The Bronx Casket Co. – Antihero

Band: The Bronx Casket Co.
Titel: Antihero
Label: SAOL / H´Art / Zebralution
VÖ: 2011
Genre: Dark/Gothic/Atmospheric Metal
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

The Bronx Cascet Co. Ist ja ein etabliertes Side Projekt des Overkill Tieftöner DD Verni, doch mit dem neuesten Machwerk entpuppt sich das Projekt als durchaus eigenständige Band. Im Line Up DD Verni (voc, bass & guit), Charlie Calv (keys), Jack Frost (guit) und Rob Pollatta (drums) wurde das neustes Werk „Antihero“ eingespielt und dabei vollführt man eine breite Reise zwischen knackigem Overkill – Testament Einfluss, aber auch Sachen aus dem Seven Witches Lager, wie auch viele symphonische Gothic Anleihen.

Kurz epochal – hymnisch angestimmt greift man bei „Antihero“ sofort durch und prescht mit viel Tempo dahin. Zwischen satten, als auch groovenden Power Metal Elementen wird reichhaltig Gebrauch gemacht. Die epischen Einflüsse legt man auch weiterhin nicht ad acta und baut diese zum richtigen Zeitpunkt immer wieder ein. Dadurch schafft man eine sehr durchdachte Soundstruktur, den Hauptanteil hat aber die Banger freudige – groovende Rhythmik und dazu lässt es sich gleich zu Beginn des Silberling ordentlich Kopfschütteln.

Mehr in Richtung kantige Savatage geht es mit „Bonesaw“ weiter. Hierbei baut man die epischen Einflüsse deutlich mehr aus. Versieht dies aber mit rauen Ecken und Kanten und dabei ist eine sehr gelungene Mischform entstanden zu der man weiterhin eifrigst ab bangen kann. Weiters und als sehr gute Komplettierung hat man es mit einem goldenen Händchen geschafft viele Modern Metal Elementen mit einzubinden und so prallen diese im Dreizack ständig aufeinander.

Deutlich mehr in Richtung Modern/Gothic Metal ausgerichtet schickt man im Anschluss „You Look Like Hell“ hinterher. Gelungene Kurskorrektur, welche nicht durch zu komplexe Soundspielereien nervt. Vielmehr baut man auch hier auf einen sehr kompakten, eingängigen Sound und dieser steckt an und dadurch weiß man auch weiterhin durchaus zu begeistern.

Dunkel und mit einem kurzen melancholischen Blitzeinschlag wird „Sally“ begonnen. Deutlich erdig – doomigere Pfade werden jedoch sogleich aufgesucht. Auch ein gewaltiger Schuss Gothic wurde erneut bedacht und somit bekommen wir hier einen etwas komplexeren Sound geboten. Für meinen Geschmack etwas schwerer verdaulich, vor allem weil der Modern Metal Sound nicht so stimmig mit den Gothic Elementen vereint wurde wie beim Vorgänger.

Preschender und durchaus wieder vermehrt mit fröhlicheren Soundstrukturen warten die Amis im Anschluss mit „I Never Loved You Anyway“ auf. Quer durch die Bank drückt man gekonnt auf die Tube und vollführt eine gute Mischung aus Power, Modern und Gothic Soundelementen. Gut aufeinander abgestimmt zündet diese geballte Ladung in sekundenschelle.

Sehr hymnisch und mit einem satten Gitarreneingang wartet man nun bei „Holy Mother“ für uns auf. Nach gut 1:30 Minuten hat die Einleitung ein Ende und wie schon bei den ersten beiden Nummern des Albums wird eine knackig – erfrischende Soundkost geboten die erneut zum Rübe schütteln einlädt.

Deutlich rotzig – groovender setzt man mit „I Am No One“ nach. Erneut baut man auf eine herrlich erfrischende Spieltechnik aus dem Modern Power Bereich. Solche Tracks stecken an und wissen zu animieren und man fragt sich warum man nicht durchgehend auf diesen Sound baut, denn mit diesem Einfluss verleiht man dem Soundprogramm die gewisse Note

Ein verzerrter Grammophon Sound bei dem uns der King of Rock n‘ Roll rüber jodelt dient bei „Memphis Scarecrow“ als Intro. Nach dem verklingen schallen eher Rock n‘ Roll, Southern Rock, aber auch doomige Groove Vibes in herzhafter Mischform. Was vorerst etwas komplexer und gewöhnungsbedürftiger rüber kommt, zündet nach dem zweiten, dritten Durchlauf. Sehr dunkler, melancholischer Soundmischmasch der ordentlich zu gefallen weiß.

Erneut wieder eingängiger setzt man mit „Selling My Soul“ um Angriff an. Mit viel Power gespickter Bangertrack, den man auf eine neues mit leichten, epischen Soundansätzen untermalt hat.

Etwas lieblicher und mit einem sehr tollen, klassischen Klaviereingang wird das bedrohliche Stück „Death On Two Legs“ eröffnet. Hierbei zeigt sich die Mannschaf äußerst verspielt und hantiert zwischen spaßig wirkenden Klängen. Dadurch wirkt das Stück sehr interessant, denn zwischen groovendem Savatage und Queen kann man hier einiges entdecken. Hammertrack der ordentlich in den Füßen juckt, also auf und das Tanzbein zu dieser Nummer geschwungen.

Die Fortsetzung „Let Me Be Your Nightmare” ist erneut von einer simpleren Abgehmucke geprägt. Man hat also schlussendlich wirklich die Mischform Power/Thrash/Groove/Epic für sich dominanter entdeckt und das ist auch gut so. Denn mit diesen Dynamitladungen sprengt man die Barrikaden nach der Reihe spielend weg.

Etwas eindeutiger in Richtung klassische Disturbed wird bei „NYC (Devils Playground)“ weiter gemacht. Das heißt jetzt nicht man macht ganz klar diesen Sound der Kollegen, nein dies nicht, allerdings hat man eine ähnliche Hüpfrhythmusanimation drauf die sich in den Gehörgang rein bohrt wie ein Virus. Gute Mischform aus traditionellem und modernem Power Sound ist dadurch entstanden und das geht toll ab, wie die sprichwörtliche Post.

An dieses vorbereitende Konzept vom Vorreiter baut man selbstredend mit „Alive!“ auf. Weiterhin wird herzhaft und kraftvoll in die Saiten gegriffen. Dennoch stattet man diese Abgehmucke als Komplettierung sehr versiert mit epischen Soundtechniken aus.

Zu guter Letzt gibt es für die Party/Fun Fraktion noch einmal was für die Lauscher. „My Way“ ist ein stimmiger Cover Song der uns bestens aus dem Album hinaus begleitet. Durch viele bemerkenswerte Ansätze entpuppt sich der letzte Track im Bunde als wahrer Stimmungsmacher und darf somit bei keiner Rock/Metal Party fehlen.

Fazit: Tja an die Glanztagen der Hauptbands wird man sichern nicht anknüpfen können, dafür sind diese zu stark im Geschehen etabliert. Doch das Album und somit das ganze Side Projekt macht Lauen auf mehr. Meiner Meinung nach könnte man den Gothic Einfluss von Bord werfen und sich vielmehr auf den Power gespickten Sound der überwiegenden Stücke konzentrieren. Mit diesem nämlich hämmert man ordentlich und mit diesen Granaten schafft man es locker eine breite Schar von Modern Power Metal Verehrer für sich zu begeistern.

Besetzung:

01. Antihero
02. Bonesaw
03. You Look Like Hell
04. Sally
05. I Never Loved You Anyway
06. Holy Mother
07. I Am No One
08. Memphis Scarecrow
09. Selling My Soul
10. Death On Two Legs
11. Let Me Be Your Nightmare
12. NYC (Devils Playground)
13. Alive!
14. My Way

Besetzung:

DD Verni (voc, bass & guit)
Charlie Calv (keys)
Jack Frost (guit)
Rob Pollatta (drums)

Internet:

The Bronx Casket Co. Website

Robert
Roberthttps://www.metalunderground.at
Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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