Band: Ekpyrosis
Titel: Nowhere – Here Now
Label: EKP Records
VÖ: 2012
Genre: Power Metal 
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Die Band Ekpyrosis gibt es doch tatsächlich schon seit 1988, und warum habe ich Power Metal Liebhaber noch nie etwas von der Truppe bis dato gehört? Keine Ahnung, sind mir noch nie über den Weg gelaufen. Somit bedauere ich es wirklich anständig dass das neue Album „Nowhere – Here Now“ das erste Beschnuppern mit der Truppe ist. Man hört von Anfang an, dass diese Steirer einen Hang zur 80er Musik des Business haben. Dieser Hauptbrocken steht auch klarer im Vordergrund wurde aber stark ausgereizt und das auch mit thrashigen, als auch progressiveren Fragmenten. Ähnlichkeiten mit den Nachbarn von Madog? Im gewissen Maße schon, dennoch klingen die Steirer etwas gereifter und vielfältiger angesiedelt. Was nichts anderes heißt, als das die Mannschaft deutlich komplexer zu Werke geht. Auch sehr starke epische Momente gesellen sich dazu und wurden von der Truppe gekonnt und zum richtigen Zeitpunkt eingefädelt. Spieltechnisch bzw. rhythmisch würde ich sogar den Burschen einen Fable für Dragonforce zuschanzen. Dies liegt an der oftmaligen, sehr straighten Speed Spiel Line und dabei macht man keine Gefangenen. Doch stur einfach runter zu schrubbern wäre eben dem Team zu simpel und so wurden die Tracks mit sehr starken progressive Steinen ausgeschmückt, welche eine willkommene Abwechslung sind. Es scheint für meinen Teil als vereinen die Jungs hinter dem Konzept etliche Power Kollegen und so wären auch die Maniac Saint hiermit im Spiel. Wie auch ihre Wiener Kumpel werden Wechsel und synthetische Progressive Elemente eingebaut und das Mischergebnis ist gut und gediegen ausgefallen. Wer also auf schlichten Power Metal steht ist etwas vor den Kopf geschlagen, für den ist dieses Album zu komplex ausgefallen. Für jene, welche es einfach nicht reicht Judas Priest/Accept artige Gitarrenläufe zu bieten, für den ist die Truppe genau das Richtige für das sogenannte Neuland in der Plattensammlung. Die Kapfenberger schöpfen einfach aus einer langjährigen Musikerfahrung und so klingt eben das Album sehr gereift. Oft sind meiner Meinung nach die progressiven Schübe zu ruckartig, dieses Manko wird aber durch andere Komplettierungen der thrashigen Art und superbe Tempowechsel gut ausgemerzt. Ein etwas größeres Manko ist hier der Sound der Scheibe, dieser klingt etwas zu altbacken und unfertig. Denke mit einer sehr druckvollen Produktion würde man wesentlich besser rüber kommen. Vor allem das Drumming klingt für meinen Geschmack etwas zu holzig. Somit leider nicht die volle Punkteanzahl. Sicherlich ein tolles Machwerk, es gilt aber noch einiges an Soundtechniken auszubauen bzw. zu verbessern.

Fazit: Coole Progressive Power/Thrash Formation, welche ihr Fachwerk versteht und dieses nicht zu simpel präsentiert. Vor allem die vielen Soundideen wurden sehr gut umgesetzt und das weiß zu gefallen. Mit besserer Soundproduktion würde das Album um Ecken wuchtiger klingen und das muss einfach heutzutage so sein.

Tracklist:

01. Intro
02. Ecstasy
03. Suite 666
04. You Decide
05. A Walk To The Inside
06. Obsessed By Demons
07. S.H.O.C.K
08. It’s Your Time
09. Victom of Society

Besetzung:

Matthias Fibrich (bass)
Richard Edlinger (keys)
Mario „Luis“ Scheiber (guit & back voc)
Helmut Winter (drums)
Christian Gruber (voc & guit)

Internet:

Ekpyrosis Website

Ekpyrosis @ MySpace

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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