BLOODRED – Ad Astra

BLOODRED – Ad Astra

bloodred - ad astra - album cover

Band: BLOODRED
Titel: Ad Astra
Label: Massacre Records
VÖ: 22/04/22
Genre: Black/Death Metal

Bewertung:

4/5

Der deutsche Blackned-Death Künstler Ron Merz ist mir durchaus ein Begriff, selbst die bisherige Diskografie des Projektes BLOODRED sind mir nicht unbekannt. Mit „Ad Astra“ greift der Schwarzwurzel verliebte Musiker wieder tief in die Trickkiste. Ein One-Man-Projekt in diesem Bereich ist für etliche Liebhaber des Black/Death Metal Bereichs meistens eine Sache, der man nicht unter allen Umständen Interesse schenkt. In diesem Falle sollte man die Rechnung nicht vor dem Wirten machen und sich intensiver mit diesem klanglichen Projekt beschäftigen.

One-Man-Show die einem die Luft zum Atmen raubt

Obgleich es eine One-Man-Show ist, macht das Material des Solokünstlers ordentlich was her und raubt dem Hörer bereits beim ersten Track die Luft zum Atmen. Da werden Klangmaschinerien aufgefahren, als peitscht einem eine komplette Truppe Gischt und Galle ins Gesicht.

Black/Death Metal mit vielen Hinweisschildern

Gute Wechsel zwischen Black und Death Metal, mit einigen Hinweisschildern in Richtung Polen. Insbesondere BEHEMOTH-lastige Arrangements wecken durch die Bank das Interesse beim Hören. Wer düstere, in sich geschlossene Blackned Death Meisterwerke liebt, darf nicht bloß ein Ohr hierbei riskieren, betreffende Personen sollten diesen schwarzen Klangteppich vollends genießen, denn der Solokünstler fährt hier beachtliche Geschütze auf. Entsprechend übermächtig donnert ein Song nach dem andern aus den Boxen und reißt einen zur wilden Raserei mit.

Obgleich ich nicht unbedingt eine generelle Erwartungshaltung an sich hatte, zeigt sich der Schreiberling schlussendlich komplett überzeugt und begeistert, von der Klangkunst auf „Ad Astra“. Selten erlebt man ein One-Man-Projekt mit solch einer Überzeugungskraft und eine gewaltige Soundproduktionsqualität.

Schwarzwurzel Metal mit vielen Todesbleikontrasten

BLOODRED klingt hier so schwarz und im Kontrast hierzu reißen einen die Todesbleischübe aus dem Schlund der Hölle nach oben. Durch den extrem dichten, organischen Sound verschmelzen die Songs zu einer einzigen, schwarzen Masse, bei welcher eben genannte Death Metal Anleihen hervorschnellen und das Material äußerst facettenreich erscheinen lassen. Genau in diesen Momenten schnappt der Hörer nach Luft. Im Gegensatz hierzu und wenn es am wenigsten erwartet drückt einen Mr. Merz zurück in den Höllenschlund.

Gelungenes, schwarzes Solokunstwerk

Mit dem dritten Studioalbum legt Ron Merz ein in sich geschlossenes, schwarzes Solokunstwerk vor, das weniger durch die individuelle Stärke der Songs als durch die Perfektion, mit der dieses als Album arrangiert wurde, zu überzeugen weiß.

Fazit: Hut ab, was die One-Man-Show BLOODRED mit „Ad Astra“ im Blackned Death Metal hermacht.

Tracklist

01. Shatterer Of Worlds
02. With Existence Comes Suffering
03. Neon Gods
04. All Is Bleak (Bonus Track)
05. United/Divided

 

06. Twilight Falls
07. Fire, Ash And Dust
08. Realm Of Silence
09. Ad Astra

 

Besetzung

Ron Merz – Vocals, Guitars, Bass
Joris Nijenhuis – Drums

 

Internet

BLOODRED – Ad Astra CD Review

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Soldat unter dem Motto morituri te salutant sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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