, ohne dabei irgendwo im Schatten der Väter sich wieder zu spiegeln. Eigenständigkeit und kein Vitamin B sind merklich vorrangig und das steht für die Musik, welche beide Maiden Kinder geschaffen haben. Im Falle von Austin und As Lions sogar noch etliche Kanten geiler kreiert.

Gute, energetische Songs schallen im Dauerfeuer aus den Boxen, bohren sich bis tief in den Gehörgang und harken sich dort fest. Gute, außerordentlich bedeutsame Wiedererkennungswerte, sorgen die Stücke beim x-ten Durchlauf für ein Staunen. Damit dürfte jeder Meckerer besänftigt sein, wenn es um die Väter geht. Den vorliegend unterbreitet man einen ausgezeichneten Sound, welcher für viel Furore sorgen wird.

Schlussendlich wäre noch die Symbiose an klaren Metal Ansätzen und den unterwanderten Arrangements zu nennen. Gut und leidenschaftlich facettenreich hinbekommen hat man sich seit der EP zu einem Mega-Act entwickelt. Das kommt nicht zu poliert rüber und man bietet frischen Sound von einer ungestümen, nach oben drängenden Truppe. Mit dem Full Length Debüt hat man genügend Superbenzin getankt, um den Erfolgsmotor auf Hochtouren zu bringen.

Fazit: As Lions beweisen, wie The Raven Age, man kann große Väter haben, deswegen bestreiten die Kinder dann die eigenen Wege und was für welche. Der Sound im Bereich des Modern/Alternative Metal ist wahrlich ein gutes, facettenreiches Programm für Fans von Five Finger Death Punch, Disturbed und Shinedown

Tracklist:

01. Aftermath
02. The Suffering
03. Bury My Dead
04. Deathless
05. Selfish Age
06. White Flags
07. Pieces
08. World On Fire
09. One By One
10. The Fall
11. The Great Escape

Besetzung:

Austin Dickinson (voc)
Conor O’Keefe (guit)
Will Homer (guit)
Stefan Whiting (bass)
Dave Fee (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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