Band: Pyramaze
Titel: Immortal
Label: Locomotive Records
VÖ: 2008
Genre: Power Metal
Bewertung: 4/5
Written by: Robert

Pyramaze gehören wohl zu den unterbewerteten Metal Bands schlecht hin. Bis dato haben sich die Jungs aus Dänemark den Arsch aufgerissen um an Bekanntheit hinzuzugewinnen. Da schnappt man sich einfach den wieder zurückgekehrten Sänger von Iced Eath Mathew Barlow und über Nacht redet jeder nur mehr von Pyramaze. Tja ob das nicht ein schlechtes Omen ist wird sich zeigen. In der Vergangenheit konnte man 2 Scheibletten „Legend of the Bone Carver (2006)“ und „Melancholy Beast (2004)“ veröffentlichen, die doch in der Szene auf gute Kritiken gestoßen sind. Derzeit liest sich das Line Up wie folgt: Matt Barlow (voc), Michael Kammeyer (guit), Jonah W. (keys), Morten Gade (drums), Niels Kvist (bass) und Toke Skjonnemand (guit). So nennt sich der neueste Streich der Dänen Jungs „Immortal“ den führen wir uns nun mal genauer zur Brust.

Mit einem sehr dunklen und heroischen Intro das sich „Arise“ nennt startet das Machwerk der Jungs durch. Im Anschluss knallt auch schon „Year of the Phönix“ aus den Boxen. Mit schretternden Gitarrenläufen und einem typischen Barlow Schrei startet die Nummer von Beginn an wie eine Rakete durch und bohrt sich unvermindert in meine Lauscherchen. Eine absolute Headbangernummer wurde hier geschaffen. Die Streicherparts die immer wieder im Hintergrund laufen machen das Stück richtig bombastisch. Tolle Riffs und Breaks galoppieren immer wieder daher und die eingesetzten Keys machen das Bündel komplett. Matt hat trotz seiner Abwesenheit aus dem Musikbuisness nichts verlernt und singt wieder Gottgleich, so wie er sich von uns verabschiedet hat. Böse Zungen könnten gleich behaupten. Eh das ist eh nur eine melodische Iced Earth Scheibe, so wie es immer auch bei Demons & Wizards der Fall war. Tja bis zu einem gewissen Grad mag das wohl stimmen, aber die Dänen bringen es auf den Punkt und haben sich ordentlich ins Zeug gelegt um an allen Ecken und Enden auch ihr eigenes Ding durchsickern zu lassen. Das ist ihnen auch gelungen. Im Anschluss geht man gleich über zu „Ghost Light“, das seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Nette Keyboardklänge lockern den Beginn schon mal ordentlich auf. Die Nummer selbst wechselt immer wieder vom Midtempobereich hinüber zu schnelleren Gefilden. Vor allem die tragenden Chorus Vocals sind ein Wucht. Der ruhige tragende Mittelpart mit den Streicherarrangements lässt kurz innehalten, bevor man im Anschluss gleich wieder daher donnert. „Touch by the Mara“ ist zu Beginn etwas ruhiger, melodischer und beschaulicher. Nein es ist noch nicht die Zeit für eine Ballade gekommen. Denn binnen Sekunden geht man wieder schneller zu Werke. Vor allem die mit modernen Arrangements versehenen Backingvocals sind eine willkommene Abwechslung. Auch hier wechselt man an und ab wieder kurz in eine ruhige Ecke, um dann binnen Sekunden wieder etwas mehr Gas zu geben. Ein weiteres Highlight auf dieser Cd für mich persönlich ist „A Beautiful Death“. Hier findet eine sehr schöne Symbiose aus Melodie, Härte und Melancholie statt. Vor allem die bombastisch ausgerichteten Arrangements sind ein wahrer Hörgenuss. Einmal mehr ruhig und beschaulich beginnt nun „Legacy in a Rhyme“. Man bleibt auch bei dieser Beschaulichkeit und hat dadurch eine brillante Ballade geschrieben die es in sich hat. Tolle Vocals werten das Stück einmal mehr auf. Mr. Barlow weiß einfach wie man auch ruhige Stücke singen muss, obwohl er eigentlich aus der Thrash Metal Ecke stammt. „Carmons Poem“ steht an siebter Stelle und hier geht es die dänische/amerikanische Kooperation wieder etwas schneller an, auch wenn man das Gaspedal nicht ganz bis zum Anschlag durchdrückt. Nette Midtemponummer die gut anzuhören ist. „Highland“ beginnt nun mit Gewitterklängen und Trauerchören. Ein fantastisches Stück mit vielen glänzenden Ideen die, die Herrschaften hier verwirklicht haben. Die Geschwindigkeit ist etwas schneller als beim Vorgänger und das steht dem Song gut zu Gesicht. Bretternder und rauer erschallt nun „Shadow of the Beast“. Man hat aber mit Sicherheit nicht auf schöne Melodien vergessen und setzt die immer wieder zum richtigen Zeitpunkt ein. Tolle Wechsel zwischen rauen und fast schon Maidenhaften Gitarrenläufen finden immer wieder statt und machen so das Stück sehr abwechslungsreich und farbenfroh. „March Through An Endless Rain“ heißt das Outro und klingt sehr heroisch. Da ich für solche Sachen immer zu haben bin verleiht es mir eine ordentliche Gänsehaut und beschließt einen Meisterstreich von Pyramaze.

Fazit: Hammerteil was hier geschaffen wurde, was es auch sicherlich schwer machen wird für die Burschen. Fans die Iced Earth, Blind Guardian, Demons & Wizards und Co lieben sollten hier zugreifen, es ist einfach ein Pflichtkauf für Fans dieses Genres.

Tracklist:

01. Arise 01:03
02. Year of the Phoenix 04:57
03. Ghost Light 06:09
04. Touched by the Mara 05:54
05. A Beautiful Death 04:28
06. Legacy in a Rhyme 04:05
07. Caramon’s Poem 04:58
08. The Highland 05:41
09. Shadow of the Beast 06:04
10. March through an Endless Rain 02:08

Besetzung:

Matt Barlow (voc)
Michael Kammeyer (guit)
Jonah W. (keys),
Morten Gade (drums)
Niels Kvist (bass)
Toke Skjonnemand (guit)

Internet:

Pyramaze Website

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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