Powerman 5000 – New Wave

Band: Powerman 5000
Titel: New Wave
Label: Pavement Entertainment
VÖ: 27.10.17
Genre: Nu Metal/Crossover
Bewertung: 4,5/5
Written by: Robert

powerman-5000-new-wave-album-artworkMeine Wenigkeit muss ehrlich gestehen, den ersten Kontakt hatte ich mit Powerman 5000 bloß aufgrund ihres Mainstream Song „Bomb Shell“. Sie uneingeschränkt auf diesen Track runter zu brechen wäre ungerecht und kann nicht mal ansatzweise den Wirkungsgrad dieser Truppe unterstreichen. Klar, der Song hat etwas, doch allein aufgrund eines Songs sollte man sich nicht verlassen. Ansonsten würde man fürwahr das ganze Potpourri der Bostoner Nu Metal/Crossover verpassen. Als richtig alte Haudegen muss man den Trupp rund um Spider One (Michael Cummings) in diesem Mischbereich betiteln. Welche Band kann in diesem Bereich von sich behaupten seit 1989 mitzuwirken? Nur wenige, jedoch Powerman 5000 können es. „New Wave“ nennt sich der neueste Reigen der amerikanischen Nu Metal/Crossover Band und weiterhin erkenne ich schwer metallische Züge in Richtung Billy Idol. Die Metal-avancierte Fusion aus der Feder des Bostoner Quintetts ist meiner Meinung nach nicht von der Hand zu weisen. Da ich mit dem Klangmaterial von William Michael Albert Broad durch eine Nachbarin aufgewachsen bin, kommen diese Vergleiche beständig in Erinnerung. Der Wirkungsgrad ist derselbe, Endzeitstimmung auf einem Mischniveau, dass für ein Zucken im ganzen Körper sorgt.

Dark Wave prallt auf Nu Metal in seiner ureigensten Form und das Mischverhältnis wurde prächtig zu einem satt, dröhnenden Gebräu zusammengetan. Die shakigen Nummern haben eine gute Auswahl aus kernigen Grooves der metallischen Form, wie desgleichen leichten Elektro-Einsätzen. Die gute, gleichwertige Auswahl macht richtiggehend Spaß und mit dieser fulminanten Umsetzung lässt man den Hörer nicht kalt-unbeeindruckt dasitzen. Vielmehr läuft man mit dem neuen Album zur Höchstform auf und binnen Zehntelsekunden sorgt man für einen flächendeckenden Virus, der ansteckend ist. Mitreißende Vibes peitschen aufbäumend durch die Boxen und wurden durch dunkle Endzeitstimmungs-Elektrosounds drapiert. Erkennbar für mich aufgrund des Gesangs von Michael Cummings die viele Parallelen zur Legende Billy Idol in metallischer Form aufweisen. Das macht Laune und geht tief unter die Haut.

Eine weitere Einzelheit die mich darin bestätigt ist die Vielzahl von Dynamit-Punk-Attitüden die man als genüsslicher Bonus mit in den Sound eingebaut hat. Über popkulturelle Referenzen kann man streiten, finde keine einzigen Soundklänge, welche einen dazu verleiten ließen, dass man die Band hier beheimaten könnte.

Die Intensität, die man mit dem anspruchsvollen Tempo und Vermischungen dem Hörer schmackhaft macht, sollte man schlichtweg wirken lassen.

Fazit: Richtiggehend nostalgisch donnern Powerman 5000 in Sachen Dark Wave, Nu Metal und etlichen Punk Allüren auf „New Wave“ daher.

Tracklist:

01. Footsteps and Voices
02. Hostage
03. Sid Vicious in a Dress
04. David F–king Bowie
05. Cult Leader
06. No White Flags
07. Thank God
08. Die on Your Feet
09. Get a Life
10. Run for Your Life

Besetzung:

Spider One (Michael Cummings) (voc)
Terry Corso (guit)
Johnny Rock (guit)
Siggy Sjursen (bass)
AD 27 (Adrian Ost) (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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