cover artwork RESURRECTED Perpetual

Band: RESURRECTED 🇩🇪
Titel: Perpetual
Label: Testimony Records
VÖ: 10/04/26
Genre: Brutal Death Metal/Grindcore

Tracklist

01. Unholy Intercession
02. Human Wrath
03. Forever Damned
04. Into Mighty Death
05. Sanity Is Lost
06. Decomposed
07. Immaculate Deception
08. Echoes of Creation
09. Perpetual
10. Infernal Desire (Malevolent Creation Cover)

Besetzung

Chris Mieves – Vocals
Dennis Thiele – Drums
Thomas Granzow – Rhythm Guitars
Christoph Zeller – Lead Guitars
Marius Baron – Bass

Bewertung:

3,5/5

Die deutschen Veteranen RESURRECTED – eine der Bands, die zu den frühesten Pionieren des Brutal-Stils in ihrem Land gehören – sind nach neun Jahren mit einem neuen Full-Length zurückgekehrt, „Perpetual„. Old-School Death Metal mit ihrem typischen brutalen Ansatz kombinierend, ein Album, das erfolgreich eine bereits beeindruckende Diskografie vervollständigt.

Groovy und energielos statt brutal

Sirenenalarme und Kriegsgeräusche begrüßen den Hörer im Album. Der Eröffnungssong „Unholy Intercession“ ist allerdings ziemlich groovy und ohne Energie, langsam und sehr soft – ein komplett anderer Sound, als man erwartet. Mehr wie ein Intro als ein echter Song. Doch „Human Wrath“ bringt ein wenig Energie. Ein guter Rhythmus und solide Riffs, kurze Attacken, rasend und dynamisch. Nicht melodisch, niemand erwartet so etwas von RESURRECTED – ein Song, der Brutalität des Genres in entschiedener Klanglandschaft bringt. Ein guter und überzeugender Song, der voll von Leben klingt und die Aggressivität und Power der Band zeigt.

RESURRECTED kommen aus Duisburg, Nordrhein-Westfalen, 1993 gegründet und seitdem aktiv – eine der ältesten deutschen Bands im Genre, die noch aktiv sind. Aus den Gründungsjahren ist Thomas Granzow (Rhythmusgitarren) immer noch aktiv und war auf allen Band-Alben präsent. Der Rest des aktuellen Lineup-Mitglieder ist erst kürzlich in der Band: Chris Mieves (Vocals), Dennis Thiele (Drums), Christoph Zeller (Lead-Gitarren) und Marius Baron (Bass).

Forever Damned“ setzt die sonische Unterdrückung fort, noch kryptischer und abrasiver – das ist der Sound, den man auf dem Album wollte. Gnadenlose Drums, angepisste Vocals und insgesamt massive und starke Riffs. Ein guter Ansatz – die Tempowechsel bringen langsamere Passagen, immer noch rasend und gut integriert. Die morbide Atmosphäre wird besser betont durch dämonische Vocals, infernalische Growls und rohe Schreie. Füge sehr gute Riffs hinzu, permanent mahlend, und dieser Song ist ein weiterer Höhepunkt.

Klare, ausgewogene Produktion mit massivem Sound

Die Produktion ist klar, ausgewogen – der ganze Sound ist massiv, lässt genug Raum für Nuancen. Besonders Gitarren sind sehr gut eingefangen, die heruntergestimmten Riffs drücken Kraft aus und unterstreichen die wilde Atmosphäre des Albums. Auch wenn die Drums nicht zu sehr im Vordergrund sind, ist der Rhythmus klar, und auf einigen Passagen hat Bass einen vitalen Beitrag dazu.

Der bestrafende Angriff setzt sich fort in „Into Mighty Death„, simpel, wieder mit guten Riffs. Vocals sind beeindruckend durch verschiedene Techniken, ergänzen die solide Rhythmussektion und die guten Gitarren. Leicht langsamer ist „Sanity Is Lost„, nicht weniger entschieden, setzt im selben überzeugenden Stil fort. Komplexere Gitarre kompensiert für die langsamere Geschwindigkeit der Musik, und die verdoppelten Vocals akzentuieren das. Und sie gewinnen total Kraft und Tempo in den letzten Sequenzen des Songs zurück – eine komplexe Komposition und ein guter, dynamischer Song.

Und die hohe Messlatte wird weiter im Album gehalten – „Decomposed“ setzt die Rhythmussektion besser ins Rampenlicht, auch mit wichtigen Teilen gespielt von Lead-Gitarre. „Immaculate Deception“ kommt mit komplexen Gitarrenakkorden und kontrolliertem Crescendo, und „Echoes of Creation“ ist simpel und voll von Energie, dissonanter und mit einem Tempo, das ein neues höheres Level erreicht.

Der Titelsong „Perpetual“ kehrt zu viel groovierem Ansatz zurück, langsam und am Anfang mit weichen, unüberzeugenden Riffs. Vocals klingen auch schwächer als auf anderen Songs. Der Rhythmus nimmt auf einigen Passagen zu, dennoch lässt der Song den Hörer insgesamt mit zusammenhanglosem und unentschiedenem Gefühl zurück – sie klingen zögerlich und unüberzeugend. Und der Final Track „Infernal Desire„, ein Malevolent Creation Cover nach ihrem Song vom Album „Eternal“ von 1995. Ein guter Coversong, und RESURRECTED hielten den Track nah am Original, durchzogen mit ein wenig ihrem eigenen Sound.

Starker Mittelteil trotz schwacher Rahmen-Songs

Gewalttätig und brutal, alternierend mit langsameren, erdrückenden Passagen – insgesamt hat „Perpetual“ genug Energie und Power, kommt mit guten Kompositionen. Der unvergesslichste Beitrag ist die Rhythmusgitarre, die einige wirklich gute Riffs liefert.

Ein gutes Album im Genre – RESURRECTED haben eine gute Balance in ihrer Musik gefunden. Gegensätzlich zu dem, was andere Bands normalerweise machen, eröffnet und beendet „Perpetual“ mit den unrepräsentativsten Songs für sie, der ganze Rest des Werks ist ziemlich überzeugend. Ein Mittelteil des Albums, der einen soliden Eindruck hinterlässt, und Erinnerungen an die früheren Werke der Band sind unverkennbar.

Fazit: RESURRECTED kehren mit „Perpetual“ zurück – solider Brutal Death Metal, starker Mittelteil trotz schwachem Opener und Abschluss.

Internet

RESURRECTED - Perpetual

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