Band: Royal Hunt
Titel: Show Me How to Live
Label: Frontiers Records
VÖ: 2011
Genre: Melodic Progressive Metal
Bewertung: 5/5
Written by: Robert

Es ist immer so, prägende Stimmen und die dazugehörigen Bands lassen einen nie im Stich. Über die Jahre hinweg, folgt man diesen Herrschaften willenlos und kauft einfach alles was sie raus bringen. Für meinen Teil gab es da viele Kapellen, eine davon waren Royal Hunt. Mastermind André Andersen und sein Gesangsgott DC Cooper sind nach gut einem Jahr wieder da und servieren uns den nächsten Melodic Progressiv Metal Leckerbissen. Ein weiterer Garant ist der nicht zu knappe Symphonic Einschlag, doch wie schon bei den vorangegangenen Alben, wird auch hier wieder eine ausgewogene Brise hinzugefügt. Die leicht epochalen Schläge sind ebenfalls ein um und auf, wie auch teils gedankenverlorene Symphonien der idyllischen Art. Der wuchtige Bombastanteil in gemäßigten Farbnuancen wurde ebenfalls sehr adrett eingefädelt und man steigert sich mit weitläufigen Chorausschweifungen genauso, wie eben DC sich göttlich durch den Rundling sing. Es ist einfach bei solchen Sängern so, sie fesseln einen ungemein vor den Player. Besonders wertvoll ist meiner Meinung nach die sehr schroffen Ausläufer und oftmalig sehr stark dominierenden Rhythmen. Mit diesen bewahrt man sich einfach einen Spielstil, der auch Royal Hunt up to date klingen lässt. Sicher gibt es auch ausschweifende Melodien und Abrundungen, die oftmals beim ersten Reinhören etwas zu glatt klingen lassen. Doch auch hier kommt man nach ein bis zwei Durchläufen drauf, dass man hier einfach deutlich feinfühliger gearbeitet hat. Somit keine Spur von zu starker Kitschthematik. Ein genialer Schachzug ist auch die Einfädelung der Gastsängerin, mit ihren Einsätzen bzw. den daraus resultierenden, starken Duett Gesängen hieven das Meisterwerk auf die nächste Ebene. Die Extravaganten Melodien werden mal mehr, mal weniger flott vorgetragen und auch bei der Komplettierung erweist sich das Gespann auch Anno 2011 als Goldhändchen wie man einen Hit nach den anderen sich locker aus dem Hemdsärmel schüttelt. Die überdimensionalen Keyboardexzesse werden oftmals und bei gewissen stärker in den Vordergrund gerückt. Dabei unterweist man uns einen dermaßen extravaganten, epischen Happen, sodass man schon durchaus von einer Monumental Metal Oper an diesen Stellen sprechen kann. Bester Beweis dafür ist „An Empty Shell“, wo man auch eine sehr dunkle Seite hervor zerrt, die ebenfalls ein gutes Erscheinungsbild gibt, welches sich locker mit dem doch eher klaren, bekannten Gesamtsound der Truppe vereinbaren lässt. Die Quelle der Kreativität scheint bei den Dänen noch lange nicht versiegt zu sein und da machen die Kopenhagener Jungs keinen Hehl darum. Finde es sehr lobenswert mit welcher lockeren easyness man hier einen Wuchtbolzen nach dem anderen aus der Trickkiste raus holt und in nicht minder bersten uns vor den Bug knallt. Ihre Etablierung haben die Dänen ja schon lange unter Beweis gestellt (und somit könnte und die Betonung liegt auf könnte, man sich einfach zurück lehnen und sich der bisher eingeheimsten Lorbeeren ergötzen), doch weiterhin strengt sich die Truppe an, um ihre Discographie mit reichhaltigen Meisterwerken aufzustocken. Ein würdiger Nachfolger, den man durchaus mit der 90er Ära vergleichen könnte. Meisterlicher Klangopus, den man sich unbedingt als Fan des Symphonic orientierten Metal einfach reinziehen sollte. Fakt ist das man einfach nichts zu überzogen aufnehmen kann und man mit der gut aussortierten Auswahl, trotzdem einen Bombastschlag vollführt, welcher auch die Verehrer des Avantasia Projekts erfreuen wird.

Fazit: Alle Daumen hoch für DC Copper und André Andersen!!!! Meisterwerk der Extraklasse findet man leider immer seltener, doch die Dänen haben es erneut geschafft unsere Lauscher auf Warteposition zu stellen. Gefühl, Theatralik und härtere Umgangsformen sind hierbei in der Langrille beheimatet. Somit ein Hörgenuss, welchen man sich einfach antun sollte, wenn man eben dieser Stilrichtung hold ist.

Tracklist:

01. One More Day
02. Another Man Down
03. An Empty Shell
04. Hard Rain’s Coming
05. Half Past Loneliness
06. Show Me How to Live
07. Angel’s Gone

Besetzung:

André Andersen (keys)
DC Cooper (voc)
Allan Sørensen (drums)
Andreas Passmark (bass)
Jonas Larsen (guit)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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