Persuader – The Fiction Maze

Band: Persuader
Titel: The Fiction Maze
Label: Inner Wounding Records
VÖ: 2014
Genre: Power Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Umeå Power Metaller bestehen schon seit 1997 und gehören deswegen schon zu den älteren Hasen in diesem Bereich. „The Fiction Maze“ ist nach sage und schreibe acht Jahren Pause der neueste Lonplayer der Schweden. Folglich darf man sich hier wohl ein brillantes Meisterwerk erwartet und demgegenüber habe ich mich wirklich gespannt hingesetzt und wer die schwedischen Bands aus diesem Bereich kennt weiß, dass man hier nur das Beste bekommt. Deutlich gedämpfter war dann der Eindruck beim ersten Reinhören. Nun das Neueste schlechthin oder ein astreines anknüpfen an ihre Frühphase wird wohl weniger gelingen. Keine Frage, das Material ist nicht schlecht, aber bringt nicht viel erfrischendes für den Power Metal Haushalt. Zwischen vielen bekannten Kapellen, welche wacker in den letzten Jahren ihren Dienst versehen hat reiht man sich zwar ein, doch so wirklich der Durchstarter wird mit dem Album nicht gelingen. Zu einfach gestrickt und eifrig an die ersten Werke von Mercenary erinnernd wird eine ähnliche Gangart bestritten. Etwas mehr Originalität und der Gang zu mehr als nur dem Motto „auf Nummer sicher gehen“ würde den Stücken nicht schaden und da hätte man auch weitaus mehr rausgeholt. Der Sound ist durchaus passabel und mit dem Deckmantel des aggressiven Power Metal, mit vielen Ecken und Kanten ist gut, dennoch fehlt einem im Gesamten einfach das gewisse, durchsetzende Etwas. Auch vom Songwriting und dem Aufbau der Stücke erwartet einen einfach nur solide Kost, welche eben allseits schon x-mal durchgekaut wurde, auch von schwedischen Kollegen. Zwar eine gute Abwechslung aber einfach nicht mehr. Viele Wechsel in Sachen Power und Thrash Metal sind dabei und auch zwischen klassischen und modernen Power Fragmenten wird gewechselt auf Teufel komm raus. Dies haben aber in den letzten Jahren schon viele andere Kollegen gemacht und somit hinterlässt man nicht viel. Muss man sich wirklich so stark an Mercenary in der Frühphase (bestes Beispiel: „One Lifetime“) oder an Blind Guardian „The Fiction Maze“ anbiedern? Aufgrund der doch sehr langen Zeit im Business hätte ich mir hier weitaus mehr erwartet. Folglich ein Rohrkrepiere? Nein dies nicht, nur mit deutlich mehr gedämpfter Begeisterung lege ich das Material der Power Metal Fanfraktion ans Herz. Auch diese werden sicherlich nach anderen Kapellen greifen, denn für einen frenetischen Jubelsturm reicht das leider nicht ganz aus.

Fazit: Sicherlich gut und auch Klasse hätten die Schweden, nur ist es meiner Meinung nach ein zu lauwarmer Aufguss.

Tracklist:

01. One Lifetime 04:26
02. War 04:24
03. The Fiction Maze 05:09
04. Deep in the Dark 05:31
05. InSect 04:06
06. Son of Sodom 05:49
07. Sent to the Grave 04:58
08. Heathen 06:15
09. Dagon Rising 01:27
10. Worlds Collide 05:31
11. Falling Faster 05:12

Besetzung:

Jens Carlsson (voc)
Fredrik Hedström (bass)
Emil Norberg (guit)
Daniel Sundbom (guit)
Efraim Juntunen (drums)

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Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.