Ósserp – Al meu pas s’alça la mort

Band: Ósserp
Titel: Al meu pas s’alça la mort
Label: Hecatombe Records
VÖ: 06.10.17
Genre: Brutal Death Metal/Hardcore
Bewertung: 1,5/5
Written by: Robert

Osserp-Al-meu-pass-alca-la-mort-album-artworkVor nicht allzu langer Zeit führte meine Wenigkeit eine Diskussionsrunde, bei welcher das Thema Härte im Metal besprochen wurde. Das Konzept, zeig mir wie harten und schroffen Metal du hörst und ich bezeuge die, ob du ein echter Metaller bist. Was für ein Schwachsinn, genauso wie das Ende der Diskussion. Muss man heutzutage noch immer dieses Konzept breittreten? Ist man deswegen wirklich ein besserer Metaller? Meine Konklusion, überhaupt nicht, denn bloß, weil es hart und schroff zugeht, ist man weder ein Weichei oder der wahre Metaller schlechthin. Wieso dies in der Einleitung einer Rezension? Nun es geht um das Material der Katalanen Ósserp, welche wohl dieses Konzept mit ihrer Musik versuchen dem sogenannten WAHREN METALLER in den Gehörgang zu stopfen. Nur weil man jetzt die brutale Härteschiene zwischen Death und Black Metal vertritt, dazu noch Hardcore Fragmente einbindet, ist „Al meu pas s’alça la mort“ noch lange kein Meisterstück.

Die aus Barcelona stammenden Rüpel prügeln mit einer Vehemenz, dass einem schier schwindelig wird. Wilde Wechsel und wirre Einlagen werden den harten Brutalos als Geniestreich vorkommen, dies sehe ich dann doch etwas anders. Keine Frage, die Jungs haben ein gutes, technisches Standbein und versuchen ihre Eckpfeiler gut zu vereinen. Die Vereinigung ist ihnen im Kontrast dazu nicht hold, obendrein klingen viele Passagen und Überleitungen total unausgegoren, streckenweise weiß man oft nicht, ist dies schon der nächste Track oder nicht.

Mehr Fusion und homogen Verbindung sind meiner Meinung nach der größte Mangel den die Spanier haben. Gewisse Bretterparts sind eine wohltuende Nackensäge und desgleichen sind etliche Prügeleien wahrhaftig nicht von schlechten Eltern. Bedeutet im Gegensatz dazu, dass die Intension dieser spanischen Brutalos Wirkung zeigt. Wirkung wird sie vermutlich zeigen, eine beträchtlich Zwiespältige. Der eine wird es grenzgenial finden und jene, welche auf eine konforme Härteschlägerei stehen ist dies zu unausgewogen bzw. ungenau entwickelt.

Im Gedächtnis wird es den Ombres aus Katalonien ranken, je brutaler und unbändiger, desto besser. Weniger ist oftmals mehr und genau dieses Konzept haben die Jungs mit ihrem Zweitwerk komplett verfehlt. Es steht für mich außer Frage bzw. honoriere ich es durchwegs, wenn es Bands gibt, welche versuchen ein breites Spektrum zu vereinen. Ob nun gelungen oder nicht, bei diesen Brutalo Amigos klingt das schnöde in Szene gesetzt und man kommt nicht einen Track ins Material. Ist es zu stark, bist du zu schwach! Dann bin ich lieber schwach, wenn letztendlich uneingeschränkt die brutale hau drauf Schiene zählt und nicht mehr organisch-kongruente Alben zählen, dann bin ich lieber der Pussy Metaller!

Fazit: Die Prügelei von Ósserp ist ein bitteres Durchhalten die ohne Ausnahme den selbsternannten Metal Puristen und selbst gekrönten Szenekönig begeistern wird.

Tracklist:

01. Entre regnes 04:26
02. Jo no ploro els màrtirs 03:43
03. Caça furtiva 04:55
04. La falç de Saturn 07:22
05. Amb el cap ben alt 02:20
06. Sota la creu de gentil 03:42
07. El culte 04:20
08. De dalt del campanar 03:23
09. El buit 05:43

Besetzung:

Alex (drums)
Dani (guit)
Xavier (voc)
Vali (voc)
Benja (bass)

Internet:

Ósserp @ Facebook

Ósserp @ YouTube

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About Author

Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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