Band: Vexillum
Titel: Unum
Label: Power/Folk Metal
VÖ: 2015
Genre: Limb Music GMBH
Bewertung: 3/5
Written by: Robert

Folk Power Metal ist eine Mischung, welche ja zwar nicht unbedingt neu ist, allerdings von einigen Truppen in den letzten Jahren durchaus gut forciert wurde. Im Falle von Vexillum handelt es sich um eine Truppe, welche sich ebenfalls in diesem Bereich beheimatet fühlt. Die Trademarks sind gut gelegt und obwohl bis dato uns noch nicht bekannt erspielt man sich sogleich durchaus einen sehr guten Platz. Die Mixtur aus epischen Klängen, Folk geschwängerten Parts und einer guten Schnittmenge des Power Metal wurde gut umgemünzt. Man sieht sich definitiv vor einer breiten Front der Konkurrenten, allerdings vermögen die 2007 gegründeten Power Folk Recken durchaus ein Wörtchen mitzureden. Die Stimmung und das Flair werden gut gehalten, auch wenn etliche Einflüsse sehr stark an Eluveitie erinnern. Gleich zwei Cover Versionen wurden drauf gepackt, wobei das Slade Cover wirklich ein Hörschmaus ist und amtlich anstachelt. Der an sich schon sehr Party orientierte Song, wurde hier meines Erachtens gut aufgewertet. Was man den Italienern sehr hoch anrechnen muss, ist, dass sie es gar nicht erst versuchen die Kitschterrine über ihre Songs zu gießen und auch zu dudelnde Faktoren wurden größtenteils außeracht gelassen. Die italienische Truppe hat ihren Reiz definitiv, doch hört man sich bei solch lockeren Songs leider sehr recht schnell ab. Dies heißt der bittere Beigeschmack der bei so mancher dieser Truppen vorhanden ist, den kann man auch hier nicht verbergen. Man findet locker in die Stücke und bietet eben eine gute Mischung aus den Hauptelementen Folk und Power Metal. Eigenständig sind die Herrschaften durchaus, auch wenn man viele Beispiele an Power Metal Bands nennen könnte, wo man einiges abgekupfert hat. Freedom Call seien hier allen voran genannt, denn gewisse Track erinnern sehr stark an den ersten Rundling „Stairway to Fairyland“ und dies liegt nicht nur rein an dem Gastbeitrag von Sänger Chris Bay bei „The Chester: Over the Clouds“, nein größtenteils sind eben etliche Parallelen zu etlichen größeren Power Acts der Spätneunziger dabei. Somit ist die Truppe aus Italien eine gut aufzunehmende Mischung, wenngleich sie dauerhaft nicht wirklich hängen bleiben.

Fazit: Der Folk/Power Metal Fan kann hier durchaus was für sich entdecken, muss sich aber selbst eingestehen, dass es einfach wenig Neues zu entdecken gibt und sich gewisse Songs sehr ähnelnd ins Gehör schleichen. Die Melange ist nicht schlecht, aber auch noch lange nicht das Gelbe vom Ei.

Tracklist:

01. The Departure: Blow Away the Ashes
02. The Jester: Over the Clouds
03. The Sentenced: Fire and Blood
04. Lady Thief: What We Are
05. The Hermit: Through the Mirror
06. The Way Back: The Clash Within
07. The True Beginning: Standing as One
08. Spunta la Luna dal Monte (Tazenda cover)
09. Run Runaway (Slade cover)

Besetzung:

Michele Gasparri (guit)
Dario Vallesi (voc)
Francesco Caprina (guit)
Francesco Saverio Ferraro (bass)
Efisio Pregio (drums)

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Funkender sich als Chefredakteur bemühender Metalverrückter. Passion und Leidenschaft wurden fusioniert in der Verwirklichung dieses Magazins.

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