Tracklist
01. Profane Sacramentum
02. Supremacy Of Obscurity
03. Rain Of Impaled Skulls
04. From Perpetual Catacombs
05. Overlords Enthroned By Darkness
06. Immersed in Malevolence
07. Barbaric Desecrator
08. Blaspheming In Primordial Tongues
09. Descend To The Eternal Funeral
Besetzung
Max Necromanza – Vocals, Bass
Neil Destructor – Guitars
Manolo Agressor – Drums
„The Consecration Of Eternal Impurity“ ist das Debütalbum der peruanischen Band HELL TREPANNER, eine Band, die von Anfang an „die Mission annahm, die Dunkelheit und rohe Brutalität des Genres zu bewahren„. Jetzt, nach mehr als einem Jahrzehnt im Dienst der Death Metal Szene, nach zwei Demos und einer EP, ist ihr erstes Full-Length endlich veröffentlicht.
Starkes Potenzial nach schwachem Intro
Zögernder Start mit dem Intro-Song „Profane Sacramentum„, ein kurzes Stück mit zweifelhafter und erzwungener Atmosphäre, eine finstere Stimme, dramatisch beeinflusst durch elektronische Transformationen. Aber „Supremacy Of Obscurity“ zeigt von Anfang an gutes Potenzial, mit solider Instrumentierung, guten Riffs und einer Lead-Gitarre, die permanente Akzente auf die melodische Linie setzt, ein Uptempo, das auch das technische Können der Bandmitglieder zeigt. Das Tempo wechselt, und wir haben auch einige langsamere Passagen, aber alle unterstreichen die technische und aggressive Dimension der Band. Gute Proportion zwischen Melodie und brutalen Sounds.
HELL TREPANNER entstehen aus den dunklen Tiefen des südlichen Lima, Peru, 2015 gegründet – das aktuelle Trio sind alle Gründungsmitglieder der Band: Max Necromanza für Vocals und Bass, Neil Destructor an Gitarren und Manolo Agressor hinter den Drums. Erst ein wichtiger Name im lokalen Underground, etablierten sie sich schnell als Kraft des peruanischen Extreme Metal.
Dieselbe Balance zwischen direkt und gut rhythmisiert in „Rain Of Impaled Skulls„, mit etwas melodischem und gut getaktetem Rhythmus, sehr technisch und mit konstantem und bestrafendem Sound. Im Gegenzug kommt „From Perpetual Catacombs“ langsamer und mit nicht sehr inspirierten Eröffnungsakkorden, eine dramatischere Komposition, aber zeigt eine schwächere Seite der Band – Doom/Death Metal passt nicht wirklich in die allgemeine Album-Stimmung, nicht mal, wenn der Rhythmus dynamischer wird. Der gute Flow vom Anfang wurde irgendwie verwässert. Gute und kraftvolle Passagen sind nur wenige, aber dort zeigen sie ziemlich gute Musikalität.
Roher Sound resoniert mit Old-School-Intention
Die Produktion ist eine typische für das Genre, und im Fall von HELL TREPANNERs Debütalbum eine ziemlich ausgewogene – die Vocals nehmen den wichtigsten Anteil des Sounds ein, aber Gitarren sind auch wichtig im Gesamtbild. Drums sollten mehr im Vordergrund sein für bessere Dynamik, dasselbe kann über den Bass-Beitrag gesagt werden. Dennoch resoniert der ziemlich rohe Sound sehr gut mit der Band-Intention, Old-School zu klingen.
Der nächste Song „Overlords Enthroned By Darkness“ kehrt zu besserem und direkterem Ansatz zurück, schnell, solide Riffs und eine bessere Komposition. Kürzer, aber kondensierter, ohne die unnötigen atmosphärischen Momente. Infernalisch, aggressiv, guter Rhythmus, lässt die Doom-durchzogenen Momente hinter sich, ihr Sound kehrt zu morbide und einer vollen und beeindruckenden Instrumentierung zurück.
Dissonant und gnadenlos „Immersed in Malevolence„, ohne melodische Gimmicks, nur brutal und wild, ein guter Headbanger. Sehr entschlossener Ansatz, Gitarren sind nur bestrafend mit simplen, aber effizienten Riffs oder ergänzen das mit kurzen, aber aggressiven Solos. „Barbaric Desecrator“ bringt einen technischeren Ansatz zurück, bleibt aber insgesamt dissonant und sehr direkt. HELL TREPANNER zeigen ihre natürliche Musikalität sowohl in komplexen Ansätzen als auch in simplem und direktem Death Metal und haben auch eine flüssige Art, zwischen diesen verschiedenen Sounds zu wechseln.
Vielseitigkeit als natürliche Stärke
Der gute Ansatz und Sound setzt sich fort in „Blaspheming In Primordial Tongues„, höllische Vocals zwischen Flüstern und Growling in tiefen Tönen, gnadenlose Drums und imposante Gitarren. Alternierende Tempos bringen Dynamik, und wir haben insgesamt einen beeindruckenden Song – die verhallten Gitarrenakkorde setzen einen melodischen Akzent und bringen auch einen nostalgischen Touch in den Song. Ein Highlight des Albums.
Und der finale Song „Descend To The Eternal Funeral“ zeigt einmal mehr Technik und Zorn, solide Komposition, bestrafender Rhythmus und abrasiv. Die finalen Akkorde kehren zurück zu nur atmosphärischen Sounds, schließen den Kreis mit dem Eröffnungssong, aber diesmal ist die Atmosphäre und das Gefühl natürlicher und vervollständigt die ganze Klanglandschaft. Ein komplettes Werk.
Reife Band mit klarer Vision
Ein gutes Debüt von den Peruanern, ein Album mit nur wenigen schwachen Momenten, aber ansonsten kraftvoll und aggressiv, inspiriert und insgesamt ein solides Werk. Die Wurzeln von HELL TREPANNER-Musik im Old-School Death Metal werden in den Band-Kompositionen und dem Sound respektiert, sie schafften es, mit sehr guter Musik zu kommen, ohne zu imitieren oder zu kopieren. Nicht notwendigerweise revolutionär, aber authentisch und überzeugend.
„The Consecration Of Eternal Impurity“ dient als nostalgischer Nicken ans goldene Zeitalter des Genres, bewahrt seine rohe Energie, während es zeitgenössische Trends und Themen oder einen zu modernen Sound vermeidet. Gute Atmosphäre und inspirierte Kompositionen – das Album präsentiert eine reife Band mit entschiedener Richtung und Ansatz, talentierte Musiker und dem Death Metal Spirit gewidmet.
Fazit: HELL TREPANNER bewahren mit „The Consecration Of Eternal Impurity“ die Dunkelheit des Death Metal – authentisch, kraftvoll und der Old-School treu.

