Band: Bonecracker
Titel: Пороки
Label: Зомби Records
VÖ: 2014
Genre: Thrash Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Metal in der Muttersprache ist ja nichts Neues und auch in Russisch gesungen, seit Arkona auch nicht. Wohlgemerkt klingt das Schaffen der russischen Thrasher aus Omsk komplett anders. Hat dadurch seinen besonderen Reiz. Bonecracker sind seit 2012 aktiv, und hieven mit „Пороки“ (heißt frei übersetzt Schraubstock) ihr Debütwerk auf den Markt. Thrash Metal der Old School Marke wird dabei geboten, wobei sich die Truppe sehr an die alten Helden aus dem deutschen Raum orientiert. Würde sogar sagen, dass die Jungs wie eine Mischung aus Sodom und Tankard klingen, was auch am Gesang des Fronters liegt. Auch rhythmisch werden ähnliche Preschen geschlagen und dabei macht die Truppe eine sehr gute Figur. Freilich nichts Neues für den Thrash Maniac, aber aufgrund der russischen Vocals klingt das Ganze sehr frisch. Nur an den Lyriks alleine liegts auch nicht, denn die Jungs bieten eine Vielzahl, bei welchen sie es durchaus verstehen ihren eigenen Stempel, so gut es geht, aufzudrücken. Man besinnt sich auf die urtypische Linie und poliert uns dabei amtlich die Fresse. Leichtere Melodieabgänge sehen sich immer wieder im Kampf mit zackigen Circle-Pit Attacken. Die Wechsel sind gut gewählt und so hat das Material viel Wiedererkennungswert. Man hat viel Laune und versteht es auch dies auf dem Album gut wieder zu spiegeln. Es mag sicherlich sein, dass der Grundgedanke auch bei den Russen nicht unbedingt neu ist. Die Umsetzung geht aber schwer in Ordnung und reizt dermaßen, sodass man sich unvermindert in den Circle-Pit versetzt sieht. Stimmig und mit guten push-forward Effekten attackiert man den Hörer und genau solche Sachen lieben die Thrasher. Darum gibt es einfach nichts zu meckern was die Rhythmik und die Produktion betrifft. Man hat einen sehr guten Weg gewählt und somit ist dieses Album wirklich eine tolle Thrash Metal Perle, welche aufgrund der in er Muttersprache eingestanzten Lyrics ein kleiner Exot ist.

Fazit: Superber Happen im Thrash ‚n‘ Roll Rhythmus. Klingt trotz der russischen Lyrics sehr deutsch, zumindest was die Rhythmik betrifft. Alle Bahnen und Schienen wurden gut zusammengeschmiedet und das sollte sich der Thrash Sammler definitiv nicht entgehen lassen.

Tracklist:

01. Костолом 06:48 (Bonecrusher)
02. Черви 04:00 (worms)
03. Проклятие пустыни 04:48 (curse of the desert)
04. Скульптор плоти 05:00 (sculptor flesh)
05. Бункер 06:45 (bunker)
06. Чупакабра 04:26 (Chupacabras)
07. Сома 04:56 (soma)
08. Вдова в дрова 04:21 (Widow in wood)

Besetzung:

Alex Sexton (voc)
Alexander Rudnev (guit)
Max Hot (guit)
Dmitry Sukhanov (bass)
Denis Sharipov (drums)

Internet:

Bonecracker Website

Bonecracker @ YouTube

Bonecracker @ LastFM

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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