Band: Exotheria
Titel: Angels Are Calling
Label: Underground Symphony
VÖ: 15.05.15
Genre: Progressive Power Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Exotheria sind eine Progressive Power Metal Band aus Italien und schon gleich kommen wieder die alten Erinnerungen bei mir hoch, als eine Flut an Jaulbands Mitte/Ende der Neunziger versuchte uns mit ihrem Gekreische und Gedudel die Lust auf das Genre verdrießlich zu machen. Nun die Kings vor dem Herrn sind die aus Emilia-Romagna stammenden Recken nicht. Sie servieren uns ihr Debütalbum und dies seit 1996. Man war zwar nicht untätig, aber bis auf vier unbeachtete Demos hat man es bis dato noch nicht gebracht. Fragt man sich wieso, konnte aber diesbezüglich nichts rausfinden. Die Jungs servieren ein Potpourri aus Labyrinth Sachen und einigen Einflüssen der Japaner von Concerto Moon. Erstere dürften für die Jungs wohl am maßgeblichsten die Beeinflussung gewesen sein, denn wie ihre Landsmänner zu den Anfangstagen werden ähnliche Kerben geschlagen. An sich durchaus gut und passabel wird hier ein guter Schuss des Power Metal gebracht und auch die Keylines nerven nicht mit zu arg kitschigem Geklimper. Ob dies allerdings 2015 noch jemanden vollends begeistern wird wage ich aber zu bezweifeln. Die Zeit hat sich einfach gewandelt und der Retrobeischlag für genau solch eine Genre getriefte Musik ist noch nicht so alt sodass man hier auf Retro bauen muss. Nun, wären die Jungs zur Gründung mit dem Album hervorgestochen, so könnten sie durchaus mit Labyrinth, Rhapsody (egal welcher Beisatz beim Namen auch immer) einen gleichen Status haben. So hinken sie leider etwas nach, auch wenn die gezeigte Kost gar nicht schlecht ist und sogar bei etlichen Passagen sehr passabel klingt. Auch der Sänger hat ein durchaus gutes Organ und wäre mit Fabio Lione und Joe Terry vergleichbar. Die Italiener haben ihre Qualität und servieren eine gute Power Metal Runde, leider halt schon sehr altbacken und tausendmal gehört. Etwas schade, denn mit deutlich mehr Innovation wäre hier ein weiter Spitzenplatz drinnen, denn für das Genre hätten sie gute Ideen, nur bedarf es heutzutage eben in diesem Style Bereich einfach mehr, als auf die Ewiggestrige Schiene zu bauen.

Fazit: Durchaus Passabel was die Italiener hier bieten. Fakt ist aber, dass heutzutage die Konkurrenz im Power Metal nicht schläft und mit deutlich frischerem Schwung ins Gefecht geht und da hinken leider die Burschen mit ihrer Linie aus den frühen Neunziger etwas hinterher. Mehr Mut zu Neuerungen wär hier sicherlich angebracht. Wer ein Labyrinth bzw. Italo Power Metal Alles Sammler ist der bekommt hier was und mit dieser Truppe kann man eigentlich so nichts falsch machen. Nur wer jetzt auf den Burner schlechthin im Genre hofft liegt leider falsch.

Tracklist:

01. Preludium
02. Memory
03. The Day Has Come
04. Lost in Space
05. Time
06. Exotheria
07. Forever One
08. Angels Are Calling
09. The Throne of the Beast
10. In a Reverie

Besetzung:

Nicola Ciarlini (voc)
Emanuele Checcoli (guit)
Matteo Petroncini (keys)
Matteo Mantovani (bass)
Luca Marchini (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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