Band: Venial Sin
Titel: World Reset

Label: Imperative Music
VÖ: 2009
Genre: Progressive Death Metal

Bewertung: 3,5/5
Written by: Robert

Eine Mischung aus Gothic und Death Metal erreichte uns aus Portugal. Die Formation nennt sich Venial Sin und vollkommen richtig diese Herrschaften eifern ihren Landsmännern vonMoonspell nach. Dennoch ist das Material von Nelson Rodrigues (voc), Pedro Matos (guit), Pedro Moises (guit), Tiago Lamas (bass), Helder Vasconselos (drums) und Oscar Medeiros (keys)deutlich düsterer und schwärzer gefärbt. „World Reset“ heißt das erste Lebenszeichen dieser aus Vila Real stammenden Truppe.

Mit „My Venial Sin“ wird erst einmal ein längeres Klangintro geboten, das mit dem sehr dunkel gefärbten Sound die passende Stimmung erzeugt. Hier wird eine ordentliche Wand aufgefahren und dabei werden aber auch kleinere sanfte, nicht so düstere Klänge eingesetzt.

Sehr melancholisch und verhalten wird nun „World Reset“ nachgeschoben. Das recht sanfte Gitarrenspiel erzeugt zwar etwas balladeskes Feeling, doch man braucht nicht lange warten bis die Herrschaften etwas kantiger weiter machen. Dies wird aber langatmiger durchgeführt und somit bekommt das Ganze etwa erst ab der Mitte an Fahrt. Damit hat man hier einen sehr leidenden Track geschaffen und dieser zieht vor allem durch die klaren Vocals im Hintergrund und der dazugehörigen Rhythmik ordentlich runter.

„Insanity“ ist hier eine deutlich, speedigere Weiterentwicklung. Auch wird hier mehr Augenmerkt auf progressive, als auch orientalische Soundeffekte gelegt. Dadurch klingt alles sehr facettenreich und statt ausgeschmückt. Die Härte die man uns aber hier vorsetzt ist sehr Black Metal lastig und auch wird hier eine steife Brise erzeugt die einen das Fürchten lehrt. Die Burschen haben ein sehr gutes Händchen wie solche Klangverbindungen und Mixturen klingen müssen. Dennoch ist man hier etwas mehr bedacht experimentelle Sounds abzuliefern und diese kann man auch eher Freunden des Genusses empfehlen. Denn einen eingängigen Track hat man hier nicht parat. Es braucht schon seine Zeit bis sich alles vollends entfaltet, dafür aber dann umso mehr.

Den Schlussstrich zieht man bei dieser E.P. mit dem sehr harschen „November’s Fall“. Auch wird hier eine etwas rauere und kantigere Rhythmik geboten. Quer durch die Bank ackert das Sextett im sehr schroffen Bereich durchs geschehen. Auch kommen die Gothic Elemente fast bis gar nicht mehr vor, dafür tendiert man hier mehr auf eine Spielweise die als bombastische Death/Black Mischung schallt.

Fazit: Düsterhappen der es in sich hat. Die Truppe kann man wirklich nur Genießern empfehlen, schnelle eingängige Melodien sucht man hier vergebens, doch wer eine dunkel Seele und ein schwarzes Herz hat und sich mehr Zeit für die Musik nimmt, der bekommt die Vollbedienung.

Tracklist:

01. My Venial Sin 01:50
02. World Reset 04:41
03. Insanity 04:18
04. November’s Fall 03:18

Besetzung:

Nelson Rodrigues (voc)
Pedro Matos (guit)
Pedro Moises (guit)
Tiago Lamas (bass)
Helder Vasconselos (drums)
Oscar Medeiros (keys)

Internet:

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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