Band: Helstar
Titel: Glory Of Chaos
Label: AFM Records
VÖ: 2010
Genre: Power/Speed Metal
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

Die Jungs von Helstar feiern ihren zweiten Frühling, zumindest scheint es so, denn wie erklärt man sich die amtliche Rückkehr der Texaner. Bereits mit „The King of Hell“ konnte man die Fachpresse begeistern. Gar so schwer dürfte da einer Fortsetzung nicht fallen oder? Richtig, denn James Rivera (voc), Larry Barragan (guit), Rob Trevino (guit), Jerry Abarca (bass) und Mikey Lewis (drums) schreiben in Sachen Power Metal MADE IN USA wieder Geschichte. Mit „Glory of Chaos“ kann man aber dennoch das Reunion Debüt toppen und zwar in Sachen Härtegrad. Power Metal mit sehr thrashigen, peitschenden Rhythmen kredenzt man uns dieses Mal und das lässt laut aufhorchen.

Hymnisch, mit viel Melodie wird zwar der Opener „Angels Fall To Hell“ gestartet, doch schon preschen die Jungs mit einem dermaßen thrashigen Riffing weiter das man kaum anders kann als seine Läuse auszubeuteln. Knackiger Abgehtrack, welcher mit viel Power gespickt wurde, den Rest erledigt das grenzgeniale Shouting des Herrn Riviera.

Noch um einen Tick thrashiger, der fast schon an Glanztaten von Exodus erinnert wird mit „Pandemonium“ weiter gemacht. Tempo mäßigt legt man ebenfalls noch einen Zahn zu. Gut sortierte Rhythmen pfeift man uns teils speedig, teil wieder gemäßigter, mit leichten Groove Zügen vor den Latz. Ein besonderer Hörschmaus ist der Refrainteil, mit dem man noch einen drauf setzen kann, genau so muss eine ausgewogene Mischung in Sachen Power / Thrash Metal klingen und nicht anders.

Auch bei „Monarch Of Bloodshed“ behält man es sich vor dem gestarteten Programm treu zu bleiben. Dennoch klingt das Stück im sachten Stil etwas verspielter und das Tempo wurde leicht dezimiert. Dafür klingt der Track um Ecken schroffer und groovender, was vor allem an der Gitarrenarbeit liegt. Zusätzlich legt man einige Soli Halte ein, bevor man wieder kräfteschnaubender in die Saiten greift.

Mit „Bone Crusher“ drückt man sogleich komplett auf die Tube und bietet fast schon Mosh artige Züge im Gesamtsound. Komplett tendiert man natürlich nicht in die Richtung, was auch am Gesang liegt (obwohl auch hierbei James sich oftmals von einer sehr harten Seite zeigt). Weiterhin baut man auf eine herzhafte Mischung der beiden Genre Styles und kredenzt uns diese auf einem schillernden Silbertablett.

Ruhig und beschaulich, wenn auch mit einem enormen, bedrohlichen Maß wird „Summer Of Hate“ angestimmt. Guter Stimmungsmacher zu Beginn des Stücks, welchen man sofort in etwas andere Bahnen lenkt, auch wenn man sich hier etwas mehr Zeit dabei lässt. Mit der Fortsetzung wandelt man auf Kraftstampfenden Pfaden, wobei man das Ganze mit einem sehr dunklen, streckenweise harten Beigeschmack anreichert. Sehr gute Soundidee die zu begeistern weiß und einmal mehr vom rhythmischen her an die Bay Area Thrash Szene erinnert und weniger an Power Metal Trademarks.

Komplett unter Feuer jagt man mit „Dethtrap“ weiter. Speedige Riffattacken, mit denen man es sofort auf unsere Nackenmuskulatur abgesehen hat. Die Bretterrhythmik steht komplett im Vordergrund und wird durch fast schon Halford lastige Shouts nur noch bereichert bzw. verschönert. Tipp: Anlage komplett aufdrehen und abgehen wie die sprichwörtliche Post

Nicht unähnlich schreitet man mit „Anger“ weiter voran. Auch hier greift man die Technik von vorhin noch einmal auf und jagt uns mit peitschenden Vibes vor sich her. Dennoch wirkt der Track etwas shakiger und weit nicht so verdreckt wie der Vorgänger.

Verspielter Anfang steht bei „Trinity Of Heresy“ ganz kurz im Vordergrund und schon startet man wieder die Motoren und bringt sie auf volle Leistung. Der Härtegrad wurde deutlich verringert und dafür liebäugelt man etwas mehr in Richtung Power Metal der hymnischeren Art. Zwar wirkt die Rhythmik weiterhin etwas thrashiger, aber bei weiten nicht so wie man es bei all den Vorgängernummern.

Dafür dreht man den Spieß, beim letzten regulären Track „Alma Negra“ wieder komplett um. Wutentbrannte Rhythmik ballert man uns mit harten, ungeschliffenen Ecken und Kanten um die Ohren. Auch der Frontmann zeigt sich hier komplett von seiner harten Seite und das Steigert das Hörvergnügen ungemein. Mit viel Feuer unterm Hintern drückt man ordentlich die Tube und dabei wird dieses Mal der Power Metal Bereich fast gänzlich verlassen und dafür tendiert man sehr stark ins Thrash Gewässer.

Beruhigend lässt man den Opus mit dem sachten „Zero One“ ausklingen. Nette Beendigung, welche nach einer baldigen Fortsetzung in Sachen Helstar hoffen lässt.

Fazit: Wie schon erwähnt Helstar sind im zweiten Frühling und dieser ist schön, schöner könnte er nicht sein. Dies gibt den Fans der Truppe einen guten Grund zu feiern. Power als auch Thrash Metal Verehrer bekommen mit dieser Langrille die Vollbedienung, was will man da mehr? Richtig gar nichts, also das Teil kaufen und reinziehen es wird den Player nicht mehr so schnell verlassen.

Tracklist:

01. Angels Fall To Hell 5:01
02. Pandemonium 4:24
03. Monarch Of Bloodshed 5:15
04. Bone Crusher 5:04
05. Summer Of Hate 5:49
06. Dethtrap 3:54
07. Anger 3:53
08. Trinity Of Heresy 4:39
09. Alma Negra 5:41
10. Zero One 0:56

Besetzung:

James Rivera (voc)
Larry Barragan (guit)
Rob Trevino (guit)
Jerry Abarca (bass)
Mikey Lewis (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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