Tracklist
01. Gates of Angmar (Intro)
02. Witchking
03. Excalibur
04. Rainbow’s End
05. Exiled in Fire
06. The Sorceress
07. Trident
08. Shipwreck
09. White Wolf
10. Conquering Swords
Besetzung
Isak Neffling – Gesang, Bass
Gustav Harrysson – Gitarren
Teddy Edoff – Gitarren
Mille Lundström – Schlagzeug
Ich war echt gespannt, ob der obskure Stil der Schweden TEMPLAR nach dem superben Demo »Black Knight« und der vielversprechenden »Treacherous Beast« – EP auch auf Albumlänge funktionieren kann. Und um es vorweg zu nehmen, »Conquering Swords« überrascht sehr positiv.
Vielfältige Einflüsse
fügt das Quartett aus Stockholm zu einem sehr eigenständigen Stil zusammen. Neben den Landsleuten Heavy Load, Mindless Sinner und Gotham City gesellen sich zudem Melodien in der Tradition der okkulten Anfänge der NWOBH und die Verschrobenheit von US – Bands wie Brocas Helm und frühe (die ersten zwei Alben) Cirith Ungol. Zudem lässt sich, im Vergleich zu den bisherigen Veröffentlichungen, ein großer Einfluss alter Mercyful Fate ausmachen.
»Conquering Swords« ist purer Heavy Metal.
Und dies inklusive der Ecken und Kanten, die dieser mit sich bringt. Hier wurde nichts für schöngeistige Ohren glattproduziert, es rumpelt und poltert gelegentlich wie auf einem Livegig. Die Höhepunkte lassen sich schwer hervorheben, denn das Werk funktioniert mit jedem weiteren Durchlauf besser.
Ultimativ muss man jedoch das Hauptriff im zwischen Wytchfynde, alten Angelwitch und Mercyful Fate befindlichen »Witchking« genauso hervorheben wie zudem den an uralte Cloven Hoof und Manowar (in ihren Anfängen) erinnernden, epischen Titeltrack.
Ein solider Rahmen für ein großartiges Gemälde,
in dem ein farbenfrohes Gerangel, dass mal etwas mehr bestimmend durch die klassische Schwedenschule (»Excalibur«, »Rainbow`s End«) brilliert, mal durch die Anfänge der NWOBH (»Exiled In Fire«, »Trident«) in dunklere Sphären abdriftet und gegen Ende obendrein mit US Metal für viel Abwechslung sorgt.
Fazit: Wer sich mit Widerwillen vom prägnanten Beginn des Heavy Metal am Ende der Siebziger bis in die Mitte der Achtziger geschleppt hat, der ist bei »Conquering Swords« goldrichtig. Denn TEMPLAR gehen keinen Schritt weiter und lassen jene Epoche wieder aufleben.






