Band: Great Collapse
Titel: Holy War
Label: End Hits Records
VÖ: 02.10.15
Genre: Punkrock
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Bis dato war meines Wissens das Wort Supergroup immer eher im Rockbereich angesiedelt. Zumindest war es die letzten Jahre so. Tom Arnott (Gitarre – AT RISK, LOVE EQUALS DEATH) , Todd Hennig (Drums – DEATH BY STEREO, NATIONS AFIRE), Joe Saucedo (Bass – SET YOUR GOALS), Chris Chasse (Gitarre – RISE AGAINST) und Thomas Barnett (Gesang – STRIKE ANYWHERE) haben sich unter dem Banner Great Collapse zusammen geschlossen und dies eben angemerkte Ansammlung kann eigentlich nur eine Supergroup sein, dieses mal einfach im Genreeck Punkrock. Diese Szeneveteranen zusammen, na wenn das nichts ist und ausgefeilt klingt? Nun nicht so schnell mit den Pferden, das es ja auch oftmals im herkömmlichen Rockeck sehr oft der Fall ist, das gewisse Acts unter diesem Deckmantel eher mau, als schlau klingen.

Bereits zu Beginn brodelt es an allen Ecken und Enden bei diesen Anarchisten. Es darf amtlich mit gehottet werden, denn der Grundgedanke ist einfach jener, hier für die Fanschaar genau das zu bieten was sie erwartet. Amtlichen Punkrock zum Abgehen und das sofort und ohne Wenn und Aber. Die gute Veranschlagung im Sound macht einfach Laune und geht den Jungs locker vom Hocker aus dem Hemdsärmel und dem Fan sofort striaght ins Gemüt. Die trefflich, sozialkritischen Texte sind up to date und spiegeln musikalisch genau das wieder, was man eben in den letzten Monaten via Medien zu Gesicht bekommen hat. Durch die Bank wird das Gaspedal gedrückt und das passt einfach, denn die energetischen Songs sind nicht nur aufpushend bzw. aufstachelnd, nein mit einem pfiffigen Griff haben die Jungs eben es geschafft auch kurze, idyllische Stopps einzubauen, bevor erneut aus den Vollen geschöpft wird.

Das aber nicht nur reinrassige Punkrocker hier zugreifen können, sondern auch Hardcore Liebhaber ist ein weiterer Punkt, welcher für das radikale Gebräu der Formation steht. Freilich müssen die Hardcorler hier ebne vermehrt auch mit glatteren Harmonien auskommen, tun sie das auch, so werden sie vollends bedient. Gute Verbindung aus beiden Lagern, welche einfach grenzgenial zusammengefügt wurden.

Die Linien an sich sind quer durch die Bank etwas polierter, dennoch ist das Material auf diesem Rundling nicht weichgespült oder zum Kuscheln geschaffen. Vielmehr sehe ich hier eine gereifte Linie, welche vollends überzeugen kann und mit einem guten Produktionsgriff eine Scheiblette zu Tage fördert, welche nur so vor Kraft strotzt und die Anhängerschaft lange begeistern wird.

Fazit: Hier wird einfach nicht Alltagsmusik im herkömmlichen Sinn geboten. Freilich mögen die sozialkritischen Texte an sich nichts Neues sein, aber die spritzfidele Mucke dieser Supergroup ist meines Erachtens das Non plus Ultra in der Punkrock/Hardcore Szene.

Tracklist:

01. New Abolition
02. Human Target
03. Break In Case Of Emergency
04. Waves
05. The World Between
06. Dawn Stations
07. Beyond Authority
08. Specific Gravity
09. The Ones Who Last
10. Generation In Crosshairs
11. Origins Of A Species
12. One Year

Besetzung:

Tom Arnott (guit)
Todd Hennig (drums)
Joe Saucedo (bass)
Chris Chasse (guit)
Thomas Barnett (voc)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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