Band: Harasai 
Titel: Into Oblivion
Label: Selfreleased
VÖ: 2009
Genre: Melodic Death Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Das Gründungsjahr der Truppe Harasai aus Hessen tendiert auf das Datum 2006 wo sich die beiden Brüder Yannik (guit) und Nicolas Becker (drums) ans Werk gemacht haben, um ihr eigenes Ding aus dem Boden zu stampfen. Viel Blut, Wut und Schweiß ist hier in das Material geflossen und bis dato konnte man schon einige beachtliche Resonanzen einfahren. Denn untätig waren die Jungs seit 2006 nicht. „My Lake of Terror“ (2007) und „Begotten“ (2008) konnte man bis dato an den/die Metal Jünger/in bringen. Nun liegt das letzte Lebenszeichen „Into Oblivion“ vor mir und aufgrund dieser Ep konnte man den Deal als Local Support Act für das Package Slayer, Trivium und Amon Amarth im Palladium Köln an Land ziehen. Nicht unbegründet wenn man sich das Material der Jungs aus Germany anhört. Das Line Up wird noch außer den Gebrüdern Becker mit Martin Wittsieker (voc), Henrik Tschierschky (guit) und David Joris (bass) verstärkt und zusammen zelebrieren die Jungs eine gute Mischung des Melodic Death Metal.

Mit einer beschaulichen Einleitung wartet man beim Track Nummer Uno mit dem Namen „Into Oblivion“ auf. Sanfte Bassklänge werden von einem schaurigen Sound begleitet. Gleich im Anschluss schöpft der Trupp aber aus den Vollen und ballert mit viel Geschwindigkeit daher. Gute moderne Mischung aus Melodic Death Metal und moderneren Gitarrenklängen hat man hier mit einer Brise aus Trivium (alter Art) und Amon Amarth für uns parat. Wenn man es nicht besser gewusst hätte das man erst nach Veröffentlichung der Ep den Deal an Land gezogen hätte, könnte man glauben man wäre durch den Local Support Gig sehr stark von den beiden Szenegrößen beeinflusst worden. Dennoch nur als schlappe Kopie sollte man die Trademarks hier nicht sehen. Man setzt durchwegs eigene Akzente und klingt nicht etwa 1000 Mal gehört. Man tendiert hier immer zwischen einer recht flotten, melodischen Death Metal Schiene und shakenden Sachen und das hört sich bei dieser Spielfreude und dem potenziellen Können der Formation sehr gut an. Etwas dreckiger und rotziger geht es nun weiter mit „Silent Murder“. Gänzlich auf gewisse Melodien wollen die Jungs dennoch nicht verzichten, nur wurden diese etwas mehr in den Hintergrund gesetzt und dadurch dominiert hier dreckige Härte etwas mehr das Geschehen. Aus allen Rohren wird nun bei „Hour Of The Dead Eyes“ gefeuert. Wie eine Artilleriebatterie wird hier ein Feuergefecht veranstaltet das die Luft zum Brennen anfängt. Die rauen Elemente haben auch hier mehr die Oberhand gewonnen bzw. bestimmen sie hier weites gehend das Soundbild. Durch diese Mischung aus rauen und speedigen Groove Parts hat man eine sehr gute Moshpitnummer geschaffen die zu einem wilden Gemetzel im Pit einlädt. Abgeschlossen wird die Ep durch den melodischeren Kracher „Except Me“. Hier frönt der Trupp wieder moderneren Elementen im Bereich des Metal. Klar kristallisieren sich hier einige Trivium bzw. Bullet for my Valentine Strukturen raus. Gut diese hört man aber nur von Seiten der Rhythmusfraktion, denn der Vocalist zeigt hier viel Eigendynamik und plärrt richtig rau und dreckig ins Mikro und das mit einer gehörigen Portion aufgestauter Wut im Bauch. Toller Abschluss für eine bemerkenswerte Underground Truppe aus deutschen Landen.

Fazit: Schade das es bis dato nur Ep’s von den Jungs gibt, denn man kann nur gespannt sein was da noch auf uns zukommt. Viel Potential haben sich diese Herrschaften auf ihrem Banner geschrieben. Das nächste Ziel das man sich gesetzt hat ist ein längeres Lebenszeichen, zu welchem man sich ab Juni 2009 ins Studio einschließen will um es einzuzimmern. Na da sind wir doch mal alle gespannt was uns da erwartet.

Tracklist:

01. Into Oblivion 05:21
02. Silent Murder 04:00
03. Hour Of The Dead Eyes 05:17
04. Except Me 04:52

Besetzung:

Martin Wittsieker (voc)
Yannick Becker (guit)
Henrik Tschierschky (guit)
David Joris (bass)
Nicolas Becker (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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