Tracklist
01. The Profound Darkness
02. Beyond Death
03. By Tongues Of Demons
04. The Last Song
05. Numb To Paradise
06. Upon My Flesh
07. The Great Purifier
08. Away From The Light
09. The Darkness Below Us
Besetzung
Mark Farrugia – Drums
Shaun Farrugia – Guitars, Vocals
Karl Watterson – Bass
Leigh Bartley – Guitars
Mit hoher Erwartung erwartet – das neue Album der Australier IN MALICE’S WAKE „The Profound Darkness„. Denn sie sind eine Band ohne schwache Releases, mit konsistenter Diskografie, die jeder Thrash Metal Fan kennt und schätzt. Das fünfte Full-Length versucht, die Verbindung zu den musikalischen Wurzeln der Band zu halten, während es einen modernen Akzent hinzufügt.
Massiver Opener mit rebellischer Attitüde
Der Klang ist massiv und aggressiv von den ersten Noten im Eröffnungs- und zugleich Titelsong „The Profound Darkness“ – ein komplexes Klangbild, das die Technik und Fähigkeiten der Band zur Schau stellt. Hohes Tempo ergänzt mit guten Riffs, solider Rhythmussektion und wütenden Vocals. Auch mit allen Mitgliedern, die zusammen schreien – eine rebellische und konfrontative Attitüde, ein moderner Ansatz zu Thrash Metal als Klang, ein guter und überzeugender Opener.
IN MALICE’S WAKE sind eine der repräsentativsten Bands im Thrash Metal und eine der feinsten Australiens. Aus Melbourne, Victoria, 2002 gegründet von den Brüdern Mark Farrugia am Schlagzeug und Shaun Farrugia an Gitarren und Vocals, mit den anderen zwei Mitgliedern, die 2014 beitraten – Karl Watterson am Bass und Leigh Bartley für zweite Gitarren.
Noch entschiedener startet „Beyond Death“ – simpler als Komposition, voll von guten Riffs, ergänzt mit melodischen und technischen Solos. Tempowechsel verdünnen allerdings ein wenig den kraftvollen Song-Start, der atmosphärischer wird, seine Intensität verliert. Die gute Energie wird zurückgewonnen in „By Tongues Of Demons“ nach dem experimentelleren vorherigen Track. Mit starken Passagen, betont durch gute Riffs und wütende Shouts – ein typischer Thrash-Song, giftig und explosiv.
Nach ruhigeren Intro-Noten macht ein plötzlicher Aggressionsausbruch „The Last Song“ zu guter Fortsetzung des Albums – in melodischere Richtung, dennoch intensiver Track. Ebenso „Numb To Paradise“ mit gnadenlosen Drums und komplexem Ansatz – nervös, mit galoppierenden Riffs, rasiermesserscharfen Solos und knochenbrechender Rhythmik. Straffe und präzise Instrumentierung.
Moderne Produktion bereichert Kompositionen mit Details
Die Produktion ist sehr gut, ausbalanciert und klar. Alle Instrumente haben das korrekte Gewicht im Gesamtklang – das Klangbild immer voll und sehr dynamisch. Der ziemlich moderne Klang auf dem Album ist auch der guten Produktion geschuldet, eine, die die guten Kompositionen nahm und sie mit Details bereicherte, die eine gnadenlose Erfahrung kreieren. Wie es auf einem Thrash Metal Album sein sollte, dominieren die Gitarren den Klang, Vocal- und Rhythmussektion-Beiträge sind auch vital für das finale Klangbild.
Die gute Stimmung und Atmosphäre geht weiter mit „Upon My Flesh“ – ein weiteres Beispiel von Technik verdoppelt durch inspirierte Riffs und eingängige Komposition. Schnelles Tempo, hämmerndes und frenetisches Schlagzeug und rasender Vocal-Ansatz. Angepisst und aggressiv setzt „The Great Purifier“ den Angriff fort. Mit komplexeren Vocals, auch Gitarren, die solide Riffs mit komplexer Leadgitarren-Arbeit alternieren. Und „Away From The Light“ geht weiter in denselben Bahnen, mit mehr Einflüssen aus anderen verwandten Stilen und auch atmosphärischen Momenten.
Und das Album endet auf hohem Niveau mit „The Darkness Below Us“ – ein letztes Beispiel guten und inspirierten Thrash Metal. Ein langes melodisches Solo und Synth-ambiente Noten transformieren sich in hochenergetischen und rasenden Angriff, dann in groovigen und atmosphärischen Moment. Leidenschaftliche Shouts und melodische Komposition in einem der besten Songs des Albums.
Energie vorhanden, Biss der frühen Werke verloren
Viel Energie kommt mit „The Profound Darkness“ – ein angenehmes und überzeugendes Hörerlebnis, auch ein guter Headbanger. Dennoch scheint im Vergleich zu den ersten Band-Alben, dass ein wenig Inspiration und Biss verloren gegangen ist. Keineswegs ein schwaches Release, die besten Momente von IN MALICE’S WAKE liegen in der Vergangenheit. Schwer, an die exzellenten ersten Alben heranzukommen, dieselbe DNA kann dennoch durch ihre gesamte Diskografie gespürt werden.
Ein Album, das den Hörer von den ersten Akkorden packt und einen durch seine gesamte Dauer involviert hält. Selbst wenn die Band mit langsameren Momenten kommt, behalten sie die Schwere. Zu schade, dass diese Tempowechsel zu oft auftreten – fühlt sich an wie eine Band, die, als sie älter wurde, auch müde und weniger fokussiert wurde. Voll von guten Momenten, auch mit irgendwie chaotischer Gesamtstimmung – trotzdem ein Album, das einen Spin für jeden Thrash Metal Fan verdient.
Fazit: IN MALICE’S WAKE liefern mit „The Profound Darkness“ kraftvollen Thrash – technisch versiert, aber mit zu vielen Tempowechseln und verlorenem Biss.






