Band: Kitty in a Casket
Titel: Kiss & Hell
Label: RODEOSTAR/SPV
VÖ: 26.02.16
Genre: Punk/Rock
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Eine ambitionierte Rockband aus Wien? Gibt’s da nicht genügend? Sicher! Aber nur wenige haben auf dem breit gefächerten Mainstreammarkt so viel Erfolg verbuchen können, wie die Herrschaften Kitty in a Casket. Nun gut Mainstream ist ja so gar nicht mein Ding, außer bei dieser Formation, denn sie schöpfen etliche Kellen, die zwar sicherlich auch leichter zu vermarkten sind, aber es in einer Ausgewogenheit ist, sodass man nicht total vor dem Ausverkauf steht.

„Kiss & Hell“ heißt das neueste Album und ziert die Fronterin auf einer Bombe. Welch genialer Einfall in der heutigen Zeit. Gut nicht unbedingt was ich jetzt als die zündende Idee bezeichnen würde, aber für mich ist da doch die Musik wichtiger als die Verpackung, man kauft ja auch nicht die komplette Kuh im Supermarkt, sondern die Milch.

Musikalisch und da könnte man den Herrschaften aus unserer Hauptstadt ja vieles andichten, gehören sie zu jenen Acts, dies es eben locker vermögen im breiten, internationalen Gewässer mit zu fischen. Power, Freude und das gewisse Quantum von spitzfindiger veranschlagten Kerben dreckiger Soundattitüden sind durch die Karriere hindurch dieser Formation immer ein guter Garant für einen guten Unterhaltungswert gewesen.

Dies ändert sich auch nicht mit dem neuesten Release der Truppe. Dreckige Peitschenschläge paaren sich gut vermischt mit ausgefeilten Soundanleihen. Der absolute Traditionalist in diesem Bereich wird sich abermals lieber seinen Urvätern widmen und einen großen Bogen machen. Engstirnig sollte man dies aber nicht sehen, denn nicht für jeden ist ein massentauglicher Sound das tägliche Brot. Ö3 und Konsorten haben uns ja da oftmals eine drückende Psychoschiene ins Ohr gelegt mit ihrer Art der Vermarktung.

In diesen Bereich darf man die Truppe aber nicht legen, denn die sehr lockere Coolness die man aufs Parkett legt ist gut vermischt. Einfädelungen, besonders der Opener erinnert mich an eine flotte, rockige Version von Katzenjammer. Die folgenden Soundanleihen sind aber wesentlich rotziger und derber und gehen gut ins Gehör. Die Songs brauchen nicht lange um zu zünden und die aussagekräftige Fronterin passt ja wie die Faust aufs Auge. Die leichten Soundarrangements von alten Horrorfilmen mit Punk, wie auch herkömmlichen Rockallüren zu paaren mag sicherlich nicht die Neuerfindung sein, aber in einem deutlich massentauglicheren Sound habe ich es bis dato noch nicht gehört.

Es ist so, die Wiener versprühen eine enorme Spielfreude und die freigelegten Energien explodieren durch den Gemüsegarten. Man durchpflügt das Rockfeld und lässt nichts unversucht um ordentlich für Stimmung zu sorgen was ihnen definitiv gelingt. Man muss sicherlich für solch eine Art der Musik etwas über den Tellerrand blicken können. Der Mainstream wird aber eben nicht wie eigentlich von mir erwartet durchgekaut auf Teufel komm raus. Man hat das gewisse Quantum an sehr eigenen Einfällen, die man nicht total poliert. Somit ergibt sich eine sehr gut gemischte Kombination aus urtypischen Punk/Rock Elementen und doch massentauglicheren Vibes.

Das Erfolgsrezept scheint erneut für diese Formation aufzugehen und das darf man ruhig auch im Mainstream Bereich ausbauen. Solange man das zu hören bekommt wie auf diesem Output ist dies legitim und macht einfach Spaß. Gute Laune Musik mit einem Augenzwinkern und einer guten, rotzigen Schöpfkelle somit.

Fazit: Sehr tolles Machwerk. Die veranschlagten Linien sind voller, frischer Energie und das dröhnt mit einem guten Wums aus den Boxen.

Tracklist:

01. Sticks & Stones
02. Lurking In The Dark
03. Bloodlust
04. Of Cats & Demons
05. Straight To Hell
06. Nightmare
07. Feuer & Eis
08. Deep Black Underground
09. St. Tropez
10. Black Skinny Jeans
11. Yeah Yeah Yeah
12. Red Sweet Red
13. Gone (Bonus)

Besetzung:

Kitty Casket (voc)
Billy The Bat (guit & voc)
Tom Mooner (bass)
Todd Flash (guit & voc)
Max van Angst (drums)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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